Deutsch
English

Europäisches Haus Pappenheim

Stadt Pappenheim
Marktplatz 1
91788 Pappenheim
Tel. ++49 / 9143 / 606-60
ehp(at)pappenheim.de

Hinweis

Durch den Stadtratsbeschluss vom 25.02.16 ist der EHP-Betrieb zum 30.04.16 beendet. Bei Interesse am bisherigen inhaltlichen Angebot können Sie sich weiterhin an Prof. Dr. Joachim Grzega wenden, und zwar unter joachim.grzega(at)ku.de. Zu sonstigen Fragen rund ums EHP wenden Sie sich bitte an den 1. Bürgermeister der Stadt Pappenheim, Uwe Sinn, unter 09143/606-15.

 

17.04.16: Viel Applaus für Studentinnen, stehende Ovationen für Joachim Grzega

Es war die letzte Veranstaltung im EHP als Zentrum für Politik, Kulturen und Sprachen. Der Saal war noch einmal voll besetzt.


Unter der Betreuung von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega hatten sich Studentinnen der Universität Eichstätt-Ingolstadt anhand von deutschen, französischen, spanischen, polnischen und britischen Zeitungsüberschriften der manipulativen Kraft von Sprache gewidmet. Dazu waren 3 Stationen sowie das EUROLINGUA-Museum aufgebaut, die die Besucher in verschiedenen Gruppen durchliefen. Jede Studentin bot dabei nicht nur ihre Ergebnisse, sondern animierte das Publikum auch zum Mitdenken. Anne Würth demonstrierte die Benennungen verschiedener Regierungschefs: Merkel, Obama, Cameron, Hollande, Tsipras, Assad, Putin. Dabei falle etwa auf, dass Putin am seltensten mit Vornamen genannt werde. Da Vornamen eine gewisse Nähe und positive Emotion vermitteln, könnte ein Grund darin liegen, dass man keine Sympathie aufkommen lassen will. Dazu passe auch, dass er unter den analysierten Personen der einzige ist, bei dem man eindeutig negative Wertungen findet, wie “der böse Putin”. Agnes Giglberger hatte verschiedene Ausdrücke ungleicher Vermögensverteilung untersucht. Bei geringeren Unterschieden in der Vermögensverteilung eines Staates dominieren die weniger scharf klingenden Begriffe „Ungleichheit“ und “Gleichheit”. Ist die Schere größer, überragen die emotionaleren Begriffe „Armut“ und „Reichtum“, auch wenn diese eigentlich einseitig sind und vergessen lassen, dass Armut nur die Kehrseite von Reichtum ist. Carolin Schlosser zeigte Wörter für verschiedene Gruppen von Zuwanderern auf. Grundsätzlich sei dabei von Vorteil, wenn man viele Arten von Zuwanderern unterscheidet, weil dies auch eine differenziertere Sichtweise ermögliche. Allerdings könne dies auch zu wertenden Sprechweisen führen. Wenn zum Beispiel der Worttyp “Migrant” nur mit osteuropäischen Herkunftsstaaten, aber nicht mit westeuropäischen verknüpft wird, werde der Begriff negativ mit Armut verknüpft. Die Genfer Flüchtlingskonvention regele den Begriff “Flüchtling”, schließe dabei aber nicht ein, wenn jemand vor dem Hungertod flieht. Dadurch könne das Wort “Wirtschaftsflüchtling” den Eindruck vermitteln, dass die Flucht nicht wirklich berechtigt sei.


Im Laufe des Abends zog Joachim Grzega auch kurz Bilanz über die weit über 100 EHP-Veranstaltungen. Das EHP habe stets Hilfe für Menschen angeboten, damit man Europa sowohl kulturell als auch ökonomisch besser versteht. Grzega sagte, dass es Bildungseinrichtungen für eine neue Art der Aufklärung bräuchte – echt europäisch, auf der Grundlage von komplexer wissenschaftlicher Beobachtung, aber allgemein verständlich formuliert, manchmal mit einer Prise Humor. Er betonte die zentrale Rolle seiner Sprachlehrkonzepte, die sich auch die Pappenheimer Bürger vorwiegend gewünscht hatten: Er erinnerte an den 91-jährigen Lerner in seinem Basic-Global-English-Kurs, den SprachFitnessStudio-Teilnehmer aus Flensburg, die vielen zufriedenen Teilnehmer seiner Sprach-Not-Arzt-Angebote. Damit hatte er sogar den Sprung ins bayerische Fernsehen geschafft. Des Weiteren freute sich Grzega über Einladungen in alle Regierungsbezirke Bayerns und etliche Orte darüber hinaus: Magdeburg, Lüneburg, Saarbrücken, Stuttgart, Innsbruck. Ferner zeigte er auf, dass er stets im Sinne der gesamten Stadt dachte und Seminare und Tagungen so plante, damit so auch die Innenstadt mit Gästen belebt wurde, auch außerhalb der touristischen Hauptsaison. Weitere Tagungen wären bereits geplant gewesen. Schließlich bedankte er sich auch für die Mitarbeit bei Wilma Vogel, Dr. Bea Klüsener und einigen Vereinen. Alle, die beim Aufbau des EHP mitgearbeitet hätten, könnte auf das Erreichte stolz sein. Im Gegenzug bedankten sich Renate Prusakow vom Heimat- und Geschichtsverein sowie Martin Stehr und Ludwig Schütz vom Städtepartnerschaftsverein bei Grzega für die gute Kooperation und zeigten sich über das Ende des EHP-Betriebs tief betroffen. Bewegt blickte auch 1. Bürgermeister Uwe Sinn auf die Zeit mit Grzega zurück. Grzega habe stets alle Vorgaben des Stadtrats übertroffen, bei inhaltlichen Herausforderungen schnell Lösungen geboten und außerdem zahlreiche international hochkarätige Personen nach Pappenheim gebracht. All dies habe zur Aufwertung Pappenheims und zu einer überregional positiven Werbung für die Stadt beigetragen. Manch einer im Saal hatte eine Träne im Auge und das Publikum dankte Grzega mit stehendem Applaus für dessen Leistung. Er wahrte trotz der wehmütigen Stimmung auch seinen Humor und lud ein, mit ihm in Kontakt zu bleiben. Abschließend präsentierte Grzega seine jüngste Komposition: sie vereint die Wendung “in Frieden” in verschiedenen europäischen Sprachen. Am Ende sang das Publikum mit.

Das Projektteam: Joachim Grzega, Agnes Giglberger, Anne Würth, Carolin Schlosser
Station "Zuwanderer"
Station "Ungleiche Vermögensverteilung"
Station "Regierungschefs"
Rückblick auf EHP-Aktivitäten in Deutschland und Österreich
Grzega + Bgm. Uwe Sinn
Renate Prusakow (Heimat- und Geschichtsverein) + Grzega
Grzega + Martin Stehr und Ludwig Schütz (Städtepartnerschaftsverein)
Joachim Grzega singt Abschlusslied
Stehende Ovationen für Grzega
Persönliche Adieus
Text von Grzegas Friedenslied "In Pace"

07.04.16: Manipulation durch Sprache: Letzte EHP-Veranstaltung mit Professor Grzega und Studierenden

Joachim Grzega, Anne Würth, Carlolin Schlosser, Agnes Giglberger

EHP-Leiter Professor Dr. Joachim Grzega lädt zu einer Veranstaltung mit ihm und Studentinnen der Universität Eichstätt-Ingolstadt ein. Sie findet statt am Freitag, 15. April, von 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr, unter dem Titel “Manipulation durch Sprache in der Politik”. Wie schon bei vergangenen Veranstaltungen mit Studierenden wurden verschiedene thematische Stationen erstellt. An ihnen präsentieren Agnes Giglberger, Carolin Schlosser und Anne Würth Analysen von Zeitungsüberschriften aus fünf EU-Ländern: Deutschland, Frankreich, Spanien, Polen und Großbritannien. Über welche Ausländer wird wo wie gesprochen? Welcher Regierungschef wird gut dargestellt, welcher schlecht? Wie wird die ungleiche Vermögensverteilung in Worte gefasst? Die Wortwahl verweist auch auf die Art des Denkens über ein Thema. Professor Grzega wird die Beobachtungen der Studentinnen um weitere Aspekte ergänzen. Die Akteure wollen eine Hilfe für Bürger geben, die manipulative Kraft von Sprache besser zu verstehen. Dem Zusammenhang zwischen Sprache und Denken hatte auch das EUROLINGUA-Museum des EHP Raum gewidmet. Deswegen werden die Stationen dieser Ausstellung ebenfalls noch einmal aufgebaut sein.


Der Abend ist die letzte Veranstaltung mit Joachim Grzega im EHP. Er wird daher auch einen kurzen Rückblick auf seine Amtszeit geben und es besteht Gelegenheit, sich bei dieser Veranstaltung von ihm zu verabschieden.



25.03.16: Stadtrat hat Beendigung des EHP-Betriebs beschlossen

Seit seinem Beginn wurde der EHP-Newsletter stets freigehalten von kommunalpolitischen Streitigkeiten um das EHP. Es ging ausschließlich um die Verbreitung der EHP-Inhalte. Dies ändert sich mit dieser Ausgabe, da die Stadtratsmehrheit beschlossen hat, den EHP-Betrieb zum 30.04.16 zu beenden. Angesichts der bisherigen Leistungen und einer gesicherten Unterstützung über eine knappe halbe Million Euro für die nächsten 3 Jahre im Rahmen von bereits getroffenen Stadtratsbeschlüssen zur inhaltlichen und finanziellen Fortführung kam die jetzige Entscheidung überraschend.


Bei Interesse am bisherigen inhaltlichen Angebot können Sie sich weiterhin an Prof. Dr. Joachim Grzega wenden, und zwar unter joachim.grzega@ku.de. Zu sonstigen Fragen rund ums EHP wenden Sie sich bitte an den 1. Bürgermeister der Stadt Pappenheim, Uwe Sinn, unter 09143/606-15.


Wir bedanken uns bei allen Unterstützern des EHP und möchten uns mit einer letzten Veranstaltung im April verabschieden. Dazu in einer weiteren Mail noch mehr.


Nach der Entscheidung der Stadtratsmehrheit, den EHP-Betrieb zu schließen, hat EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega noch einen Jahresrückblick und einen Gesamtrückblick auf die Aufbauphase gegeben. Wir drucken einen Auszug aus seiner Rede ab:

“In der ersten Hälfte des Jahres 2015 hat die Stadtratsmehrheit mir deutlich gemacht, dass das Hauptziel des EHP die Steigerung der Einnahmen sein soll. Ich hatte darauf hingewiesen, dass dies nur mit mehr Einsatz außerhalb von Pappenheim möglich sein würde. Die Stadtratsmehrheit hat dies so hingenommen. Die ursprüngliche Vorgabe, die drei Säulen Sprache, Kultur und Politik etwa gleichmäßig zu behandeln, wurde also aufgehoben. Deswegen gab es im Vergleich zu den Vorjahren weniger Veranstaltungen im EHP selber.

Dennoch ist es uns auch diesmal gelungen, Veranstaltungen im EHP anzubieten, die Aufmerksamkeit gebracht haben. Dazu zählt die Gesprächsreihe mit bayerischen EU-Abgeordneten. [....] Erwähnen kann man darüber hinaus die Premiere eines Dokumentarfilms bei uns im Haus mit anschließender Besprechung sowie die zweimonatlichen Quiz-Abende, bei denen man etwas über Geschichte, Natur, Kultur und aktuelle politische Geschehnisse erfahren konnte. Besonders gut besucht war 2015 der Nachmittag mit internationalen Wissenschaftlern, die dem Publikum ihre Forschungsergebnisse in allgemeinverständlicher Sprache präsentiert und mit ihm diskutiert haben. Natürlich gab es auch wieder eine Reihe von Veranstaltungen im Zusammenhang mit unseren hocheffizienten Sprachlehr-Konzepten. Über dieses Angebot wurde erneut im Bayerischen Rundfunk berichtet. Und unsere Produkte aus Sprachlehrforschung sind es auch, die die meisten Einnahmen reinholen. So gelang es uns, 2015 mit Zuwendungen, Spenden und Gebühren zum ersten Mal einen Überschuss zu erwirtschaften. Bei der letzten Stadtratssitzung habe ich die Zahl bereits genannt. Es waren sage und schreibe 45.770,55 EUR. Und das bereits im dritten Betriebsjahr einer Bildungseinrichtung!

Lassen Sie mich nun einen Abschlussbericht über die gut 3 Jahre geben. 2012 hat sich der Stadtrat Pappenheim mich als Leiter des Europäischen Haus Pappenheim ausgesucht. Die Stadt hat sich dabei eine Person ausgesucht, von deren zusätzlichen Qualifikationen sie gewissermaßen gratis profitieren konnte. Der Stadtrat hatte mir für drei Jahre eine Liste von Zielen gegeben. Ich habe bereits mehrfach vor diesem Gremium gezeigt, dass wir die Ziele bereits nach eineinviertel Jahren erreicht hatten, also nach nicht einmal der Hälfte der Zeit. In der verbleibenden Zeit habe ich mich um die weitere Profilierung des EHP gekümmert, damit wir überregionale Bekanntheit erreichen. Zur Erreichung der Ziele bzw. für den Zeitraum von dreieindrittel Jahren hat der Stadtrat mir bei meiner Anstellung städtische Eigenmittel in Höhe von gut 240.000 EUR zur Verfügung gestellt. Wie viele Eigenmittel waren nun wirklich mit Ablauf des Jahres 2015 von der Stadt Pappenheim aufzubringen gewesen? Nach den Zahlen der Stadtkämmerei sind dies lediglich rund 127.000 EUR. In diesem Betrag sind allerdings auch die Reinigungskosten für die Tourist-Info und das benachbarte Gebäude einschließlich der öffentlichen Toiletten eingerechnet. Rechnet man nur den ungefähren Anteil der Reinigung für den EHP-Betrieb ein, dann hat die Stadt Pappenheim sogar nur rund 98.000 EUR für das EHP tragen müssen – nicht einmal die Hälfte der vom Stadtrat genehmigten Mittel.

Allerdings habe ich immer versucht, gesamtunternehmerisch zu denken. Das empfand ich als Pflicht gegenüber der EU, die eine große Summe in dieses Haus investiert hat und auch weiterhin zu investieren bereit war. Für mich war der gesamtökonomische Aspekt meiner Funktion wichtig. Dies drückt sich nicht allein in einer Zahl der städtischen Mittel aus. Mir war es immer wichtig, etwas zu schaffen, dass der Stadt und der Region mehr Kaufkraft bringt. Vieles nennt sich “europäisch”, aber wir wollten dieses Etikett ernst nehmen -- durch Alleinstellungsmerkmale, durch ein besonderes hochwertiges Profil: (1) echt europäisch an Themen rangehen, (2) komplexe Zusammenhänge aufdecken und allgemein verständlich darstellen (oft humorvoll), (3) hocheffiziente Sprachlehrmodelle anbieten. Es war ein Profil mit Alleinstellungsmerkmalen, wie sie mir und meinem Team mit unseren Persönlichkeiten möglich war: Wilma Vogel, Claudia Sand, Sandra Schweihofer und Bea Klüsener.

Ich danke außerdem für die Unterstützung durch alle echten Freunde des EHP, in der Tourist-Info, im Kunst- und Kulturverein, im Städtepartnerschaftsverein, im Heimat- und Geschichtsverein. [....]

Ein solches Projekt wird im Idealfall nicht einfach nur bearbeitet, sondern belebt. Nur so kamen deutsche Gäste von Weltrang sogar ins kleine Pappenheim. Und wenn dank unseres Profils Personen aus Paris und Rom sogar wiederholt nach Pappenheim gekommen sind, dann zeigt dies, dass wir mit unserem besonderen Profil in Teilen sogar schon internationale Attraktivität erreicht haben. Wir haben so viele Beziehungen und soviel Vertrauen in unsere Arbeit geschaffen, dass wir sogar schon für ein Jahr eine halbe Lehrkraft gratis hätten haben können.

Noch wichtiger aber war mir, dass wir die komplexe Welt allgemeinverständlich und oft auch humorvoll erklären. Mir war wichtig, dass wir etwas Neues schaffen, das der breiten Bevölkerung einen Mehrwert bringt. Ich selbst war beteiligt an über 100 Veranstaltungen allein in Pappenheim [...]. Für einen Mehrwert an Wissen und Können. Ein Mehr an Sprachkompetenzen, an politischer Aufgeklärtheit – überparteilich, rein auf der Grundlage von Beobachtungen der ökonomischen Wirklichkeit – ein Mehr an Bewusstsein über gemeinsame Geschichte und Werte, Bewusstsein für die Bedingungen von Frieden statt Krieg in Europa und der Welt, Bewusstsein für mehr Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität. Für mehr Miteinander statt Gegeneinander.

Denn dafür wollte die Europäische Union gemäß Lissabon-Vertrag ursprünglich stehen. All dies in den nächsten Jahren zu intensivieren, dafür wären finanzielle Mittel von verschiedenen Partnern bereits gesichert und eine Reihe von Ideen begonnen gewesen. Auch mit Partnern. Der Stadtrat hat allerdings einen Rückzieher gemacht. Doch zumindest wir im EHP wollen in diesem europäischen Sinne demnächst noch eine letzte Veranstaltung halten.”


Hier einige Beiträge in der Lokalpresse:

Weißenburger Tagblatt 1

Weißenburger Tagblatt 2

Der Skribent: Pappenheim aktuell

29.01.16: Februar-Programm im EHP

Aufgrund des Erfolgs im vergangenen Jahr findet auch in diesem Februar wieder ein europäischer Kurzfilmabend im EHP statt. Die Veranstaltung wird durch die Offene Behindertenarbeit (OBA) unter Federführung von Lisa Strixner in Kooperation mit dem EHP und dem Kunst- und Kulturverein Pappenheim (KuK) organisiert. Der Termin ist am 19.02., von 19 bis 21 Uhr, im EHP.

Am Sonntag, 21.02., findet von 19 bis 21 Uhr, das nächste Europa-PubQuiz statt. Wie üblich werden vor allem solche europabezogenen Fragen gestellt, bei denen man nicht Details wissen muss, sondern aufgrund von übergreifenden Prinzipien antworten kann. Die Fragen werden aus den Bereichen Geschichte, Erdkunde, Musik und Kunst, Alltagskultur, Politik und Regionales stammen. Es können Teams von maximal 4 Personen mitmachen. Startgebühr sind 3 EUR. Der Gesamteinsatz geht zur Hälfte ans Siegerteam und zur anderen Hälfte ans EHP.

Für die Veranstaltungen wird um Anmeldung gebeten, und zwar telefonisch unter 09143/606-60 oder über die eMail-Adresse ehp(at)pappenheim.de.

 

20.01.16: Sprach- und Sachgeschichte mit Milchprodukten

Grzega: Milchprodukte und deren Namen

 

Bei der jüngsten Veranstaltung im EHP wurde Essen mit Lernen verknüpft. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega veranschaulichte, wie Sprachgeschichte mit Sachgeschichte zusammenhängt. Für diesen ersten Abend in der neuen Reihe “Sprach- und Sachgeschichte mit Genuss” hatte er das Thema Milchprodukte gewählt: Dazu hatte Grzega für jeden Teilnehmer einen speziellen Teller sowie ein Büffet mit verschiedenen Milchprodukten vorbereitet: Milch, Rahm, Butter, Käse, Quark, Joghurt, Pudding und Eis. Zu diesen gab er im Verlauf der Veranstaltung auf lockere Weise einige europaweite Informationen. So erklärte er etwa, dass hinter manchen Milchprodukt-Ausdrücken einfach das Bild “in Form gebrachte gegorene Milch” steckt: in italienisch “formaggio” (Form!) genauso wie im bairischen “Topfen” (Topf-Form!) und im westslawischen “twarog”, von dem etwa das deutsche “Quark” stammt. Viele europaweit beliebte Milchprodukte stammen ursprünglich aus dem europäischen Süden oder Osten. Dass dagegen “Pudding” aus England stammt, zeigt die Endung “ing” (wie in “Training” und “Piercing”). Das deutsche Wort “Butterbrot” hat es sogar ins Russische geschafft. Dort bezeichnet es allerdings, wie in vielen Gegenden Deutschlands und darüber hinaus ebenso, sogar ein belegtes Butterbrot. Eingeführt wurde das Butterbrot im 14. Jahrhundert als leicht transportable Zwischenmahlzeit neben den zwei Hauptmahlzeiten. Grzega beschrieb auch, wie viele Käsenamen ursprünglich einen Ortsbezug hatten, etwa zur Stadt Camembert oder zum Emmental. Bei steigender Beliebtheit der Käsesorte wurde diese dann aber oft auch andernorts kopiert und der Begriff einfach übernommen. So wurde Camembert bald zu jeder Art Weichkäse mit Weißschimmel und Emmentaler zu jedem Käse mit Löchern, die ursprünglich versehentlich durch Verunreinigungen zu Stande kamen. Oftmals führte dieses Nachahmen von Käsesorten zu juristischen Streitigkeiten und schließlich zum Schutz von Bezeichnungen. Grzega erwähnte auch, wie EU-subventionierte Billigstmilchprodukte, die in sogenannte Entwicklungsländer verkauft werden, der Entwicklung der dortigen eigenen Milchprodukte-Wirtschaft schaden. Zum Schluss wurde ein Milcheis serviert, wie es als Verkaufsidee im 19. Jahrhundert von verarmten Bauern aus den Dolomiten nach Mitteleuropa kam. Deshalb heißen noch heute viele Eiscafés “Dolomiti”. Die neue Veranstaltungsreihe hat auch neue Besucher ins EHP gelockt, denen die Milchprodukte sichtlich mundeten. Sie hoffen auf eine Fortsetzung der Reihe.

 

 

02.01.16: Januar-Programm im EHP

Das EHP-Programm für Januar bietet Bewährtes und Neues. Am Sonntag, 17. Januar, 19 bis 21 Uhr, findet wieder einmal ein Europa-Pub-Quiz statt. Vom 15. bis 17. Januar, jeweils von 9 bis 17 Uhr, wird ein Deutsch-Kurs nach dem effizienten Modell “Sprach-Not-Arzt” angeboten. Die Teilnahmegebühr ist 120 EUR; wer jedoch derzeit kein entsprechendes Einkommen hat, kann den Betrag auch erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen. Anmeldeschluss ist der 8. Januar. Zum anderen versucht das EHP eine neue Reihe mit dem Titel “Sprach- und Sachgeschichte mit Genuss”. Diese verbindet ein kulinarisches Angebot mit Kulturgeschichte. Den Auftakt bildet das Thema “Milchprodukte”. Welche Wörter gibt es in diesem Bereich in europäischen Sprachen, und was verraten uns diese über Herkunft, Zweck, Machart und ökonomische Bedeutung? Referent ist EHP-Leiter Joachim Grzega. Die Veranstaltung findet am Montag, den 18. Januar von 18.30 bis 20.00 Uhr statt. Der Anmeldeschluss ist aber bereits am 11. Januar. Der Unkostenbeitrag für das Büffet beträgt 5 EUR. Anmeldungen können telefonisch unter 09143/606-60 oder über die eMail-Adresse ehp@pappenheim.de erfolgen.

 

29.12.15: Essay für mehr Frieden, in und mit Europa

Zum Jahresabschluss hat EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega für alle Leser einen Essay zum Nachdenken verfasst. Er trägt den Titel: “Mehr Balance für mehr Frieden – in Sprache und Ökonomie”. Er ist auf deutsch und englisch auf den EHP-Webseiten verfügbar und befasst sich mit sprachlichen und ökonomischen Aktivitäten der EU, die Frieden behindern; ferner gibt Ideen für friedfertigere Wege.

Zu diesem Thema bietet sich auch an, an Charlie Chaplins Meisterwerk “Der große Diktator” zu erinnern. Es kam vor 75 Jahren heraus. In der Schluss-Szene geht es ebenfalls um den Aufruf zu einem friedfertigeren Verhalten. Die Hauptfigur ist ein jüdischer Friseur, der aufgrund des äußerlichen Aussehens mit dem Diktator Hynkel (eine Parodie auf Hitler) verwechselt wurde. Er soll nun eine Rede vor dem Volk halten und sagt Folgendes: “Es tut mir leid, aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht. Ich möchte weder herrschen noch irgendwen erobern, sondern jedem Menschen helfen wo immer ich kann; den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen. Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des Anderen teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug um jeden von uns satt zu machen. Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein, wir müssen es nur wieder zu leben lernen! Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet, und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderben und Blutschuld geführt. Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehengeblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten, und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen und unser Wissen kalt und hart. Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig. Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte. Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert. Aeroplane und Radio haben uns einander nähergebracht. Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen von Mensch zu Mensch, die erfassen eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden. Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören. Millionen verzweifelter Menschen, Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unschuldige zu quälen und in Ketten zu legen. Allen denen, die mich jetzt hören, rufe ich zu ‘Ihr dürft nicht verzagen!’. Auch das bittere Leid, das über uns gekommen ist, ist vergänglich. Die Männer die heut die Menschlichkeit mit Füßen treten, werden nicht immer da sein! Ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen, und auch ihr Hass...”

 

17.12.15: Studie zu Deutsch-Lehrkonzept und andere Eurolinguistik-Themen veröffentlicht

Joachim Grzega mit aktuellem Eurolinguistik-Band

Joachim Grzega, Leiter des EHP und Professor an der Universität Eichstätt-Ingolstadt, hat eine Auswahl der Vorträge herausgegeben, die im Frühjahr auf der internationalen Eurolinguistik-Tagung im EHP vorgestellt wurden. Sie sind online unter www.eurolinguistix.com zugänglich. Die Autoren stammen aus Deutschland, Österreich, Italien und Bulgarien. Dabei werden etwa die besonderen Vorteile der europäischen Sprachen als Forschungsgegenstand und der Bedarf spezieller Methoden aufgezeigt. Ein Beitrag zeigt, wie Engländer sich im 16. und 17. Jahrhundert im Verhältnis zu Europa sahen – mal als Teil Europas, mal als etwas davon Getrenntes. Gezeigt wird auch, wie Eigennamen manchmal in mehreren europäischen Sprachen zu Normalwörtern werden. Ein weiterer Aufsatz zeigt, dass auch das in der Eurolinguistik etwas stiefmütterlich behandelte Bulgarische bezüglich seines Wortschatzes typisch europäisch ist. Ferner wird gezeigt, dass europäische Universitäten ihre englischen Internet-Seiten mittlerweile immer mehr so gestalten, dass sie nicht nur informieren, sondern auch ausländische Studierende anziehen. Joachim Grzega selbst berichtet über Forschungsergebnisse zu seinem Deutsch-Lehrkonzept für Migranten und Flüchtlinge: den “Sprach-Not-Arzt”. Dieses Konzept hat Grzega zusammen mit zwei ehemaligen Eichstätter Studentinnen entwickelt und stellt es mittlerweile in ganz Bayern und darüber hinaus vor. Im Artikel wird aufgezeigt, wie durch ein ausgeklügeltes System aus Bildern, Lehrersprache, Pantomime, Übungstypen und Lehrerverhalten das Konzept deutlich effizienter als herkömmliche Deutsch-Lehrmodelle sein kann. Den Abschluss des Bandes bildet eine Stellungnahme, die die Teilnehmer am Ende der Tagung verfasst haben, um die Notwendigkeit der Eurolinguistik als eigenes akademisches Fach zu unterstreichen. Für April 2016 ist dann die bereits vierte internationale Eurolinguistik-Tagung im EHP geplant. Das Rahmenthema lautet “Europäische Sprachen und gesellschaftliche Themen”. Näheres dazu findet sich unter http://ehp.pappenheim.de/forschung/eurolinguistics-conference/.

 

21.10.15: Aktualisierte Lehrmaterialien zum Konzept Sprach-Not-Arzt jetzt online

Eine verbesserte Version des Lehrgehefts “Sprach-Not-Arzt” für die Altersgruppe ab 16 ist nun online (http://www.sprach-not-arzt.de), und zwar in zwei Varianten: eine mit erweiterten englischen Hilfen, die andere mit arabischen Hilfen. Neben kleineren Optimierungen gibt es nun auch Dialoge für weitere Situationen. Entsprechend wurden auch die Hinweise für die Lehrkräfte aktualisiert. Wer nicht die Möglichkeit hat, 136 Seiten farbig zu drucken, kann die neuen Gehefte ab 1. November beim EHP bestellen (Vorbestellungen sind ab sofort möglich). Ebenfalls zur Verfügung stehen Hilfen zur schnellen Vermittlung von Lesekompetenz in lateinischer Schrift sowie ein aktueller Forschungsbericht. Selbstverständlich gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, Lehrer-Schulungen zur Sprach-Not-Arzt-Methode oder Sprach-Not-Arzt-Kurse für Migranten und Flüchtlinge zu buchen bzw. zu besuchen. Das EHP kann ferner auch beauftragt werden, die Sprach-Not-Arzt-Prinzipien auf andere Sprachen zu übertragen.

 

09.09.15: EHP-Leiter Grzega hielt Hauptvortrag bei internationaler Konferenz in Innsbruck

Grzega (links) diskutiert mit internationalen Akademikern an der Uni Innsbruck

Die Arbeit von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega findet auch immer mehr internationale Anerkennung. So war er nun zu einer Sprachwissenschaftler-Tagung an die Universität Innsbruck eingeladen. Dort hielt er einen Hauptvortrag über seine Arbeit vor Akademikern aus vielen EU-Ländern, der Schweiz, Russland, Georgien, Südkorea und Japan. Insbesondere sollte Grzega sein Sprachlehrkonzept Sprach-Not-Arzt demonstrieren, da dieses nach der derzeitigen Forschungsliteratur die effizienteste Deutsch-Lehrmethode für Migranten und Flüchtlinge darstellt. Gleichzeitig verdeutlichte Grzega, dass wir auch wegen unseres wirtschaftspolitischen Wortschatzes die Zusammenhänge zwischen westlicher Politik und den Zuständen in den Ländern der Flüchtlinge und Migranten nicht immer klar sehen. Für ein differenziertes Denken sei vorteilhaft, dass es bereits alternative wissenschaftlich begründete Modelle wie die ökosoziale Marktwirtschaft mit Global Marshall Plan gebe. Schließlich erwähnte der Hauptorganisator noch Grzegas internationale Eurolinguistik-Tagungen im EHP. Grzega nutzte die Gelegenheit, um das Altmühltal auch für weitere Konferenzen anzupreisen.

 

 

 

01.08.15: Europa-Pub-Quiz mit russischen Teilnehmern

Es war ein sehr aktiver Tag für das EHP-Team. Tagsüber noch beim Europäischen Waldfest mit Quiz (die Gewinner wurden inzwischen benachrichtig), spätnachmittags dann Pub-Quiz im EHP. Das letzte Europa-Pub-Quiz war dabei etwas ganz Besonderes. Neben deutschen Teilnehmern waren diesmal auch 25 russische Teilnehmer dabei – Mitglieder im Chor der Technischen Universität Moskau. Diese waren im Landkreis auf Einladung des Weißenburger Unternehmers Karl Feil, der auch den Kontakt zum EHP aufgenommen hatte. Um die sprachlichen Distanzen zu überwinden, war das Quiz diesmal eine bunte Mischung aus Deutsch, Englisch und Russisch. Die Moskauer Gäste erfuhren dank der speziell ausgesuchten Fragen unter anderem etwas über die europäische Kulturgeschichte, etwas über die im EUROLINGUA-Museum gezeigte Sprachgeschichte Europas, etwas über die für den Mittelstand und die Bürger negativen Folgen moderner Freihandelsabkommen und etwas über weitverbreitete Falschaussagen über Griechenland. Dazu gab es entsprechende Empfehlungen für Bücher, die sowohl auf deutsch als auch auf englisch verfügbar sind. Das EHP ermöglichte der Moskauer Gruppe zu einer reduzierten Gebühr teilzunehmen, und das Gewinnerteam spendete am Ende seinen Betrag für die Reisekasse der russischen Gäste. Der Moskauer Chor bedankte sich musikalisch. Auch die beiden Quiz-Master, EHP-Leiter Joachim Grzega und EHP-Botschafterin Bea Klüsener, verabschiedeten sich dieses Mal mit einem mehrsprachigen Lied von ihrem Publikum.

Wilma Vogel + Joachim Grzega beim Waldfest
EHP-PubQuiz international

28.07.15: MdEP Lochbihler sprach über Menschenrechte

Uwe Sinn, Barbara Lochbihler, Joachim Grzega

“Das war ein würdevoller Abschluss”, kommentierte EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega die letzte Veranstaltung in der Reihe mit bayerischen EU-Parlamentariern. Diesmal konnten er und Bürgermeister Uwe Sinn die EU-Abgeordnete Barbara Lochbihler begrüßen. Lochbihler sprach zum Thema Menschenrechte. Dabei erteilte sie Äußerungen eine Absage, die die EU nur als wirtschaftliche Union sehen wollen oder wegen Medienwirksamkeit besonders hart gegenüber Nicht-EU-Bürgern klingen möchten. Die EU sei jedoch von anderen Regionen bislang immer für den so großen Einsatz für Menschenrechte bewundert worden. Die EU gelte als “soft power” (“weiche Macht”) in der Welt. Deshalb sollte es auch keine europäische Armee geben. Durch ihre vielen Reisen konnte sie anschaulich von verschiedenen Konfliktregionen in der Welt und globalen Problemen berichten, etwa dem weltweiten Drogen-, Waffen- und Menschenhandel. Die humanitären Krisen seien eine große Herausforderung für die EU. Dabei müsse man sehr genau untersuchen, welche Probleme getrennt zu betrachten seien und welche Aspekte zusammenhingen. Bei der Flüchtlingsproblematik gibt es für Lochbihler zu viele Konzepte für die Abschottung der EU; man müsse sich eher überlegen, wie man den Schleppern die Geschäftsgrundlage entziehe. Dazu müsse es auch eine bessere Europäisierung der Grenzpolitik geben. Das Flüchtlingsthema spielte auch in der Diskussion eine große Rolle, saßen im Publikum doch einige, die sich ehrenamtlich um Flüchtlinge kümmern. Nähere Auskünfte zu Barbara Lochbihlers Ideen durch ihre Arbeit im EU-Ausschuss für Menschenrechte findet man in der Broschüre “Zutritt für Flüchtlinge verboten – Menschenrechtsverletzungen an den Außengrenzen der Europäischen Union”. Sie ist über Frau Lochbihlers Büro erhältlich.

 

13.07.15: Pub-Quiz als letzte EHP-Veranstaltung vor Pause

Joachim Grzega + Bea Klüsener

Als Leiter des EHP bietet Joachim Grzega stets die Möglichkeit zu speziellen Veranstaltungen. Die letzte öffentliche Veranstaltung in diesem Sommer wird jedoch kommendes Wochenende sein. Das EHP lädt alle Interessierten herzlich dazu ein. Direkt nach der Teilnahme am Europäischen Waldfest wird am Sonntag, 19. Juli, im EHP von 17 Uhr bis 18.30 Uhr ein weiteres Europa-Pub-Quiz stattfinden. Wie gewohnt wird Quizleiter Joachim Grzega, assistiert von EHP-Botschafterin Bea Klüsener, vor allem solche europabezogenen Fragen stellen, die man nach übergreifenden Prinzipien beantworten kann, statt mit Detailwissen. Die Fragen werden aus den Bereichen Geschichte, Musik und Kunst, Alltagskultur, Politik und anderen stammen. Es können Teams von maximal 4 Personen mitmachen. Der Einsatz beträgt 3 EUR pro Person (Teilnehmer bis 14 Jahre: 1 EUR). Das Gewinnerteam erhält die Hälfte aller Einsätze. Das EHP-Team hofft auf viele seiner Stammgäste und will sich im Rahmen des Pub-Quiz auch musikalisch für die Treue bedanken.

 

 

04.07.15: EU-Abgeordnete Barbara Lochbihler kommt ins EHP

MdEP Barbara Lochbihler

Am Freitag beschließt Barbara Lochbihler die Reihe des EHP, bei der EU-Abgeordnete über ihre Arbeit in den Ausschüssen berichten. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega freut sich, dass er mit Lochbihler nun auch eine Expertin für Menschenrechte gewinnen konnte -- gerade mit Blick auf die derzeitige Flüchtlingsthematik. Barbara Lochbihler ist seit 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments. Seit dieser Zeit sitzt sie auch in dessen Ausschuss für Menschenrechte; von 2011 bis 2014 war sie sogar Ausschuss-Vorsitzende. Seit Juli 2014 ist die Allgäuerin zudem außen- und menschenrechtspolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion im EU-Parlament. Mit dem Thema Menschenrechte beschäftigt sich die studierte Sozialpädagogin und Politologin schon seit vielen Jahren, sowohl hauptberuflich als auch ehrenamtlich: Eine Reihe von Jahren leitete sie ein Alten- und Servicezentrum und gründete eine Alten-Wohngemeinschaft. 1992 wurde sie Generalsekretärin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit in Genf, die bei den Vereinten Nationen Beraterstatus hat. Von 1999 bis zu ihrer Wahl als EU-Abgeordnete war sie Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International. Sie ist ferner Mitglied im Koordinierungskreis des Forums Menschenrechte, im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte, im Beirat des European Center for Constitutional and Human Rights. Die Veranstaltung mit Barbara Lochbihler beginnt im EHP am 10. Juli bereits um 16.30 Uhr. Die Veranstaltung ist frei. Zur besseren Organisation wird jedoch um Anmeldung gebeten.

 

30.06.15: EU-Abgeordnete Kerstin Westphal sprach im EHP

Kerstin Westphal

Die EU-Parlamentarierin Kerstin Westphal war bereits das dritte Mal in Pappenheim zu Gast. Unter dem Eindruck der Wahlen in Dänemark sprach sie bewegt über die Gefahren für Europa durch das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte. Alle demokratischen Kräfte müssten hier entgegenwirken. Das Haus Europa sei gut, müsse aber renoviert werden. Der Schwerpunkt ihres Vortrags lag bei ihrer konkreten Arbeit im Ausschuss für regionale Entwicklung. Der Ausschuss gestaltet unter anderem die Aufteilung der EU-Fördergeldern bis auf die Landesebene. Westphal hat sich außerdem für die Einrichtung eines Städtebeauftragten eingesetzt, der die Themen der EU-Kommissare gerade mit Blick auf kleinere und mittlere Städte zusammenführt. Im aktuellen Förderzeitraum stünden für Bayern knapp eine halbe Milliarde Euro für die regionale Entwicklung zur Verfügung; hinzu kämen 300 Millionen Euro für den Sozialfonds. Es liege dann in bayerischer Hand dafür Sorge zu tragen, dass die EU-Fördermittel auch bei den Bürgern ankämen. Dabei habe man ein Partnerschaftsprinzip durchgesetzt: die bayerische Staatsregierung müsse bei der Verteilung mit Städtetag, Landkreistag, Wirtschaftsorganisationen und Non-Profit-Organisationen zusammenarbeiten. Mit Fördergeldern würde der demografische Wandel jedoch Chancen bieten. Erster Bürgermeister Uwe Sinn verwies dabei auf die vielen Projekte in Pappenheim, hinter denen EU-Fördergelder steckten, etwa das Neue Schloss, das Büchelehaus, das Dekanat und eben das EHP. Kerstin Westphal unterstrich, dass das EHP und sein Leiter, Prof. Dr. Joachim Grzega, unter Parlamentariern in Brüssel als richtungsweisendes Modell für eine europäische Basisarbeit gesehen würde. Bildungseinrichtungen seien für kleinere Orte wichtig. Wenn sie fehlen, sei dies mit eine Ursache, wenn Orte aussterben. Für ihren engagierten Vortrag erntete Kerstin Westphal viel Applaus. Die nächste öffentliche Veranstaltung im EHP wird von der SPD-Landtagsfraktion organisiert und stellt erneut die Bildung ins Zentrum: ein Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Schuster am Mittwoch, 1. Juli, ab 18 Uhr.

25.06.15: EHP für Schüler

Joachim Grzega vor Donauwörther Schülern
Training für die Friedensfahrt nach Oradour

Auf Einladung von Studiendirektor Rolf Eckhardt war EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega zu Gast an der Berufsschule Donauwörth. Er hat dabei demonstriert, wie man auch 40 Personen aktivierend unterrichten kann, damit Englisch und interkulturelle Kompetenz trainiert werden. Englisch versteht Grzega dabei als echt globales Verständigungsmittel. Das bedeutet, dass auch eine andere Art Englisch vermittelt werden muss als im traditionellen Englisch-Unterricht, bei dem man am Ende so wie ein Amerikaner oder Brite sprechen soll. Mit seinem Konzept Basic Global English hat Grzega auch schon Grundschülern Englisch auf schnellere Art beigebracht als in traditionellen Modellen. Das hat den Kindern zu mehr Europa-Kompetenz verholfen. Englisch als globales Verständigungsmittel zu sehen, das bedeutet jedoch nicht, dass andere Sprachen damit entwertet werden sollen. Daher haben EHP-Leiter Grzega und Pappenheims 1. Bürgermeister, Uwe Sinn, ein Grußwort für ein Schülerprojekt des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Erlangen auf Deutsch und Französisch verfasst. Die Erlanger Schülergruppe mit ihrem Lehrer Oberstudienrat Christian Jechnerer führt demnächst mit dem Fahrrad eine Friedensfahrt nach Oradour durch – in Gedenken an das von deutschen SS-Soldaten verübte Massaker von Oradour und anlässlich der 20-jährigen Bezirkspartnerschaft Mittelfranken-Limousin. Dazu wurden alle mittelfränkischen Städte mit Partnerschaft im Limousin um ein Grußwort gebeten. Dieses wurde nun per Fahrrad im EHP abgeholt. Näheres zur Friedensfahrt nach Oradour unter https://asglimoges.wordpress.com. Joachim Grzegas alternative Sprachlehr-Methoden kann man demnächst in einem SprachFitnessStudio Russisch kennen lernen (3./4. Juli). Schulklassen können auf Anfrage außerdem das EUROLINGUA-Museum besuchen und Europa-Sprachgeschichte interaktiv erleben.

 

10.06.15: EU-Abgeordnete Kerstin Westphal kommt ins EHP

Kerstin Westphal

Das EHP ist für EU-Abgeordnete Kerstin Westphal aus Schweinfurt keine unbekannte Einrichtung. Sie war bei der Eröffnungsfeier im Oktober 2012 als Gastrednerin vertreten und hatte auch schon im Vorfeld beim Aufbau unterstützt. Nun kommt sie in der Reihe “Wozu da die EU?” erneut nach Pappenheim. Neben ihrer Arbeit als Erzieherin in Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung sammelte sie viele Jahre Erfahrung in der Kommunal- und Regionalpolitik, bevor sie 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments wurde. Sie ist heute darüber hinaus Präsidiumsmitglied der BayernSPD und Vorstandsmitglied der Unterfranken-SPD. Im Rahmen ihrer EU-Tätigkeit ist sie nicht nur Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, sondern auch Mitglied im Ausschuss für Regionale Entwicklung. Von letzterem wird sie schwerpunktmäßig im EHP berichten, und zwar am Freitag, 19. Juni, von 18.30h bis 20.00. Die Veranstaltung ist frei. Jedoch wird um vorherige Anmeldung gebeten.

 

28.05.15: Radio B5 berichtet über die Sprachen-Schnellkurse im EHP

Wenn das Ziel des Sprachunterrichts sein soll, dass man möglichst rasch zentrale Gesprächskomptenzen für die wichtigsten Situationen erwirbt, bietet das EHP auch im internationalen wissenschaftlichen Vergleich höchsteffiziente Lehrkonzepte. Unter dem Stichwort “Sprachnotfallkoffer” hat Radio B5 aktuell von zwei der Schnell-Lernkonzepte des EHP berichtet: dem 1-Tages-Konzept “SprachFitnessStudios” für Touristen und dem 3-Tages-Konzept “Sprach-Not-Arzt” für Migranten und Flüchtlinge. der Beitrag kann unter folgendem Link angehört werden:

http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/mittags-in-franken/sprachnotfall-koffer-sprach-kurse-in-pappenheim-100.html

Der nächste Sprach-Not-Arzt findet vom 5.-7. Juni statt, das nächste SprachFitnessStudio (Russisch) am 03./04. Juli.

19.05.15: EU-Abgeordneter Ertug machte Transport zu spannendem Thema

MdEP Ismail Ertug

Mancher mag sich gedacht haben, das Thema “Transportwesen in der EU” sei wenig interessant. Ismail Ertug (SPD), Mitglied des EU-Parlaments und dessen Ausschuss für Transport und Tourismus, konnte dem EHP-Publikum jedoch zeigen, wie spannend und letztlich zentral das Thema sei. Transport sei Segen und Fluch zugleich, so Ertug. Es sei eine hochspannende Aufgabe, nach Lösungen zu suchen, die den Verkehr so lenken, dass er die übergeordneten Klimasschutzziele erfülle und weder für Private noch für Unternehmen ein Problem darstelle. Und was wäre dabei ein gerechtes Benutzerzahlprinzip? Gerade für Bayern sei all dies eine zentrale Frage, ist dieses doch das Tor zu Ost- und Südost-Europa. Doch auch Deutschland insgesamt müsse sich immer wieder bewusst machen, dass Infrastruktur-Sanierung kein Luxus-Projekt sei, sondern von zentraler Notwendigkeit. In den letzten Jahren sei Deutschland in der Infrastruktur-Bewertung der Worldbank von Rang 2 auf 12 abgerutscht. Ertug erzählte dabei auch sehr persönlich, wie schwierig es oft sei, Politik zu betreiben: man dürfe nicht nur auf die Vernunft bauen, sondern muss auch das Bauchgefühl der Bürger sowie die Unternehmenslobby berücksichtigen. Oftmals seien die EU-Gremien die Leidtragenden politischer Kämpfe. Als Beispiel nannte er das Thema Maut. Dieses werde wohl vor dem europäischen Gerichtshof (EuGH) entschieden werden. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass der EuGH die deutsche Maut als unrechtmäßig ansieht. Ertug befürchtet, dass in den Augen der Menschen die EU der Böse sein werde statt diejenigen, die den vorhersehbaren Fehler begangen haben. Sowohl der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages als auch der wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission hatten nämlich im Vorfeld gewarnt, dass die geplante Maut nicht gesetzeskonform sei. Ertug bedauerte, dass gesetzeskonformen Alternativen keine entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet worden sei. Dies mache es umso schwerer, die positiven Aspekte der EU ins Bewusstsein zu bringen. Die EU sei kompromissfähig und hätte mehr Kompetenzen verdient. Wenn jedoch die Bürger überwiegend negative Gefühle bei der EU haben, führten Forderungen nach einer Stärkung der EU oft dazu, dass die Rechtsradikalen als volksnäher erschienen und gewinnen. Die EU-Abgeordneten seien jedoch nicht weit weg, sondern direkt beim Volk. Dies beweise letztlich auch die EHP-Reihe, bei der jeden Monat ein EU-Abgeordneter in den eher kleinen Ort Pappenheim komme.

04.05.15: Abend mit EU-Parlamentarier Ismail Ertug und andere Mai-Veranstaltungen

Ismail Ertug

Das Mai-Programm des EHP hat wieder Angebote in mehreren Bereichen. Das nächste EHP-Pub-Quiz findet am Sonntag, den 10. Mai, von 19 bis 21 Uhr statt – auch diesmal im oberen EHP-Saal. Der Termin für den nächsten Sprach-Not-Arzt im EHP selbst ist 14.-16. Mai, jeweils 9-17 Uhr (Anmeldung erforderlich). Am 17. Mai, 11 Uhr, im Haus der Bürger (Klostergasse 14, Pappenheim) beteiligen sich EHP-Leiter Joachim Grzega und EHP-Botschafterin Bea Klüsener musikalisch an der Vernissage zur Ausstellung mit ausgewählten Werken von Hélène de Beauvoir, die vom Kunst- und Kulturverein Pappenheim organisiert worden ist.

Die nächste EHP-Veranstaltung ist jedoch bereits Freitag, 8. Mai, 18.30-20.00. Dort begrüßt das EHP den nächsten EU-Parlamentarier: Ismail Ertug. Ertug wurde erstmals 2009 in das Europäische Parlament gewählt. Zuvor war der heute 39-Jährige sechs Jahre lang Stadtrat in seiner Heimatstadt Amberg. Seit Beginn seiner EU-parlamentarischen Arbeit ist der gelernte Industriekaufmann Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr. Ertug wird unter anderem das Thema “Maut auf deutschen Autobahnen” aus europäischer Sicht beleuchten. Seit 2014 ist Ertug im EU-Parlament auch als Koordinator der europäischen Sozialdemokraten für Transport- und Tourismuspolitik. Außerdem ist er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie Mitglied mehrerer Delegationen für die Beziehungen zu anderen Ländern. Neben der Arbeit in den offiziellen Parlamentsgremien ist Ertug Ko-Vorsitzender der „Friends of Turkey“, einem Zusammenschluss von mehr als 70 EU-Abgeordneten des Europäischen Parlaments aller Fraktionen, die die europäische Integration der Türkei fördern wollen. Darüber hinaus veröffentlicht Ismail Ertug Artikel zu einem breiten Spektrum an Themen. Der Eintritt zur EHP-Veranstaltung ist frei. Zur besseren Organisation wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten.

 

27.04.15: Rückblick auf die 3. internationale Eurolinguistik-Konferenz im EHP

Im EHP fand vor Kurzem die dritte internationale Eurolinguistik-Tagung statt. Die Eurolinguistik ist die Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten europäischer Sprachen sucht. Das EHP ist durch die Arbeit von Joachim Grzega und etlichen Studierenden der Universität Eichstätt-Ingolstadt mittlerweile ein Zentrum der Europaforschung im Bereich Sprachen geworden. Deutsch, österreichisch, italienisch, schwedisch, bulgarisch und ukrainisch – so die Nationalitäten der TeilnehmerInnen, die an 3 Tagen im EHP über ihre Forschungsergebnisse berichteten. Für EHP-Leiter Grzega ist wichtig, wissenschaftliche Erkenntnisse einem breiten Publikum zu vermitteln. Wissenschaftliche Arbeit werde meist von der Allgemeinheit gezahlt, daher dürfe diese erwarten, dass man Erkenntnisse entsprechend für die Allgemeinheit aufbereitet. Daher gab es auch diesmal einen Teil, bei dem einige TeilnehmerInnen ihre Forschungsergebnisse allgemein verständlich darlegten. Zunächst illustrierte Grzega selbst, dass in den Zeitungen verschiedener EU-Länder über andere Nationen gerne als “Freunde” gesprochen wird; dies gelte auch für Russland, während in den USA lieber von “Verbündeten” die Rede sei. Solche Erkenntnisse können zur Verbesserung diplomatischer Gespräche beitragen. Danach zeigte Grzega zusammen mit EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener, die auch Dozentin an der Universität Eichstätt-Ingolstadt ist, wie Engländer das Wort “Europa” in verschiedenen Jahrhunderten verwenden: manchmal England einschließend, manchmal England ausschließend. Danach sprach Prof. Dr. Wolfgang Pöckl von der Universität Innsbruck, der schon das dritte Mal dabei war. Er veranschaulichte, wie Eigennamen in mehreren europäischen Sprachen zu Normalwörtern geworden sind, beispielsweise “Casanova”. Solche Gemeinsamkeiten lassen ein europäisches Identitätsgefühl entstehen und sind vor allem für das Übersetzen, für Kultur-Trainings und für Sprachunterricht von praktischem Nutzen. Dr. Laura Ferrarotti von der Universität Rom I stellte vor, wie durch die Kürzung öffentlicher Gelder europäische Universitäten immer mehr mit Webseiten um ausländischen Studierende werben müssten. Viele italienische Universitäten würden dabei aber noch immer eher rein informative Webseiten haben, während an vielen nicht-italienischen Universitäten Texte im werbesprachlichen Stil normal sind. Prof. Dr. Alwin Fill von der Universität Graz sprach über Ökolinguistik, einen Zweig der Sprachwissenschaft, der ökologische Ideen wie Nachhaltigkeit oder das Verhältnis Mensch-Tier auf Fragen der Sprachwissenschaft übertragen will. Wie reden wir über Tiere? Oder: welche Aspekte berücksicht man bei der Frage, ob man eher Sprachenvielfalt oder vorwiegend Englischkenntnisse fördern soll? Zum Schluss präsentierte Martin Stehr, Studiendirektor an der Senefelder-Schule Treuchtlingen, kurz ein Schülerprojekt, das er gemeinsam mit EHP-Leiter Grzega koordiniert hatte. Schüler hatten dabei durch erste wissenschaftliche Recherchen untersucht, welche lustigen Ersatznamen etwas für Körperteile in europäischen Sprachen gibt und dazu einen Flyer erstellt in Quiz-Form erstellt. Vom Publikum gab es für diesen Nachmittag viel Applaus und positives Feedback an die Wissenschaftler. Der Innsbrucker Sprachwissenschaftler Pöckl zeigte sich beeindruckt von der großen Teilnehmerzahl und wünschte, dass die vielfältige Arbeit im EHP noch lange fortgesetzt werden kann.

Prof. Dr. Joachim Grzega
Bgm. Uwe Sinn
Dr. Bea Klüsener
Prof. Dr. Wolfgang Pöckl
Prof. Dr. Alwin Fill
Dr. Laura Ferrarotti
Prof. Dr. Roswitha Fischer
Erhard Steller
Prof. Dr. Sture Ureland
Oxana Oleinichenko
Polina Choparinova
Die Teilnehmer der 3. Eurolinguistik-Konferenz im EHP
Das Publikum des Eurolinguistik-Nachmittags
Die Gestalter des Eurolinguistik-Nachmittags

24.04.15: EU-Abgeordneter Markus Ferber sprach im EHP

Markus Ferber + Bgm. Uwe Sinn

Paris, London, Pappenheim – so der letztwöchige Reiseplan von Markus Ferber. Das EHP hatte den EU-Abgeordneten für einen Gastvortrag in der Reihe “Wozu da die EU?” gewinnen können. Markus Ferber (CSU) ist seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments. Seit 2014 ist er dort erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Währung. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega freute sich, dass er mit Ferber nun auch einen Vertreter dieses Ausschusses begrüßen konnte, noch dazu einen, der auch schon international für seine Aktivitäten geehrt worden war. Markus Ferber hatte sich über die vielfältige EHP-Arbeit im Vorfeld gut informiert und sprach Grzega und seinem Team dafür seine Anerkennung aus. Eine Reihe, bei der jeden Monat mindestens ein Mitglied des Europäischen Parlaments über seine Arbeit berichtet, sei bislang einzigartig, so Ferber. Der EU-Abgeordnete gab dann zunächst einen sehr anschaulichen Überblick über die Geschichte der Bankenkrise. Davon ausgehend erläuterte er seine eigenen wirtschaftspolitischen Aktivitäten. Neue Regelungen des Bankensektors und des übrigen Finanzsektors seien für ihn zentral geworden, beispielsweise die Einführung eines Handelsverbotes mit hochspekulativen ungedeckten Kreditausfallversicherungen. Er kritisierte die undurchsichtigen Bewertungen von Rating-Agenturen und sprach sich außerdem dafür aus, dass soziale Aspekte im europäischen Wirtschaftsmodell wieder eine stärkere Rolle spielen müssten. Beim Thema Griechenlandkrise wünschte er sich, dass man in Griechenland möglichst rasch das Problem der Steuerhinterziehung angehen werde. In der Fragerunde verwies er auf ein in der öffentlichen Diskussion noch viel zu wenig beachtetes Thema, nämlich die “Bitcoins” genannte digitale Währungseinheit, mit der bisher weitgehend unkontrolliert und wissenschaftlich unbeobachtet Handel über das Internet betrieben werde. Gegen Ende gab es noch einige emotionale Beiträge von Gästen zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP. Ferber entgegnete, dass man als EU-Parlamentarier die Sorgen und Interessen der EU-Bürger sehr gut kenne und auch die Schwächen des nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA berücksichtigen werde. Zum Schluss gab es kräftigen Applaus für Markus Ferber, der fast eine Stunde länger als geplant geblieben war, um mit dem interessierten Publikum zu diskutieren.

 

13.04.15: EU-Abgeordneter Markus Ferber kommt ins EHP

Markus Ferber

Das EHP setzt am 17. April um 18 Uhr 30 seine Gesprächsreihe mit EU-Abgeordneten fort. Diesmal ist der EU-Abgeordnete Markus Ferber zu Gast. Ferber, gebürtiger Augsburger und von Beruf Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik, ist seit über 30 Jahren in politischen Ämtern aktiv. Erstmals wurde er 1994 ins Europäische Parlament gewählt. Von 1999 bis 2014 war er Vorsitzender der CSU-Europagruppe. Seit 2013 ist er Sprecher des Parlamentskreis Mittelstand im Europäischen Parlament, seit 2014 erster stellvertretender Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft und Währung im Europäischen Parlament. Er war aktiv an der Einführung eines Handelsverbotes mit ungedeckten Kreditausfallversicherungen beteiligt. "Das ist ein hochspekulatives Produkt", sagt Ferber. "Im Prinzip ist es das Gleiche, wie wenn sie eine Brandschutzversicherung für ihr Nachbarhaus abschließen, in der Hoffnung, dass das möglichst schnell abbrennt." Bei seinem Besuch im EHP steht nun das Thema Wirtschaft und Währung im Vordergrund – und wie diese auch in den ländlichen Raum wirken. Er wird von seiner Arbeit im Ausschuss berichten und auf die Frage eingehen, welche Dinge europaweit und welche Dinge besser auf unteren Ebenen angegangen werden.


07.04.15: Internationale Experten zeigen den Nutzen von Europa-Sprachforschung

Schon zum dritten Mal treffen sich Sprachforscher aus verschiedenen Ländern im EHP. Joachim Grzega, Leiter des EHP und Professor an der Universität Eichstätt, lädt hier zu seiner dritten Konferenz zur Eurolinguistik, also zur Erforschung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede europäischer Sprachen. Während bei politischer und geschichtlicher Forschung ein europäischer Blickwinkel weit verbreitet ist, wird Sprachforschung immer noch meist national betrieben. National-orientierte Sprachfächer wie Germanistik und Anglistik sind in der akademischen Welt gut verankert. Dagegen spielt die Eurolinguistik noch immer eine Randrolle. Grzega will die Einrichtung von Eurolinguistik als eigenem Universitätsfach vorantreiben und es außerdem erreichen, dass eurolinguistische Erkenntnisse in Lehrpläne eingehen. Dazu müsse auch dem Allgemeinbürger klar werden, was Eurolinguistik tue und was sie für die Gesellschaft leisten könne. Daher legt Grzega Wert darauf, dass auch diesmal die Sprachforscher mit Bürgern ins Gespräch kommen. Dieser allgemein-öffentliche Teil ist am Samstag, 11. April, von 16 bis 18 Uhr, im unteren EHP-Saal. Die Wissenschaftler werden ihre neuen Forschungsergebnisse in allgemeinverständlicher Sprache zusammenfassen und mit den Bürgern diskutieren. Mit dabei sind unter anderem der Innsbrucker Professor Wolfgang Pöckl, der schon 2013 und 2014 mit dabei war, sowie der aus Schweden stammende Professor Sture Ureland, der 1999 den ersten eurolinguistischen Arbeitskreis gründete. Fremdsprachige Beiträge werden bei der Veranstaltung ins Deutsche übersetzt. Außerdem sollen aktuelle Schüler- und Studenten-Projekte kurz vorgestellt werden. Die Veranstaltung ist frei. Zur besseren Organisation wird jedoch um vorherige Anmeldung wird gebeten. Das gesamte Konferenz-Programm ist den EHP-Webseiten zu entnehmen: Einsteigsseite > Eurolinguistics Conference 2015 (rechte Spalte).

02.04.15: TV-Tipp und Rückblick auf EHP-Abende zur EU-Arbeit

(1) TV-Tipp: Herausragende politische Bildung in Form von Satire mit einer ganzen Reihe neuer Elemente – das bietet die ZDF-Sendung “Die Anstalt”. Die Ausgabe vom 31.03.15 widmet sich den Schwächen europäischer (insbesondere deutscher) Politik im Zusammenhang mit Griechenland:

https://www.youtube.com/watch?v=2x1-lyzW5PE


(2) Ein Abend mit dem EU-Abgeordneten Albert Deß: Er komme gerne wieder, meinte EU-Abgeordneter Albert Deß am Ende der Diskussion mit den fragefreudigen Zuhörern im EHP. Er hatte vor allem von seiner Arbeit im Bereich der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung berichtet. Deß sprach sich dabei für eine EU-Rahmenpolitik aus, die genügend Raum für lokale Varianten lasse und die Landwirte nicht mit Bürokratie überfrachte. Die Naturgegebenheiten in Europa seien zu unterschiedlich, als dass man für alle die gleichen konkreten Bedingungen und Maßnahmen bestimmen sollte. So sollten die EU-Direktzahlungen (1. Säule der EU-Agrapolitik) nicht an eine Verbesserung von Standards geknüpft werden, sondern lediglich an die Einhaltung bisheriger Standards. Die Standardverbesserung, das sogenannte Greening, sollte in den Bereich der gezielten Förderprogramme fallen (2. Säule der EU-Agrarpolitik). Bei solchen agrarpolitischen Entscheidungen sollte man sehr auf Leute mit nationaler und regionaler Praxiserfahrung hören. Auf der anderen Seite sollte es durch nationale Sonderwege bei Zahlungen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen im EU-Binnenmarkt kommen. Für zukünftige Agrarimporte forderte er, dass die europäischen Standards für Verbraucherschutz, Tierschutz, Umweltschutz und Sozialmindeststandards eingehalten werden. Schließlich forderte er, dass man sich Entwicklungen nicht nur oberflächlich ansehe, sondern sehr genau analysiere, und freute sich daher, dass man solche methodischen Ansätze auch im EHP anwende. Albert Deß nahm sich nach seinem Vortrag noch reichlich Zeit für die vielen Fragen der Zuhörer. Mit ihm Publikum saß auch Landrat Gerhard Wägemann. Dieser hatte zu Beginn ein kurzes Grußwort gesprochen, in dem er die Arbeit von EHP-Leiter Professor Dr. Joachim Grzega und seinem Team lobte. Er hoffe, dass es mit dem EHP weitergehen werde, da diese Einrichtung ein wichtiger Baustein für die Bildungsregion Altmühlfranken und die Entwicklung des ländlichen Raumes sei.


(3) Ein Abend mit der EU-Abgeordneten Maria Noichl: Obwohl es beim Thema Gleichstellung um beide Geschlechter geht, hatten sich hauptsächlich Frauen ins EHP eingefunden, um mit der EU-Parlamentarierin Maria Noichl ins Gespräch zu kommen. Als Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter berichtete sie von der aktuellen Arbeit und den Problemen, denen sich die EU derzeit annehmen muss. Sie kritisierte dabei, dass für manche nur noch Beschäftigung und Wachstum zählten – und die Vorstellung von Wachstum dabei auch noch sehr einseitig sei. Es gebe eine Reihe weiterer wichtiger Herausforderungen. Durch die vielen Flüchtlinge aus dem afrikanischen-arabischen Raum würden überwundene oder in Europa bislang unbekannte Themen plötzlich eine alltägliche Rolle spielen, wie etwa die Frauenbeschneidung. Doch auch eine ganze Reihe ureigener europäischer Themen sprach sie an – und dies auf sehr differenzierte Weise. So berichtete sie unter anderem, dass Armut in Europa weiblich sei. Zur Lösung dieses Problems ginge es jedoch nicht vordringlich darum, Frauen einfach durch mehr Bildung von schlechtbezahlten Berufen im Sozialbereich in höherbezahlte Berufe zu bringen, sondern sie vielmehr ihre gewünschten Berufe ausüben zu lassen, diese aber ordentlich und ohne Ansehen des Geschlechts zu bezahlen. Als Fachlehrerin hätte sie außerdem erlebt, dass Schulmaterialien nach wie vor traditionelle Rollenbilder vermittelten. Dabei würzte sie manche ihrer Aussagen mit einer Prise Humor. Die Zuschauer dankten es ihr mit viel Applaus. Mit im Publikum saß auch die Stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Christa Naaß. In einem kurzen Grußwort lobte sie das vielfältige Angebote des EHP und sagte, dass sie dieses immer wieder gerne nutze. Diesmal freue sie sich aber auch, eine alte Weggefährtin aus der Zeit als Landtagsabgeordnete wiederzusehen.

Frohe Ostern!

Bgm. Sinn, MdEP Deß, Grzega, Landrat Wägemann
MdEP Noichl, Stv. Bezirkstagspräs. Naaß

27.03.15: Europa-PubQuiz diesmal im EHP selbst

Aufgrund von Umbau-Arbeiten im Pappenheimer Irish Pub wird der Europa-Quiz-Abend am 29. März, 19 bis 21 Uhr, diesmal im oberen EHP-Saal stattfinden. Quizleiter Joachim Grzega wird dabei wie gewohnt vor allem solche europabezogenen Fragen stellen, die man nach übergreifenden Prinzipien beantworten kann, statt mit Detailwissen. Die Fragen werden aus den Bereichen Geschichte, Erdkunde, Musik und Kunst, Alltagskultur, Politik und Regionales stammen. Es können Teams von maximal 4 Personen mitmachen. Der Einsatz beträgt 3 EUR. Das Gewinnerteam erhält die Hälfte aller Einsätze.

 

19.03.15: EU-Abgeordnete Maria Noichl kommt ins EHP

Maria Noichl

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März finden im ganzen Monat an verschiedenen Orten einschlägige Veranstaltungen statt. Auch das EHP leistet hier einen Beitrag und hat dafür ein weiteres Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) gewinnen können: Maria Noichl. Die Rosenheimerin sitzt seit letztem Jahr im EU-Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter. Bereits seit 1991 engagiert sie sich in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen. Das Motto des diesjährigen Frauentags ist “Mädchen und Frauen durch Bildung ermächtigen”. Dazu sagt Maria Noichl, die als Fachlehrerin für Ernährung und Gestaltung bereits an verschiedenen Schularten tätig war: “Zwar ist der Zugang für Mädchen und Jungen zu Schulbildung gleichermaßen geregelt, dennoch werden sie nicht immer gleich behandelt. Viele Schulbücher vermitteln gewisse Geschlechterrollen und Stereotype, die Mädchen und Jungen in ihrer Entfaltung einschränken.” Maria Noichl ist seit Mai letzten Jahres im EU-Parlament und in mehreren EU-Gremien tätig. Zuvor war sie schon 12 Jahre Stadträtin und 5 Jahre Mitglied des bayerischen Landtags. Seit 2003 ist sie Unterbezirks-Vorsitzende der SPD Rosenheim-Stadt.

Die EHP-Veranstaltung mit Frau Noichl ist am 26. März, von 19.00h bis 20.30h. Der Eintritt ist frei; zur besseren Organisation wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten.

13.03.15: Europa-Abgeordneter Albert Deß kommt ins EHP

Albert Deß

Das EHP setzt am 19. März um 18.30h seine Gesprächsreihe mit EU-Abgeordneten fort. Diesmal begrüßt das EHP den EU-Abgeordneten Albert Deß. Der gebürtige Oberpfälzer ist seit 1963 politisch aktiv. Für die CSU sitzt er seit 1978 im Kreisrat Neumarkt, von 1990 bis 2004 war er Mitglied im Bundestag und seit 2004 gehört er dem Europaparlament an. Nach dem Besuch der landwirtschaftlichen Fachschule war Deß von 1972 bis 1977 Geschäftsführer einer bäuerlichen Genossenschaft. Seit 1977 ist er im Vollerwerb als Landwirt tätig und seit 1979 auch landwirtschaftlicher Lehrmeister. Seit 1990 ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Milchwerke Regensburg und seit 1995 Vorstandsvorsitzender der Bayernland eG. Deß, seit 2009 Agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europaparlament legt den Schwerpunkt seiner politischen Arbeit auf die Landwirtschaft und damit verbundene Bereiche und hat im Landwirtschaftsausschuss des EU-Parlaments eine zentrale Koordinierungsrolle. Eines seiner Ziele ist, Innovation und Wachstum im ländlichen Raum zu stärken. Deshalb begrüßt er aktuell die Investitionsoffensive des Kommissionspräsidenten Juncker zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Diese Initiative soll auch dazu beitragen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft verbessert wird. Themen des ländlichen Raums sind es, die ebenso das EHP immer wieder aufgreifen möchte. Albert Deß wird von seiner Arbeit im EU-Ausschuss berichten und auf die Frage eingehen, welche Dinge europaweit und welche Dinge besser auf unteren Ebenen angegangen werden. Der Eintritt ist frei; zur besseren Organisation wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten.

23.02.15: Freie-Wähler-Abend mit gleich drei Abgeordneten im EHP

Ulrike Müller, Joachim Grzega, Gabi Schmidt, Johann Häusler

Sie hat einen großen Wahlkreis: als einzige Europa-Abgeordnete der Freien Wähler ist Ulrike Müller in ganz Deutschland gefragt. So hatte sie jüngst Anfragen aus Eichstätt, Mittelfranken und Schwaben erhalten. Gemeinsam mit der bayerischen Landtagsfraktion der Freien Wähler entschied sie sich dazu, zum Schnittpunkt dieser drei Regionen zu kommen: nach Pappenheim, ins EHP. Das Thema waren die ländliche Entwicklung und die Landwirtschaft, die EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega in seiner Anmoderation als Herzstück von Gesellschaften bezeichnete. Zu dieser Veranstaltung waren außerdem noch zwei Mitglieder des Landtags (MdL) als Diskussionspartner gekommen: die mittelfränkische Abgeordnete Gabi Schmidt und der schwäbische Abgeordnete Johann Häusler. Gleich drei Abgeordnete als Redner zu haben war eine Neuheit im EHP. In ihrem Grußwort unterstrich Schmidt die Bedeutung der Hilfe für ländliche Entwicklung. “Den Mehrgenerationenhäusern und vor allem den Dorfgemeinschaftshäusern fehlen die unbürokratischen Zuschüsse, obwohl sie für die Integration älterer Menschen von großer Bedeutung sind.“ Das EHP sehe sie als eine herausragende Idee, um einen kleinen Ort für junge Menschen attraktiver zu machen. Auch Ulrike Müller, seit letztem Jahr Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP), war von der EHP-Arbeit beeindruckt. Derartige Projekte seien schon allein wegen der dazu geforderten Bürokratie eine große Herausforderung. Auch in der Landwirtschaft wachse die Bürokratisierung. Neben der EU sei hierfür jedoch oft auch der Freistaat Bayern mitverantwortlich. Dieser verkompliziere viele Regelungen vollkommen unnötig. Die kleinen und mittleren Familienbetriebe seien oft schon mit den derzeitigen Auflagen im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes überfordert, so Müller weiter. „Um genau diese Betriebe müssen wir uns jedoch zuvorderst kümmern, denn sie sind das Rückgrat des ländlichen Raumes, da sie die Kulturlandschaft pflegen und erhalten.“ Die Abgeordnete sprach sich für mehr Nachhaltigkeit und einen gesunden Mix aus ökologischer und konventioneller Landwirtschaft aus. Auch das geplante Freihandelsabkommen in der derzeit bekannten Form sah Müller kritisch: „Weder Mittelstand noch Handwerk oder ländlicher Raum werden die Profiteure des Freihandelsabkommens TTIP sein – das sollte uns zu denken geben“, warnte Müller. Der Abgeordnete Johann Häusler aus Wertingen führte als gelungenes Beispiel für die europäische Landwirtschaftspolitik den Tierschutz und die Tiertransportverordnung sowie die Lebensmittelsicherheit an. Müller betonte abschließend, neue Verordnungen müssten immer erst auf ihre gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen hin zu Ende gedacht werden, bevor sie Gesetzeskraft erhielten. „Dieses eherne Prinzip der Kommunalpolitik muss die Europäische Union stärker beherzigen, wenn sie die Lebensverhältnisse der Menschen verbessern will. Wir FREIE WÄHLER stehen für das europäische Wertefundament.“

12.02.15: EU-Abgeordnete Müller kommt ins EHP

Ulrike Müller

Ein voller Erfolg war sie, die Premiere des Dokumentarfilms “Wer rettet wen? Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit”. Fast eine Stunde saßen die Besucher im Anschluss noch zusammen, um über den Film zu diskutieren und zu überlegen, wie der normale Bürger Politiker und Medien dazu bringen kann, sich für eine Politik einzusetzen, die dem Wohl der Allgemeinheit dient. Die Bürger müssten kritischer auf Berichte blicken und deutlicher als bisher ihre Stimme erheben – darin schienen sich alle einig. Bei Interesse zeigt das EHP den Film gegen eine Lizenzgebühr auch an anderer Stelle.

Das nächste Highlight im EHP ist bereits am 19. Februar (18.30-20.00h). Da setzt das EHP seine Gesprächsreihe mit EU-Abgeordneten fort. Diesmal wird die Veranstaltung gemeinsam mit der bayerischen Landtagsfraktion der Freien Wähler (FW) durchgeführt. Eröffnet wird der Abend von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega und der mittelfränkischen FW-Landtagsabgeordneten und Stellvertretenden FW-Bundesvorsitzenden Gabi Schmidt. Danach wird die EU-Abgeordnete Ulrike Müller im Mittelpunkt stehen. Ulrike Müller ist seit 1996 in politischen Ämtern aktiv, zunächst als Gemeinde- und Kreisrätin, dann als zweite Bürgermeisterin von Missen-Wilhams und stellvertretende Landrätin von Oberallgäu, ab 2008 schließlich als Mitglied im bayerischen Landtag und stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Mit der EU-Wahl im vergangenen Jahr wurde sie Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP). Im Dezember 2014 wurde sie auch zur Vizepräsidentin der Europäischen Demokratischen Partei (EDP) gewählt. Angesichts ihrer großen praktischen Erfahrung und Sachkenntnis im Agrarbereich, die sie als Landwirtin im familieneigenen Milchviehbetrieb erlangte, legte sie den Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit auf die Landwirtschaft und damit verbundene Bereiche. Aufgrund ihres Engagements ist sie bereits mit der Bayerischen Staatsmedaille ausgezeichnet worden. Müller möchte besonders die ländlichen Räume als lebendige Räume von sozialem Miteinander, Brauchtum und Kultur erhalten. Diese Ziele verfolgt sie als MdEP im Ausschuss “Landwirtschaft und ländliche Entwicklung”. Ulrike Müller wird von ihrer Arbeit im Ausschuss berichten und auf die Frage eingehen, welche Dinge europaweit und welche Dinge besser auf unteren Ebenen angegangen werden.

 

05.02.15: Kritik zu EU-Politik: mit Film-Premiere im EHP

MdEP Prof. Dr. Buchner (rechts, stehend) im EHP
EU-Rettungsschirm? Wer rettet wen?

Vergangene Woche stand die Sorge um die inneren Frieden und die soziale Sicherheit in der EU im Zentrum des Gesprächs mit MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner. Er gab eine Reihe von kritischen Anmerkungen zur EU-Politik der großen Parteien. Sein Auftritt war eine Art Premiere: er war der erste ÖDP-Redner im EHP. Eine weitere Premiere folgt am Mittwoch, 11. Februar, um 18.15 Uhr: das EHP feiert Premiere des Dokumentarfilms “Wer rettet wen?”. Das EHP ist damit einer von 150 Orten in 10 Ländern, in denen der Film an diesem Tag gezeigt wird. Der Film ist eine internationale Koproduktion von Leslie Franke und Herdolor Loren, den Machern der Dokumentarfilme “Water Makes Money: Wie private Konzerne mit Wasser Geld machen” und “Bahn unterm Hammer”. Ihr neuer Film “Wer rettet wen?” leistet EU-politische Aufklärungsarbeit und trägt den Untertitel “Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit”. Dabei korrigieren die Filmemacher die Ansicht vieler Bürger, “die Griechen” hätten 240 Milliarden Rettungshilfe erhalten. Gerettet habe man aber nur die privaten Banken, Versicherungen und Investmenthäuser, denen 2009 fast alle griechischen Staatsanleihen gehörten. Diese Schulden seien nahezu komplett auf die europäischen Steuerzahler übertragen und belasten auch die Leistungsfähigkeit vieler Kommunen. Arme Griechen seien nun ärmer, reiche Griechen dagegen noch reicher. Hedgefonds, Banken, reiche Privatanleger seien vor jeglichen Verlusten bewahrt worden. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega wird im Anschluss an die gut 90-minütige Vorführung noch eine knapp 30-minütige Besprechung des Filmes leiten. Das EHP will mit dieser Veranstaltung sein Ja zu den eigentlichen Zielen einer gemeinschaftlichen Europäischen Union unterstreichen, gleichzeitig aber auch seine kritische Sicht auf die tatsächliche EU-Politik, die an den Grundzielen vorbeigehe und Erkenntnisse volkswirtschaftlicher Beobachtungen völlig außer acht lasse. Der Eintritt ist frei. Zur besseren Raumorganisation wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten.

 

02.02.15: Besucher erlebten Europa-Sprachgeschichte zum Anfassen

Vergangenen Sonntag wurde eine Ausstellung zu den Gemeinsamkeiten der europäischen Sprachen im EHP eröffnet. Geboten wurden durch das ganze Haus verteilt mehr als 30 kleine Stationen zu Schriften, Laute, Grammatik, Wörter und Wendungen, Höflichkeitsformen, Sprachdokumente, Sprachpolitik, Sprachunterricht, Sprache in literarischen Texten. Erstellt wurden die Stationen von den Eichstätter Studierenden Anna-Lena Heimerdinger, Nina Hippler, Sabrina Nerb und Matthias Mugratsch sowie ihrem Dozenten, EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega. Sie zeigten, dass man auch ohne großen technologischen Einsatz unterhaltsam und lehrreich sein kann. Mal waren es einfache Stationen, mal schwierigere, sodass für jeden etwas dabei ist. Die Gäste konnten aber entscheiden, ob sie eine Aufgabe selbst lösen wollten oder gleich zur Lösung gehen wollten. Die generationenübergreifenden Besucher animierten die Stationen zu zahlreichen Gesprächen, sodass das EHP seine Türen länger als geplant offen hielt. Auch über den Namen der Ausstellung konnten die Besucher abstimmen und eigene Vorschläge unterbreiten. Die meisten empfanden EUROLINGUA als den passenden Namen. EHP-Leiter Grzega, der mit dieser Ausstellung auf deutsch und englisch auch ein europäisches Identitätsgefühl spürbar machen wollte, wird diese noch erweitern. Auch in den nächsten Monaten kann man auf Anfrage die Ausstellung besuchen, die in dieser Darstellung eurolinguistischer Forschungsergebnisse einzigartig ist. Besondere Sprach-Seminare gibt es Ende des Monats: SprachFitnessStudio Spanisch (20.-21.02.), Advanced Global English (21.-22.02.), English Edutainment “First Lesson in Foreignish” (24.02.). Näheres auf unseren Webseiten unter: “Termine/Veranstaltungen”.

25.01.15: Interaktive Ausstellung zu Europas Sprachen

Was diese Puppe uns über sprachliche Gemeinsamkeiten Europas zeigen kann, verrät das Eurolinguistische Museum.

Gleich 4 Veranstaltungen in Politik, Kultur und Sprachen bot das EHP vergangenes Wochenende. Und auch am kommenden Sonntag wird es wieder eine große Veranstaltung geben. Vielfach wird das mangelnde Zusammengehörigkeitsgefühl in Europa beklagt. Ein wichtiger Baustein zur Entwicklung eines Identitätsgefühls ist Sprache. Umso erstaunlicher ist es, dass es europaweit nur ganz wenige Sprachwissenschaftler gibt, die die Gemeinsamkeiten der europäischen Sprachen erforschen. Einer dieser wenigen Eurolinguisten ist EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega. Dabei ist ihm wichtig, dass die Erkenntnisse auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mit Studierenden der Universität Eichstätt-Ingolstadt hat er daher nun ein interaktives Eurolinguistisches Museum erstellt, das am 1. Februar von 14 bis 16 Uhr zum ersten Mal seine Pforten im Europäischen Haus Pappenheim öffnet. Interaktiv bedeutet dabei, dass Besucher auch Aufgaben in unterschiedlicher Form lösen können. Die einzelnen Stationen zeigen europäische Gemeinsamkeiten zu unterschiedlichen sprachlichen Aspekten auf: Schriften, Laute, Grammatik, Wörter und Wendungen, Höflichkeitsformen, Sprachdokumente, Sprachpolitik, Sprachunterricht, Sprache in literarischen Texten. Die Besucher können dabei auch mit Grzega und seinen Studierenden ins Gespräch kommen. Eine spezielle Besprechungseinheit für Lehrkräfte der sprachlichen Fächer sowie der Musik und Kunsterziehung zeigt auf, wie die Erkenntnisse im Unterricht eingebaut und wie sprachkulturelle Projekte mit Schülern durchgeführt werden können; Lehrkräfte können sich dazu im EHP oder über das Fortbildungssystem FIBS offiziell anmelden. Der Eintritt ist frei. Jedoch wird um vorherige Anmeldung gebeten.

18.01.15: Europa-Abgeordneter Buchner kommt ins EHP

Prof. Dr. Klaus Buchner

Das EHP konnte für das erste Halbjahr 2015 eine Reihe von bayerischen EU-Abgeordneten gewinnen, die über ihre Arbeit in den verschiedenen Fachausschüssen berichten. Wann sind europäische Strategien nützlich, wann nationale, wann lokale? Dies wollen die Abgeordneten mit dem EHP-Publikum diskutieren. Den Anfang macht Prof. Dr. Klaus Buchner. Der 73-jährige Münchner Physiker ist seit der letzten EU-Wahl Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) und damit der erste EU-Abgeordnete der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Doch schon in seiner Jugend war er in verschiedenen Bürgerinitiativen politisch aktiv. 1983 trat er der ÖDP bei. Zu seinen politischen Schwerpunkten wurden unter anderem der Kampf gegen die Atomkraft sowie die Aufklärung über die Gefahren von Mobilfunkstrahlung. Von 2003 bis 2010 war er Bundesvorsitzender der ÖDP. Im EU-Parlament ist er in mehreren Ausschüssen tätig: für auswärtige Angelegenheiten, für Menschenrechte sowie für Sicherheit und Verteidigung. Angesichts der internationalen Ereignisse der vergangenen Zeit wird Buchner sich bei seinem Vortrag auf die Arbeit zur Sicherheit und Verteidigung konzentrieren. Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. Januar, ab 18.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Jedoch wird um vorherige Anmeldung über ehp(at)pappenheim.de oder 09143/606-60 gebeten.

 

 

 

07.01.15: Jahresstart mit Europa-PubQuiz

Das EHP startet das neue Jahr mit einem weiteren Europa-PubQuiz: am Sonntag, 11.01., 19-21h, im McIntosh’s in der Deisingerstraße in Pappenheim. Quiz-Leiter Joachim Grzega wird nicht viele Einzel-Fragen stellen, sondern europabezogene Fragen wählen, die man nach übergreifenden Prinzipien beantworten kann. Die Fragen werden aus den Bereichen Geschichte, Erdkunde, Musik, Kultur, Politik und Regionales stammen. Es können Teams bis maximal 4 Personen mitmachen. Der Einsatz beträgt 3 EUR. Das Gewinnerteam erhält die Hälfte aller Einsätze.

 


31.12.14: Bilder des Jahres 2014

Jan.: Stationen-Tag zu Shakespeare
Feb.: Basic Global English - auch im hohen Alter
März: Diskussion zur Wirtshauskultur in Europa
Apr.: Internationale Konferenz zur Eurolinguistik
Mai: Joachim Grzega: Vorträge in Donauwörth, Stuttgart, Ansbach
Mai: Günter Grzega zu TTIP und EU-Wirtschaftspolitik
Mai: Joachim Grzega: EU-politische Satire
Mai: Stationen-Tag zu EU-Medienpropaganda
Juni: Internationale Konferenz zu Gemeinwohl-Ökonomie
Juli: Stationen-Tag zu Jugendprotesten in der EU
Juli: MdB Göppel zur EU-Energiepolitik
Sep.: Marianne Vocke: Mehrsprachiges Marionettentheater
Aug./Sep./Okt.: Sprach-Not-Arzt: Besuche + TV-Bericht vom BR
Nov.: Notar Pulyer: EU-Erbrecht
Nov.: Europa-Quiz im mcintosh's Irish Pub
Dez.: Joachim Grzega: Interview im RBB

23.12.14: Gedanken zu Weihnachten

Das EHP wünscht Frohe Weihnachten und dankt vor allem seinen treuen Gästen und Stützen.

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit von Texten, die man auswendig und formelhaft verwendet. Wir verwenden sie, ohne nachzudenken, ob die Texte übereinstimmen mit dem Tun in der Gesellschaft, im eigenen Haus und einem selbst. Papst Franz hat auch neulich wieder zum Nachdenken angeregt, diesmal mit Blick auf Bibeltexte und das Tun im Vatikan.

Doch dieses Nachdenken bietet sich auch bei Liedtexten an – wie jene des deutschsprachigen Chansonniers Udo Jürgens, der am 4. Advent im Alter von 80 Jahren unerwartet verstorben ist. Nicht nur “Merci Chérie” ist in vielen europäischen Ländern bekannt geworden; international populär wurde auch “Griechischer Wein”. Allerdings ging bei Übertragungen in andere Sprachen bisweilen verloren, dass hier von Gastarbeiter-Erfahrungen erzählt wird. Und oft hören wir nicht genau auf den Text, den wir singen. Auch viele der weniger verbreiteten Lieder von Udo Jürgens regen zum kritischen Nachdenken an – über die Gesellschaft und das eigene Leben, über unterschiedliche Formen von Gewalt. 

Weihnachten gilt als Fest des Friedens. Das feiern wir, obwohl es doch eigentlich erklärtes Ziel der EU und der UN ist, grundsätzlich Frieden zu halten – nicht nur zu bestimmten Festen. Und dennoch reizen Konflikte und Kriege – wegen Geld, Macht, Ressourcen, Rache und vielleicht auch immer noch Selbstverwirklichung (früher als “Stolz” und “Ehre” bezeichnet). Auch im 21. Jahrhundert ist Europa davor nicht gefeit.

Und gerne geben wir anderen die alleinige Schuld an Konflikten und Kriegen. Das hat auch schon Bertha von Suttner vor 125 Jahren in ihrem Roman “Nieder mit den Waffen” eine ihrer Hauptfiguren aufzeigen lassen. Dort sagt Rudolf zu seinem Gesprächspartner, nachdem dieser andere Menschen und Völker als aggressiv dargestellt hat:

Mit welchem Rechte halten Sie andere Leute für schlechter und unvernünftiger als sich und mich? Da will ich Ihnen ein kleines Märchen erzählen: Vor der geschlossenen Pforte eines schönen Gartens, gar sehnsüchtig hineinschauend, stand ein Haufen Menschen, tausendundeiner an der Zahl. Der Pförtner hatte den Auftrag, die Leute hereinzulassen, falls die Mehrzahl unter ihnen den Einlaß wünschte. – Er rief den Einen herbei: „Sag’ – aber aufrichtig – möchtest Du herein?“ – „O ja, ich schon, aber die andern Tausend sicher nicht.“ Diese Antwort schrieb der kluge Pförtner in sein Notizbuch. Dann rief er einen Zweiten. Der sagte dasselbe. Wieder trug der Kluge unter die Rubrik „ja“ die Ziffer 1, unter die Rubrik „nein“ die Ziffer 1000 ein. Das ging so bis zum letzten Mann. Dann addierte er die Zahlen. Das Ergebnis war: 1001 „ja“, über eine Million „nein“. So blieb das Tor verschlossen, denn das „nein“ hatte eine erdrückende Majorität. Und das kam daher, weil Jeder, statt nur für sich, auch für die Anderen antworten zu müssen glaubte.“

Bertha von Suttner stand mit Alfred Nobel in Kontakt. Beide verabscheuten sie den Krieg. Nobel glaubte zunächst, dass man Menschen durch besonders gefährliche Waffen vom Krieg abschrecken könnte. Er ließ sich von Bertha von Suttner überzeugen, dass gut unterrichtete und wortstarke Bürger sowie ein internationales Schiedsgericht die besseren Friedensgaranten bei drohenden Konflikten seien. Nach ihrem Roman, der zwar heute etwas fern wirkt, aber damals schnell in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt wurde, wurde sie eine führende Person der Friedensbewegung. Sie hielt Vorträge in ganz Europa. Sie wurde 1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, starb vor 100 Jahren und ziert heute die österreichische 2-EUR-Münze. Eines ihrer Zitate: “Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.“ Nicht nur zum Fest des Friedens sollten wir uns solcher Worte erinnern.

 

 

12.12.14: Beiträge der Eurolinguistik-Tagung erschienen

Joachim Grzega und Bea Klüsener mit JELiX 11

Im April dieses Jahres fand im EHP die 2. internationale Tagung zur Eurolinguistik statt, also zur Erforschung europäischer Sprachaspekte. Nun ist eine Auswahl der Beiträge in einem Tagungsband erschienen. Die Tagung hat die Eurolinguistik mit anderen Fächern zusammengebracht. Aufgrund dieses fachübergreifenden Charakters der letzten Tagung hat sich EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega noch eine Mitherausgeberin genommen, nämlich EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener, Dozentin für Englische Literaturwissenschaft und Europastudien an der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Um den Tagungsband einem möglichst breiten Publikum leicht zugänglich zu machen, ist dieser als Band 11 der wissenschaftlichen Internet-Zeitschrift “Journal for EuroLinguistiX” (JELiX) veröffentlicht worden (www.eurolinguistix.com). Jeder Beitrag ist zu Beginn mit einer Zusammenfassung in englischer, französischer und deutscher Sprache versehen. Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen für die Eurolinguistik-Tagung im April 2015. Einige Teilnehmer der vergangenen Tagung haben ihre erneute Teilnahme zugesagt; daneben haben sich jedoch auch neue Gesichter angemeldet. Aufgrund der positiven Resonanz sowohl der Wissenschaftler als auch des Allgemeinpublikums soll die nächste Tagung wieder einen Teil für die allgemeine Öffentlichkeit beinhalten: Hier stellen die Wissenschaftler ihre neuen Forschungsergebnisse allgemeinverständlich vor und stehen für Fragen zur Verfügung.


08.12.14: EHP-Leiter Grzega im Radio

EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega war vor kurzem Interview-Partner im Kulturradio des RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg). In der Sendung “Gott und die Welt” wurde er zum Thema “Die römischen Wurzeln Europas” befragt. Dabei erklärte er, wie das Lateinische die heutigen europäischen Sprachen geprägt hat und noch prägt – als Sprache der Kirche, der Verwaltung, der Diplomatie, der Literatur und der Wissenschaft. Die Sendung ist in der RBB-Mediathek zu finden, und zwar unter:

http://www.kulturradio.de/programm/sendungen/141207/gott_und_die_welt_0904.html 

Grzega ist zwischen Minute 15´40 und Minute 19´55 zu hören.

 

 

03.12.14: Sprach-Not-Arzt half Pappenheimer und Treuchtlinger Flüchtlingen

Beim Sprach-Not-Arzt

Der Pappenheimer Stadtrat hat vor Kurzem entschieden, dass nun auch die Pappenheimer Flüchtlinge das Sprach-Not-Arzt-Programm des EHP kostenlos nutzen dürften. Dank einer Spende der Sparda-Bank München war es zusätzlich möglich, auch Flüchtlinge aus dem benachbarten Treuchtlingen in den Kurs aufzunehmen. An sechs Halbtagen brachte EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega nun mit vollem Körpereinsatz Flüchtlingen aus Syrien, Georgien, Armenien und der Ukraine die wichtigsten Grundlagen der deutschen Sprache bei. Selbst zu unterrichten ist für Grzega wichtig: Mit jedem neuen Kurs stoße man auf neue Herausforderungen und Ideen zur weiteren Optimierung des Konzepts. Um herauszufinden, wie bestimmte Erklärungen von den Teilnehmern verstanden werden, sei im letzten Kurs auch günstig gewesen, dass er etwas Russisch und ein paar Worte Arabisch spreche. Den Flüchtlingen gefielen das aktivierende Konzept und der energiereiche Lehrer sichtlich. Grzega ermöglichte im letzten Kurs außerdem mehreren ehrenamtlichen Helfern, den Unterricht zu besuchen. Eine Dame aus Schambach hatte auch schon eine zweitägige Schulung im EHP mitgemacht und sich an der Organisation des Kurses beteiligt. Die ehrenamtlichen Lehrkräfte wollen auf der Basis der Sprach-Not-Arzt-Materialien nun weiter mit den Flüchtlingen üben.

 

01.12.14: Das neue EU-Erbrecht

Boris Pulyer

Im EHP konnten sich die Besucher vor Kurzem über das zukünftige EU-Erbrecht informieren. Mit einer kulturgeschichtlichen Einleitung führte EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega zum Hauptredner des Abends hin: Notar Boris Pulyer. Dieser hatte eine ansprechende Präsentation mit vielen Beispielen vorbereitet. Nach einer Einführung in das deutsche Erbrecht und einem Einblick in andere Länder ging Pulyer auf die Fälle, wo die Erbmasse über mehrere EU-Länder verteilt ist. Das neue EU-Erbrecht sei für viele EU-Länder mit einer prinzipiellen Neuerung verbunden sei. Während bisher im Erbfalle das Recht desjenigen Landes angewandt werde, dessen Staatsangehörigkeit der Verstorbene hatte, gelte zukünftig das Recht desjenigen Landes, in dem der Verstorbene seinen Lebensmittelpunkt hatte. Wo dieser sei, werde in manchen Fällen allerdings erst gerichtlich festgestellt werden müssen. Die Zuschauer hatten zahlreiche Fragen, und Pulyer stand ihnen auch zur Verfügung, als der offizielle Teil schon beendet war.

28.11.14: Gelungenes Europa-Quiz im Pappenheimer Irish Pub

EHP-Leiter Joachim Grzega und McIntosh’s-Wirt Hermann Ederle waren mit ihrem ersten Quiz im Pappenheimer Irish Pub zufrieden und wollen zukünftig noch weitere solcher Abende veranstalten. Die Idee beim Europa-Pubquiz war, dass die Fragen nicht mit Detailwissen, sondern mit übergreifenden Prinzipien beantwortet werden konnten. Die Prinzipien wurden jeweils am Ende einer Runde genannt. Grzega baute manche Prinzipien in zwei oder sogar alle drei Frage-Runden mit ein, sodass die Teilnehmer auch einen Lernerfolg erfahren konnten. Grzega erfüllte so auf unterhaltsame Weise seinen Auftrag, kulturgeschichtliche und politische Europa-Bildung zu leisten. Von den eifrigen Teilnehmern gab es viele positive Rückmeldungen und von einer Geschäftsfrau sogar die Anfrage, ein solches Europa-Quiz auch bei ihr durchzuführen. Sieger-Team war übrigens ein Mehrgenerationen-Team aus Solnhofen.

Eifrige Quiz-Teilnehmer ...
... zufriedene Organisatoren (Joachim Grzega + Hermann Ederle)

11.11.14: EHP in Münster + Buchtipp

In diesem Jahr wurden drei große, viel gelobte EHP-Veranstaltungen von Studierenden der Universität Eichstätt-Ingolstadt gestaltet. Diese entwickelten sie innerhalb kurzer Zeit im Rahmen von Seminaren bei EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega und EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener. Grzega und Klüsener bauen in solchen Projekt-Seminaren, bei denen am Ende eine große Veranstaltung für ein Allgemeinpublikum steht, auch auf das Lehrkonzept Lernen durch Lehren (LdL). Die beiden EHP-Vertreter sind nun am 29.11.14 zu einer Tagung an die Universität Münster eingeladen, um von ihren Erfahrungen mit den studentischen EHP-Projekten zu berichten, vor allem auch über die größten Herausforderungen für Dozenten. Die Tagung trägt den Titel “Lernen durch Lehren in der universitären LehrerInnenausbildung und in der Schule?! Grenzen und Potenziale einer didaktischen Haltung”. Alle Interessierten können teilnehmen, müssen sich aber bis zum 15.11.14 unter folgender Adresse anmelden:

http://www.uni-muenster.de/Germanistik/tagungen/literatur_mediendidaktik/ldl_tagung/


Bei den studentischen Veranstaltungen ging es neben Shakespeare als europäischem Autor und europäischen Jugendprotesten auch um die Analyse europäischer Medien zu verschiedenen Themen – unter anderem den Ukraine-Konflikt und die Beziehung zwischen Russland, Europa und den USA. Auch in den vergangenen Tagen war diese Beziehung Thema. Nicht nur Kohl, Schmidt, Genscher und Friedensnobelpreisträger Gorbatschow haben westliche Politiker für ihr Verhalten in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten kritisiert. Die Manipulation durch Politiker und Medien, den Westen stets als gut und Russland/Putin stets als schlecht zu sehen, veranschaulichen die beiden Journalisten Mathias Bröckers und Paul Schreyer in ihrem Buch “Wir sind die Guten”. Ihr Schwerpunkt liegt zwar auf US-amerikanische und deutsche Politiker und Medien, doch werden an einigen Stellen auch Politiker und Medien aus verschiedenen EU-Staaten analysiert. Ihr Ergebnis, das sie anhand von zahlreichen offiziellen Zitaten belegen: In den großen Konflikten der letzten 60 Jahre geht es nicht um Demokratisierung und Einführung von Menschenrechten, sondern um Macht und Rohstoffe. Manche planten Krieg von vornherein als rasches Mittel ein, manche als “Ultima Ratio” (Friedensnobelpreisträger Willy Brandt sprach vom Krieg übrigens als “Ultima Non-Ratio”). Immer öfter hört man von deutschen Politikern, dass Deutschland sich mehr militärisch engagieren müsse. Die beiden Autoren erinnern daran, dass solche Äußerungen eigentlich mit dem Grundgesetz nicht vereinbar seien; dort heißt es in Art. 26: “Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig.” Möge die EU so agieren, dass sie sich des ihr verliehenen Friedensnobelpreises würdig erweist.

25.10.14: November-Programm

Im November bieten wir:


1a. einen Tschechisch-Schnupperkurs: Für Interessierte ohne Vorkenntnisse. Themen: Nach dem Weg fragen, Getränke bestellen, Probleme im Hotel melden. Am Mittwoch, 05.11., 18.30 – 21.30h. Teilnahmegebühr: 12,50 EUR bei mind. 20 Teilnehmern, ab 25 Teilnehmern 10 EUR. Dozent: Prof. Dr. Joachim Grzega. Anmeldung bis 29.10.2014.


1b. ein besonderes Sprachprogramm: First Lesson in „Foreignish“ Ein humorvoller Abend zu kulturellen Unterschieden in einfachem Englisch – für

Interessierte, die schon einen Anfänger-Kurs absolviert haben. Mittwoch, 26.11., 18.30-20.00h. Eintritt 5 EUR. Referent: Prof. Dr. Joachim Grzega. Anmeldung bis 24.11., 16 Uhr.


2. ein Quiz zum Thema Europa (in Anlehnung an die Tradition der Irish Pub-Quizzes). Fragen zu den Bereichen Geschichte, Erdkunde, Musik, Kultur, Politik, Regionales. Für Teams mit maximal 4 Personen. Sonntag, 23.11., 19.00 – 21.00h. 3 EUR Einsatz. Ort: mcintosh’s pub, Deisingerstr. 7, Pappenheim. Quizleiter: Joachim Grzega.


3. eine Präsentation “Erben und Vererben in Europa und Deutschland – Was ändert sich durch die EU-Erbrechtsverordnung?” von Notar Boris Pulyer – mit einer europageschichtlichen Einleitung von EHP-Leiter Prof. Joachim Grzega. Montag, 24.11., 18.00-19.30h. Eintritt frei.

 

 

 

20.10.14: TV-Bericht und Vortrag online

Beim Sprach-Not-Arzt

Joachim Grzega, Leiter des Europäischen Hauses Pappenheim (EHP) und Professor der Universität Eichstätt-Ingolstadt, beschäftigt sich seit über 10 Jahren intensiv mit der Frage, wie Sprachanfänger nicht nur einfach erfolgreich, sondern möglichst rasch erfolgreich ein handlungsfähiges Sprachniveau erreichen können. Der Bericht über den Sprach-Not-Arzt ist nun in der Sendung “Frankenschau” im Bayerischen Rundfunk am 19. Oktober ausgestrahlt worden. Sie ist nun online in der Mediathek zugänglich:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/frankenschau/frankenschau-204.html oder http://br.de/s/1QBp3qX

 

In seine beiden anderen Modelle (Basic Global English, SprachFitnessStudios) hat er im Rahmen eines unterhaltsamen Vortrages für die WBS Training AG Einblick gegeben. Dieser Vortrag (Titel: “Europäisch lernen – ein Sprachschnupperkurs einmal anders) ist ebenfalls online zugänglich:

http://www.youtube.com/watch?v=lrIribj2TWY oder http://www.wbstraining.de/europa/

 

10.10.14: EHP-Kooperationen

Einer der beiden unterhaltenden Vorträge, die EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega anlässlich des 5. Deutschen Weiterbilungstages für die WBS Training AG gehalten hat, ist nun online zu sehen: www.youtube.com/watch. Der Titel lautet “Europäisch lernen – ein Sprachschnupperkurs einmal anders”. Man kann einfach nur zuhören oder versuchen, die dabei gestellten Aufgaben akiv zu lösen. Auch in Zukunft wollen WBS Training AG und das EHP zusammenarbeiten.

Eine andere Kooperation ist sogar schon intensiviert worden. Das EHP hat für die lagfa Bayern (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen/Freiwilligen-Zentren/Koordinierungsstellen in Bayern) nach zwei ersten Kurzvorstellungen des Konzepts “Sprach-Not-Arzt” nun eine 2-tägige Schulung für Deutsch-Lehrkräfte durchgeführt. Teilnehmer kamen dabei aus unterschiedlichen Ecken Bayerns. Es sollen auch noch weitere solcher Schulungen durchgeführt werden. Der “Sprach-Not-Arzt” ist ein Konzept, mit dem Flüchtlinge und andere Migranten in sehr kurzer Zeit Sprachkompetenzen für zentrale Situationen ihres neuen Lebens lernen. Darüber hinaus weist Grzega jedoch daraufhin, dass das EHP mit seiner politischen Bildungsarbeit auch vermitteln möchte, wie Deutschland und die EU dazu beitragen können, dass Menschen sich erst gar nicht gezwungen sehen, ihre Heimat verlassen zu müssen.

Aufgrund seiner Bildungsarbeit in den Bereichen Sprache, Kultur und Politik wurde Joachim Grzega vor Kurzem auch zu einer Vorstellung des EHP von der Gesellschaft der Europäischen Akademien eingeladen. Die Vorstandsmitglieder zeigten sich von den vielfältigen und neuartigen Aktivitäten des EHP beeindruckt, z.B. Sprachkurse, die kulturellen Angebote, die Arbeiten über Sprache und Politik und die Idee, immer wieder die gleichen zentralen politischen Themen, über verschiedene Wege zu beleuchten (Aufsätze, Stationen-Veranstaltungen mit Studierenden, politische Satire).

Eines dieser Themen, das schon mehrfach kritisch im EHP beleuchtet wurde, sind das geplante Freihandelsabkommen TTIP und dessen Gefahren für unsere Gesellschaft (Demokratie, Ökologie und letztlich Ökonomie). Hier bildet sich immer mehr Widerstand in der europäischen Bevölkerung, sodass es morgen (11.10.14) sogar einen Europäischen Aktionstag gegen TTIP und ähnliche Abkommen gibt. Auch in Pappenheim wird hierzu eine Gruppe Bürger morgen zwischen 9 Uhr und 14 Uhr in der Bahnhofstraße vor dem Parkplatz zum Supermarkt einen Info-Stand betreiben.

 

EHP-Leiter Joachim Grzega und Hanns Christhard Eichhorst, Vorsitzender der Gesellschaft der Europäischen Akademien

04.10.14: TV-Termin verschoben

Der BR teilt mit, dass der Sendetermin des Berichts über den Sprach-Not-Arzt kurzfristig verschoben wurde. Der Bericht über unser Spachlehrkonzept für Flüchtlinge und Migranten wird nicht am 5. September gesendet, sondern zu einem späteren Zeitpunkt, der leider nur kurzfristig bekannt gegeben werden kann.

 

 

01.10.14: EHP im TV

Mit seinen effizienten Sprachlehrmethoden schafft es das Europäische Haus Pappenheim (EHP) nun ins Fernsehen. Der Bayerische Rundfunk berichtet über das Konzept “Sprach-Not-Arzt”, das EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega zusammen mit Claudia Sand und Sandra Schweihofer für Flüchtlinge und Migranten entwickelt hat. Der Bericht wird am Sonntag, den 5. Oktober, in der Sendung “Frankenschau” gezeigt. Die Sendung beginnt um 18 Uhr. Wer die Sendung verpasst, kann diese danach im Internet ansehen: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/frankenschau/frankenschau112.html.

30.09.14: Puppenspiel mit Philosophie

Marianne Vocke und ihre Stars

Marianne Vocke bewegte die Zuschauer an den Pappenheimer Puppenspieltagen im EHP und beim Kunst- und Kulturverein Pappenheim. Puppen und Bühnenbild stammen aus eigener Handarbeit. Im EHP präsentierte sie das Stück “Der freigiebige Baum” auf Deutsch, Englisch und Italienisch. Dabei ging es um Beziehung zwischen einem Baum und einem Menschen vom Jungen- bis zum Seniorenalter. Stück um Stück gab der Baum Früchte, Zweige und Stamm, um den Jungen in seinem Leben zu unterstützen. Das Stück animierte zum Nachdenken über Geben und Nehmen in einer Beziehung und letztlich auch über den nachhaltigen Umgang mit der Natur. Für die Zwischenpausen hatte EHP-Leiter Joachim Grzega Informationstafeln zu Märchen und Puppenspiel in Europa vorbereitet. Mehr über Marianne Vockes Stabpuppenspiel-Angebote für Erwachsene und Kinder erfährt man auf http://www.puppentheater-vocke.de.

 

Das EHP bietet im Oktober weitere Sprachlehrangebote der besonderen Art: Basic Global English (im EHP selbst), SprachFitnessStudio Schwedisch 1 (an der VHS Donauwörth), “Dracula and Other Vampires” (an der VHS Donauwörth) und die SprachFitnessStudios Spanisch 2 und Französisch 2 (an der VHS Gunzenhausen). Anmeldungen beachten.

 

22.09.14: Rhetorik und Ökonomie

Auf Anregung von Prof. Dr. Heiner Flassbeck hat EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega kleinere Beiträge zum Thema Rhetorik und Ökonomie für die Internet-Plattform Flassbeck-Economics verfasst. Auf dieser Plattform werden kritische Analysen und Kommentare zu Politik und Wirtschaft veröffentlicht. Wie üblich sind Grzegas Beiträge für ein breites Publikum verfasst, nicht nur für ein Fachpublikum. Der erste der Beiträge ist nun publiziert. Zwei weitere werden in den nächsten Tagen erscheinen. Einfach Flassbeck-Economics im Auge behalten!

 

 

 

15.09.14: September-Programm dem Bereich Sprache gewidmet

Nach der Sommerpause startet das Europäische Haus Pappenheim (EHP) wieder mit seinem Programm. Da am 26. September der Europäische Tag der Sprachen gefeiert wird, ist dieser Monat auch dem Themenfeld Sprache gewidmet.

Diesen Freitag, den 19. September, ist EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega Gastredner beim Themen-Tag “Europa bilden” der WBS Training AG. Sein Vortrag “Europäisch lernen – ein Sprachschnupperkurs einmal anders” wird um 9 und um 13 Uhr kostenlos online gesendet, und zwar unter www.wbstraining.de/europa/.

Am Donnerstag, 25. September, gibt es in Kooperation mit dem Kunst- und Kulturverein Pappenheim ein mehrsprachiges Marionettentheater im EHP. Marianne Vocke spielt ab 18.30 Uhr das Stück “Der freigebige Baum” -- zunächst auf Deutsch, dann auf Englisch und schließlich auf Italienisch. Zwischen den jeweiligen knapp 30-minütigen Versionen gibt es ein Pausenangebot. Der Eintritt beträgt 5 EUR (Schüler und Studierende: 3 EUR).

Vom 26. bis 28. September (jeweils 9 bis 17 Uhr) läuft der nächste Deutsch-Kurs “Sprach-Not-Arzt” für Personen ab 16 Jahren mit fehlenden oder nur geringen Deutsch-Kenntnissen. Bei dem Kurs werden diesmal Fernsehaufnahmen gemacht. Die Teilnahmegebühr beträgt daher nur 50 EUR; im Gegenzug müssen die Teilnehmer der Fernsehredaktion jedoch genehmigen, dass Aufnahmen von ihnen veröffentlicht werden. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Die Anmeldung sollte bis 19. September erfolgen.

Am 26. September öffnet sich der obere EHP-Saal um 18 Uhr auch für die Allgemeinheit. Hier kann man für 2 EUR an Grzegas Sprachen-Quiz teilnehmen und erhält nach Bearbeitung der Aufgaben eine EU-Fahne.

Die Sprach-Not-Arzt-Lehrmaterialien sowohl für die Altersgruppe 10 bis 15 als auch für Erwachsene sind ab sofort im EHP erhältlich. Eine erste Fortbildung für interessierte Lehrkräfte gibt es am 30. September, und zwar von 9 bis 18 Uhr (9 bis 13 Uhr: sprachwissenschaftliche Aspekte; 14 bis 18 Uhr pädagogisch-didaktische Aspekte im Jugend- und Erwachsenenunterricht). Teilnahmegebühr: 60 EUR (incl. 1 Lehrwerk nach Wahl). Anmeldung über ehp(at)pappenheim.de oder 09143 / 606-60 bis 23. September.

Spätestens bis Ende des Monats sollte man sich außerdem für den nächsten Kurs “Basic Global English” anmelden. Ab 8. Oktober können Lerner mit fehlenden oder nur geringen Kenntnissen innerhalb von 16 Mittwochabenden ein annähernd mittleres Sprach-Niveau erreichen. Näheres ist auf der Internet-Plattform www.ehp-online.eu (Rubrik “Termine”) zu erfahren.

15.08.14: Sprach-Not-Arzt-Konzept nun auch an Mittelschule getestet

Um auf schnelle Weise die wichtigsten Deutsch-Kenntnisse an Flüchtlinge und Migranten ohne Vorkenntnisse zu vermitteln, hat das EHP die Lehrmethode Sprach-Not-Arzt entwickelt. Dieses ist nun auch an der Mittelschule Neuburg an der Donau getestet worden. Dank Lehrerin Kerstin Zischler, die dort eine reine Ausländerklasse leitet, wurde es möglich, dass EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega und EHP-Projektbeauftragte Sandra Schweihofer im Juli Schüler aus verschiedenen Ländern nach dem Modell unterrichtet haben. Auf der Basis dieser Erfahrungen wird nun eine für die Altersgruppe 11 bis 15 angepasste Version der Materialien entwickelt, die bis zum Beginn des neuen Schuljahres stehen soll. Materialien für den Erwachsenenbereich liegen bereits vor. Diese können auf Anfrage beim EHP erworben werden; um damit ideal arbeiten zu können, bietet das EHP auch entsprechende Fortbildungen. EHP-Leiter Grzega hofft nun, dass bald auch die staatlichen Stellen die Effektivität des Systems und damit dessen Wirtschaftlichkeit zu erkennen. Außerdem hält Grzega die Prinzipien des Systems auch für andere Sprachen anwendbar.

Sandra Schweihofer und Joachim Grzega lehrten dank Kerstin Zischler ...
... Schülern Deutsch nach der Sprach-Not-Arzt-Methode

31.07.14: Josef Göppel: Für Erneuerbare Energien im Regionalhandel

MdB Josef Göppel (re.) im Gespräch mit dem interessierten EHP-Publikum

Besucher aus dem Landkreis und den anliegenden Gebieten fanden sich im EHP zu einem Vortrag des Bundestagsabgeordneten Josef Göppel ein. Das EHP hatte den gelernten Diplom-Forstingenieur Göppel gebeten, die Rolle von Region, Staat und EU beim Thema Klimawandel und Energiewende zu beleuchten. Schon in seiner Einleitung präsentierte EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega den Umweltexperten Josef Göppel als jemanden, der gegen Energieversorgung als reine Börsenware ist. Grzega erinnerte auch daran, dass gemäß Bayerischer Verfassung die Energieversorgung eigentlich überhaupt nicht in die Hand von Privatunternehmen gehöre. Auch in Göppels Vortrag war einer der zentralen Punkte die “Geschäftemacherei” mit der Energieversorgung. Der beliebte Politiker sprach sich vehement für einen regionalen Handel mit erneuerbaren Energien aus. Regionale erneuerbare Energien seien zwar mit hohen Anfangskosten verbunden, aber nicht mit Brennstoffkosten, Knappheiten, unkalkulierbaren Risiken und nicht mit Abhängigkeiten von Krisengebieten und großen Stromkonzernen. Als positives Beispiel nannte er das ländliche Umland von Nürnberg, wo Strom aus Sonne, Wind und Biomasse gebündelt und über bestehende Speicher den Ballungsraum verlässlich und kostensparend versorgt. Wie in der Landwirtschaft gebe es die Möglichkeit, Strom zunächst für den Eigenbedarf zu verbrauchen, dann ähnlich einem Hofladen über eine eigene Leitung zu vermarkten, drittens wie bei einem Wochenmarkt regional zu liefern und letztens an der Strombörse anzubieten wie Ware unterschiedlichster Herkunft in einem Supermarkt. Göppel erklärte eine Süd-Ost-Stromleitung von Mecklenburg-Vorpommern nach Landshut aus Energieversorgungssicht für nicht notwendig. Ferner kritisierte er, dass die EU versäumt hätte, mit der Verbesserung von Technologien Verschmutzungsrechte einzuschränken. Auch mit einigen Mythen räumte Göppel auf. So liegen die Strompreise beispielsweise entgegen der weitverbreiteten Meinung unter dem EU-Durchschnitt; für einen typischen 3-Personen-Haushalt seien die Benzin- und Heizöl-Kosten in Deutschland immer noch größer. Durch die geringen Risiken und Folgekosten sei Ökostrom außerdem günstiger als Atomenergie und fossile Energie. Eine direkte oder indirekte Subventionierung der Atomenergie und der fossilen Energie dürfe es nicht mehr geben. Abschließend unterstrich Göppel noch einmal, dass bei den Erneuerbaren Energien letztlich die Bürger und mittelständischen Unternehmer Eigentümer des Stroms seien, während dies bei zentralen Großkraftwerken die Konzerne seien. Das Thema regte zu zahlreichen Beiträgen und Fragen aus dem Publikum an, sodass die 90 Minuten wie im Fluge vergingen und EHP-Leiter Grzega einige Fragen gar nicht mehr zulassen konnte. Grzega bedankte sich abschließend bei Göppel, dass dieser genau den Prinzipien des EHP entsprochen hätte: er habe ein komplexes Thema allgemeinverständlich dargestellt – mit einfachen Worten, Grafiken und verständlichen Vergleichen.

 

 

 

21.07.14: Josef Göppel spricht zu Klima und Energie

MdB Josef Göppel

Die Reihe „Wozu da die EU?“ geht in die nächste Runde. Dafür konnte das EHP Josef Göppel als Gastredner gewinnen. Am 29. Juli wird der CSU-Bundestagsabgeordnete Göppel ab 19 Uhr einen Einblick in Klimaschutzpolitik und Energiewandel in Europa geben. Der Vortrag soll zeigen, wie das Thema auf örtlicher, regionaler, staatlicher und europäischer Ebene angegangen wird und angegangen werden könnte. Wie immer werden die Vorstellungen des Gastredners anschließend gemeinsam diskutiert.

Göppel engagierte sich bereits in jungen Jahren für den Naturschutz und den Erhalt von Kulturlandschaften. Als Diplom-Forstingenieur arbeitete er als Förster in Herrieden und gründete 1986 den Landschaftspflegeverband Mittelfranken. Mit heute 150 Landschaftspflegeverbänden gilt die Initiative als bundesweites Erfolgsmodell. Vor einigen Jahren gründete Josef Göppel zudem Landcare Europe, ein Netzwerk der europäischen Landschaftspflegeinitiativen. Josef Göppel gilt als das „grüne Gewissen“ der CSU und eckt als Querdenker mit seinen Ansichten auch mal in den eigenen Reihen an. Nachdem er ab 1994 für acht Jahre den Stimmkreis Ansbach-Süd im Bayerischen Landtag vertrat, erhielt er 2002 erstmals ein Direktmandat als Mitglied des Deutschen Bundestags (MdB). Auch hier setzt sich Göppel weiter leidenschaftlich für ein gesundes Miteinander von Wachstums- und Naturpolitik auf regionaler Ebene ein. Er gründete das Netzwerk Erneuerbare Energien in der Region Westmittelfranken, tritt aber auch bundesweit und international für eine nachhaltige Politik ein, etwa mit dem von ihm initiierten Projekt Zukunftssalon Umwelt und seinen Aktivitäten bei Satoyama, einer Initiative zur Nutzung des Landes in Harmonie mit der Natur.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Zur besseren Organisation wird um vorherige Anmeldung unter ehp(at)pappenheim.de oder 09143/606-60 gebeten.

 

15.07.14: Schulklassen nutzten EHP-Expertise

Aktive Schüler aus Donauwörth ...
... und Treuchtlingen im EHP

 

Kurz vor den Schulferien wurden noch einmal die EHP-Angebote für Schüler höherer Klassen genutzt. Schüler der Fach- und Berufsoberschule Donauwörth ließen sich von EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener und ihrem Team in die Welt des europaweit bekannten Autors William Shakespeare entführen. Bei den einzelnen vorbereiteten Aufgaben zeigte mancher Schüler erstaunlich hohen Einsatz. Initiiert hatte diesen Besuch Sandra Schweihofer, die nicht nur an der FOS/BOS Donauwörth unterrichtet, sondern als EHP-Projektbeauftragte das für Migranten und Flüchtlinge gedachte Deutsch-Lehrkonzept “Sprach-Not-Arzt” mit entwickelt. Von der Senefelder-Schule Treuchtlingen kamen die Teilnehmer eines Seminars unter der Leitung von Studiendirektor Martin Stehr ins EHP. In ihrem Seminar beschäftigen sich die Schüler mit den oft humorvollen Ersatzwörtern für Körperteile, zum Beispiel “Birne” für “Kopf”. Dabei untersuchen sie verschiedene Sprachen Europas. Schon zuvor hatte EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega die Schüler in die faszinierende Geschichte von Dingen und deren Bezeichnungen in den verschiedenen Ecken Europas eingeführt. Nach einer Fragebogenaktion kamen die Schüler nun ins EHP, um sich mehrere Stunden lang kritisch mit von Grzega vorbereiteten Quellen auseinanderzusetzen und weitere Daten zu sammeln. Ihre Ergebnisse wollen die Schüler in eine humorvolle Präsentation bringen und im Februar vorstellen. Angeregt wurden sie dabei auch von Grzegas Sprachen-Quiz, das man an 7 Stationen im EHP machen kann.

 

 

 

 

 

08.07.14: Berichte über EHP-Sprachlehrkonzepte in überregionalen Medien

Die Lehr-Konzepte, die im EHP angeboten und mitentwickelt wurden, finden nun auch in überregionalen Medien Beachtung. In der Mai/Juni-Ausgabe der Zeitschrift des bulgarischen Verbandes der Englisch-Lehrkräfte beurteilt Bill Templer auf den Seiten 15 bis 19 Basic Global English und die SprachFitnessStudios (Language Workout) auf sehr positive Weise. Im EHP wird das nächste SprachFitnessStudio am 26./27. Juli angeboten, und zwar zu Niederländisch/Flämisch. Des Weiteren hat die Süddeutsche Zeitung vor Kurzem über unser Sprach-Not-Arzt-Programm berichtet (auch in der Online-Ausgabe). Der nächste Kurs (für Erwachsene) wird im EHP vom 18. bis 20. Juli angeboten. Noch in diesem Sommer soll es außerdem ein Fortbildungsseminar für Deutsch-Lehrkräfte geben.

07.07.14: Präsentation europäischer Jugendproteste gab viele Impulse

Das Projekt-Team "Europäische Jugendproteste"
Silke Müller -- Station Frankreich
Theresa Knoll -- Station Ungarn
Christian Schinko -- Station Spanien
Joachim Grzega -- Station Schweden
Bea Klüsener -- Gesamt-Koordination und Ausblick

Das Team zum Thema “Europäische Jugendproteste” freute sich über das bunt gemischte EHP-Publikum vom Jugend- bis zum Seniorenalter, das teilweise aus Pappenheim und Umgebung kam, teilweise aber auch rund 100 Kilometer Anreise auf sich genommen hatte. Wie schon bei den Präsentationen zu Shakespeare und zur Medienpropaganda hatten Studierende zusammen mit ihren Betreuern, Dr. Bea Klüsener und Prof. Dr. Joachim Grzega, verschiedene Stationen durch das EHP vorbereitet. Die Studierenden der Universität Eichstätt-Ingolstadt hatten diese im Rahmen ihres Master-Studiengangs “Europastudien” erarbeitet. An diesen Stationen konnte man einfach nur zuhören und mitdenken oder auch mitdiskutieren. Die Stationen waren wie gewohnt abwechslungsreich gestaltet. Silke Müller betrachtete die Jugendproteste in Frankreich anhand des Spielfilms “Hass”. Theresa Knoll ging anhand einer Internet-Untersuchung auf die Rolle von jungen Leuten für die ungarische Jobbik-Partei ein. Christian Schinko erörterte die spanische Jugendlichen-Gruppe, die sich “Die Empörten” nennt, anhand eines gleichnamigen Dokumentar-Kurzfilms. Hier versuchten Jugendliche durch eine außergewöhnliche friedliche Aktion die Aufmerksamkeit der Medien zu erhalten. In Schweden dagegen, so zeigte EHP-Leiter Grzega auf, sehen die Jugendlichen nur durch brennende Autos und fliegende Steine eine Chance, die Macht von Mediensprache nutzen zu können. Das EHP deckte damit gemäß seinem Verständnis von “Europa” wieder alle Himmelsrichtungen Europas ab. Einleitung und Abschlussdiskussion wurden von EHP-Botschafterin Klüsener gestaltet. Sie hob hervor, dass die Hintergründe der Ereignisse in den einzelnen Ländern noch so verschieden seien, dass man von einer “europäischen Jugendbewegung” derzeit nicht sprechen kann. Bei allen Unterschieden spielten allerdings immer hohe Jugendarbeitslosigkeit und soziale Ungleichheiten eine Rolle. Neben dem umfassenden Europa-Verständnis ist es ein weiteres Markenzeichen des EHP, komplexe Themen wissenschaftlich zu bearbeiten, aber Ergebnisse allgemeinverständlich zu präsentieren. Dies schien auch diesmal gelungen. Die Zuhörer sprachen dem Projektteam viel Lob und Applaus für die Darstellung der einzelnen Länder aus. Viele Zuschauer hätten zahlreiche Impulse erhalten, um bisherige Ansichten zu überdenken – Ansichten über verschiedene Länder und Kulturen, aber auch über die eigene deutsche Jugend, deutsche Medien und deutsche Arbeitsmarktpolitik. EHP-Leiter Grzega betonte, dass man im EHP auch weiterhin Veranstaltungen für einen aufgeklärteren Umgang mit Mediensprache durchführen werde: wie kann man objektive Tatsachen hinter dem Schleier von Wörtern erkennen. Dies sei notwendig, um Wege zu einem friedvollen und gerechten Miteinander in ganz Europa zu finden. Auch die nächste Veranstaltung des EHP will dazu anregen, über Wörter und Kulturen nachzudenken: Prof. Dr. Grzega beleuchtet am Freitag um 19 Uhr im EHP jüdische Wörter im europäischen Alltag.

 

 

 

30.06.14: EHP-Angebote im Juli

Das Juli-Angebot im EHP startet mit dem Bereich Sprachen. An diesem Freitag und Samstag, 4./5.7., (2 Halbtage) bieten wir für Anfänger unser SprachFitnessStudio Spanisch an. Ein SprachFitnessStudio Niederländisch/Flämisch für Anfänger steht für den 26./27.7. (2 Halbtage) auf dem Programm. Am 12.7. werden wir für jene, die bei uns schon SprachFitnessStudio in Französisch und Italienisch belegt haben, Fortsetzungen anbieten (je 1 Halbtag). Der Termin unseres nächsten Sprach-Not-Arzt-Kurses für Ausländer ohne Deutsch-Kenntnisse ist 18. bis 20.7. -- bitte geben Sie den Termin an interessierte Personen weiter. Für alle Sprachkurse brauchen wir eine Anmeldung – für das SprachFitnessStudio Spanisch bereits bis morgen (Dienstag).


Der Bereich Kultur wird durch unsere humorvolle Ort- und Wort-Wanderung am 7.7. in Treuchtlingen abgedeckt. (Die Anmeldung erfolgt über die Tourist-Info Treuchtlingen).


Der Bereich Politik wird vor den Sommerferien mit einem Vortrag von MdB Dr. Josef Göppel am 29.07. abgeschlossen. Bereits diesen Sonntag, 6.7., findet jedoch von 14 bis 16h wieder eine unserer EHP-Themenführungen zum Zuschauen und Mitmachen statt. An vier verschiedenen Stationen werden EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener und Studenten das Thema “Jugendproteste in der jüngeren europäischen Geschichte” vorgestellen. Dies wird anhand der Länder Frankreich, Spanien, Ungarn und Schweden gezeigt. Natürlich geht es dabei auch um die Frage, welche Erkenntnisse wir daraus für uns in Deutschland ziehen können. Zur besseren Organisation bitten wir um vorherige Anmeldung.


Näheres ist über unsere Webseite unter dem Punkt “Termine” zu erfahren.

 

24.06.14: Jugendproteste in der EU

Während die Jugend in Deutschland manchmal als unpolitisch erachtet wird, wird in anderen EU-Ländern der politische Aufschrei von Jugendlichen in mancherlei Protestaktionen sehr deutlich. Mit diesem Thema haben sich unter der Leitung von EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener Studierende des Master-Studiengangs Europastudien an der Universität Eichstätt-Ingolstadt befasst. Die Ergebnisse werden nun am 6. Juli von 14 bis 16 Uhr im EHP vorgestellt – zum Zuhören oder auch zum aktiven Mitdiskutieren. Wie gewohnt berücksichtigen Veranstaltungen im EHP dabei alle Himmelsrichtungen. Als Beispiel für den Westen zeigte Silke Müller die Jugendproteste in Paris und geht auf den Spielfilm “Hass” ein. Der Süden wird durch Spanien repräsentiert: hier zeigt Christian Schinko die Situation anhand eines Dokumentar-Kurzfilms auf. Der Osten wird durch Theresa Knolls Überblick über die Rolle der Jugend in der Jobbik-Partei gezeigt. Die drei studentischen Stationen werden durch eine Station zur Lage in Schweden von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega ergänzt. Die Veranstaltung ist kostenlos; das EHP bittet jedoch um vorherige Anmeldung bis Freitag, 4. Juli. Gymnasiallehrkräfte der Fächer Spanisch, Französisch und Sozialkunde können die Veranstaltung als Fortbildung besuchen; eine Anmeldung ist über die Akademie Dillingen oder direkt über das EHP möglich.

 

 

 

23.06.14: Experten der Gemeinwohl-Ökonomie fühlten sich im EHP wohl

Volker Jäger (Koordinator der GWÖ-Forschergruppe), Prof. Dr. Bernd Fittkau und Regina Sörgel ...
... diskutieren mit dem Publikum

Zum Abschluss einer internationalen Tagung mit Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde im EHP das wirtschaftliche Modell der Gemeinwohl-Ökonomie vorgestellt. Einige Ideen werden bereits in Unternehmen und Kommunen umgesetzt. Vorgestellt wurde unter anderem die Sparda-Bank München. Den Wissenschaftlern gefiel es, im EHP ihre Forschungsergebnisse mit einem allgemeinen Publikum zu diskutieren. Sie hoffen auch noch auf weitere Unternehmen und Kommunen als Förderer der Gemeinwohl-Ökonomie, die letztlich auch in der bayerischen Verfassung verankert sei. Die Wissenschaftler haben das EHP als Ort für alternative Ideen erlebt und überlegen, auch im nächsten Jahr wieder eine Tagung in Pappenheim durchzuführen.

 

 

16.06.14: Gemeinwohl-Ökonomie: Erste Erfahrungen mit Ideen zu einem neuen Wirtschaftsmodell

Das Europäische Haus Pappenheim (EHP) hat es sich zum Ziel gesetzt, gesellschaftspolitische Ideen vorzustellen, die in den Medien nur eine Rand-Rolle spielen, aber auf positive Ergebnisse in der Praxis gestützt werden können. Ein Vorschlag für eine radikale Neugestaltung der Wirtschaft in Europa ist die Gemeinwohl-Ökonomie. Wie der Name es ausdrückt, ist der Beitrag zum Allgemeinwohl das Ziel wirtschaftlichen Handelns. Neben einer gerechten und solidarischen Ökonomie steht auch die Veränderung des ökologischen Verhaltens im Vordergrund, beispielsweise die Verminderung des Naturverbrauchs, also des ökologischen Fußabdrucks. Gewinn ist dabei nicht mehr Ziel, sondern nur noch Weg zum Ziel. Wie genau dies aussehen kann und welche Erfahrungen es mit ersten Umsetzungsversuchen in Unternehmen und Gemeinden gibt, stellen Experten am Sonntag, 22. Juni, von 14 bis 16 Uhr im EHP vor. Zur besseren Organisation wäre eine kurze Anmeldung bis 20. Juni hilfreich. Wer sich schon vorher über das Modell erkundigen will, kann dies auf folgender Webseite tun: https://www.ecogood.org/.

 

13.06.14: Günther Beckstein zur Verflechtung von Kirche und Staat

Dr. Günther Beckstein [© Wikimedia]

Unterstützt vom Lutherdekade-Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland führt das EHP in Kooperation mit dem Kloster Heidenheim eine Veranstaltung zum Thema “Kirche im Staat, Staat in der Kirche – Wieviel Verflechtung brauchen wir?” durch, und zwar am 29. Juni 2014, von 17 bis 19 Uhr, im Innenhof des Klosters (Ringstraße 1, 91719 Heidenheim). Nach einer Begrüßung durch Dekan Klaus Kuhn, der das Thema auch in seiner Predigt am Vormittag behandeln wird, gibt EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega einen knappen Überblick über das Verhältnis von Kirche und Staat in verschiedenen europäischen Ländern. Danach erfolgt der Hauptvortrag. Als Redner konnte der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein gewonnen werden. Beckstein ist studierter Jurist und engagiert sich seit Jahrzehnten für die christliche Kirche. In seiner Jugend war er unter anderem im Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) aktiv. 1996 wurde er berufenes Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche in Bayern, 2009 wurde er Vizepräses der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. Nach Becksteins Vortrag wird es Gelegenheit zur Diskussion geben. Dabei wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Der Eintritt beträgt 5 EUR incl. einem Verzehrbon. Anmeldung wird erbeten bis zum 22. Juni beim Kloster Heidenheim unter anne.mueller(at)elkb.de oder 0988/275 oder beim EHP unter ehp(at)pappenheim.de.

 

03.06.14: Weitere EHP-Kooperationen mit anderen Städten

Das EHP intensiviert seine Kooperationen mit anderen Städten. Im Mai gab es Veranstaltungen in Stuttgart und Ansbach. Seit Mai wird einmal im Monat eine Ort- und Wort-Wanderung in Treuchtlingen angeboten. Der nächste Termin ist 07.07., 11.00-11.45h (Anmeldung über Tourist-Information Treuchtlingen, 09142 / 9600-60).


An diesem Donnerstag, 05.06., 19.30-21.00h, findet an der VHS Donauwörth die Veranstaltung “First Lesson in ‘Foreignish’” statt (Spindeltal 5; Referent: EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega), und am Freitag, den 27.06., 18.00-21.00 die Veranstaltung “Monster or Media Star? Understanding Dracula and Other Vampires” (Spindeltal 5; Referentin: EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener).


Am 29.06., 17-19h, schließlich ist im Kloster Heidenheim der Vortrag “Kirche im Staat, Staat in der Kirche - Wieviel Verflechtung brauchen wir?” zu hören. Referent ist der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein. Einleitung und Moderation übernimmt EHP-Leiter Grzega. (Anmeldung bis 1 Woche vorher bei Dr. Anne Müller, Projektmanagerin Kloster Heidenheim, anne.mueller(at)elkb.de).

 

 

 

27.05.14: Neues Sprachprogramm für Migranten und Flüchtlinge entwickelt: Der Sprach-Not-Arzt

Sprach-Not-Arzt-Team: Claudia Sand, Sandra Schweihofer, Joachim Grzega

Im kleinstädtisch-ländlichen Raum kommen zwar jeden Monat neue Migranten und Flüchtlinge an, aber nicht jeden Monat kann ein neuer Deutsch-Kurs angeboten werden. Behelfsmäßig gibt es das eine oder andere ehrenamtliche Angebot. Lehrkräfte vermissen außerdem gute Lehrmaterialien für Lerner mit gar keinen oder nur sehr wenigen Vorkenntnissen. Mit diesem Problem hatten sich Bürger aus Pappenheim und Umgebung an EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega gewandt.

Grzega ist Spezialist für Sprachanfangsunterricht und hat zum Ziel gesetzt, ein effektives und effizientes System zu entwickeln, damit Menschen ohne Deutsch-Kenntnisse und mit verschiedensten Muttersprachen in möglichst kurzer Zeit die Wörter und Grammatik-Bausteine für die wichtigsten Bereiche der neuen Lebenssituation erlernen können. Das Projekt-Team besteht neben Grzega aus seiner Stellvertreterin, Claudia Sand, und einer weiteren Mitarbeiterin, Sandra Schweihofer. Ermöglicht wurde das Projekt durch Spendengelder der Sparda-Bank Treuchtlingen, der Sparkasse Mittelfranken-Süd und der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte sowie durch Unterstützung der Firma ASEcoLi.

Nach verschiedenen Experimenten mit verschiedenen Erwachsenen-Gruppen hat das Projekt-Team nun ein 3-tägiges Seminar als Angebot erstellt. Später können die Lerner dann an einem der existierenden Aufbau- bzw. Integrationskurse teilnehmen. Durch das Sprach-Not-Arzt-Programm im EHP erwerben die Lerner ihre Kenntnisse mit einer wissenschaftlich erprobten speziellen Lehrtechnik und einem ausgeklügelten Bilder-System. Die Bilder zeigen entweder Wörter und Grammatik-Informationen, aus denen die Lerner dann Sätze bauen sollen, oder es sind Anweisungen für Dialoge. Die Methode basiert letztlich auf Grzegas Sprachworkout-Methode, die im EHP auch unter dem Namen SprachFitnessStudio bekannt ist und sogar schon Lerner aus Flensburg angezogen hat. Auf den Webseiten des EHP ist ein 5-minütiger Clip zum neuen Konzept zu sehen, das die Erfinder “Sprach-Not-Arzt-Programm” getauft haben.Im EHP soll es dazu nun monatliche Angebote sowie Lehrerfortbildungen geben. Organisationen können das Angebot aber auch extern buchen. Das System lässt sich außerdem auch auf andere Sprachen übertragen. Die Grundprinzipien des Modells lassen sich nicht nur bei Jugendlichen und Erwachsenen, sondern auch bei Kindern anwenden. Die Erstellung einer Konzept-Variante für Kinder steht nun auch als nächstes an.

 

 

18.05.14: Studierende klärten über Propaganda bei EU-Themen auf

Viel Lob ernteten die Studierenden der Universität Eichstätt, die im EHP unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Grzega mehrere EU-relevante Themen und deren Darstellung in europäischen Medien erörterten. EHP-Leiter Grzega verdeutlichte zu Beginn, dass von allen Wahlen die EU-Wahl die meisten Konsequenzen für das Alltagsleben der Bürger haben werde und es für den Alltagsbürger daher gut sei, die Abgabe der Stimme nicht nur Unternehmenslobbyisten zu überlassen. Er hoffe, dass mit diesem Tag die Besucher aufgeklärter mit der Sprache der Medien umgehen könnten und Wort-Schleier beiseite schieben, um Fakten besser wahrzuehmen.

Danach waren die Studierenden an der Reihe. Julia Grauvogl gab einen Gesamtüberblick über das Projekt: Jeder Projektteilnehmer war zum einen Zeitungsspezialist für eines der Länder Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Tschechien. Besonders interessant sei dabei gewesen, dass tschechische Zeitungsüberschriften am neutralsten seien, während die Zeitungsredaktionen anderer Länder häufiger eine manipulative Wortwahl verwendeten. Zum anderen hatte sich jeder Teilnehmer in ein selbst gewähltes Sachthema eingearbeitet. Die Medienanalysen und Faktenchecks wurden den Besuchern in einer Tour durch die einzelnen Räume präsentiert. Dabei wurde man zum Nachdenken und Mitdiskutieren angeregt. Für ausreichend Verpflegung hatte EHP-Mitarbeiterin Wilma Vogel gesorgt.

Die italienische Austauschstudentin Michela de Fornasari verglich die Benennungen der Wirtschaftskrise als Staatsschuldenkrise, Euro-Krise, Euroraum-Krise und Bankenkrise mit den tatsächlichen ökonomischen Daten. Dabei zeigte sie auf, dass Staatsschulden als Folge, aber nicht als Ursache der Wirtschaftskrise gesehen werden können und dass auch Deutschland sich nicht an vereinbarte Inflations- und Lohnziele gehalten hätte. Katharina Marschall blickte auf Wortwahl im Rahmen der Energiewende und verglich mit dem Fortschritt der Energiewende in den jeweiligen Ländern; entgegen dem, was Medien suggerieren, ist Deutschland bei der Energiewende nur im Mittelfeld. Kristina Wucherer blickte auf die Ängste, die im Rahmen der Bevölkerungsentwicklung geschürt werden. Sie zeigte auf, dass immer nur das erwirtschaftete Einkommen einer Gesellschaft auf alle Mitglieder verteilt werden könne und dass die Nicht-Erwerbstätigen niedriger sei als in den 1970er Jahren. Statt über eine durch profitorientierte Unternehmen durchgeführte, risikoreiche Privataltersvorsorge könne die Verteilung dabei über die ursprüngliche staatlich organisierte Rente zuverlässiger geleistet werden. Michael Kahoun verglich das Bild, das über Russland heute und vor sechs Jahren in Zeitungsüberschriften vermittelt wird; er ging dabei vor allem auf die Vielschichtigkeit der Krim-Krise und die Sichtweise Russland ein, die in den Medienberichten meist nicht dargestellt werde. Die Krim-Krise beleuchtete auch Nina Hippler, um zu sehen, welche Zeitungen und Länder stärker von Krieg sprechen und welche eher von Frieden. Sie zeigte, dass die Wendung “Krieg vermeiden” trotzdem das Wort “Krieg” und die damit verbundenen Bilder in den Köpfen der Menschen hervorrufen und dadurch “normaler” machen, was zum Vorteil der Rüstungsindustrie sei. Dabei zeigte sie auch Wege zu einem auf Frieden orientierten Gesprächsstil auf.

Die diskussionsfreudigen Besucher zeigten sich von der Leistung der Studierenden äußerst beeindruckt. Auch Grzega, der seine Kurse nach dem Prinzip “Lernen durch Lehren” gestaltet, war mit den Studierenden zufrieden: Sie hätten gezeigt, dass sie ein Thema sprach- als auch faktenbezogen analysieren können und diese Kenntnisse einem bunt gemischten Publikum souverän vermitteln können. Die Posterpräsentationen der Studierenden können auf Anfrage noch bis 23. Mai im EHP angesehen werden.

Das Medienanalyse-Team: Prof. Dr. Joachim Grzega, Katharina Marschall, Nina Hippler, Michela de Fornasari, Julia Grauvogl, Kristina Wucherer, Michael Kahoun
Überblick zum Projekt und zur Macht von Sprache (Julia Grauvogl)
Station Wirtschaftskrise (Michela de Fornasari)
Station Energiewende (Katharina Marschall)
Station demografische Entwicklung (Kristina Wucherer)
Station Russland-Bild (Michael Kahoun)
Station Krieg/Frieden (Nina Hippler)
Aufruf zur informierten EU-Wahl (Joachim Grzega)

12.05.14: Studentenprojekt: Wie Medienpropaganda unser Denken über Europa manipuliert

Finanz-Experte Günter Grzega zu Freihandelsabkommen und anderen EU-Themen
Wortwitzreiche Polit-Satire mit Joachim Grzega
Wie funktioniert Medienpropaganda?

Ob wir’s merken oder nicht: der Ausgang der EU-Wahlen wird unser Alltagsleben am meisten beeinflussen“, so EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega. „Deshalb sollte sich jeder ein bisschen mit Wirtschaft und Politik auseinandersetzen und bei der EU-Wahl diejenige Partei wählen, die seinen Vorstellungen am meisten entspricht. Jeder, der nicht wählt, unterstützt automatisch die Entscheidung derjenigen, die zur Wahl gegangen sind.“ Das EHP möchte daher über verschiedene zentrale Themen auf unterschiedliche Weise aufklären, sodass für jeden etwas dabei ist. Letzte Woche gab es einen Fachvortrag von Günter Grzega (Text auf den EHP-Webseiten) und Polit-Satire von Joachim Grzega.

Am Sonntag, 18. Mai, gibt es von 14 bis 16 Uhr eine Ausstellung zum Zuhören oder Mitmachen, die durchs ganze Haus führen wird. Studierende der Universität Eichstätt unter der Leitung von Prof. Grzega werden dabei aufzeigen, wie die Sprache von europäischen Zeitungen unser Denken über Europa manipuliert und manche Sichtweisen behindert. Die Studierenden zeigen dies anhand der von ihnen selbst gewählten Themen Wirtschaftskrise, Ukraine-Krise, demografische Entwicklung und Energiewende. Darüber hinaus wird es kurze Informationen auch zu anderen Themen geben. Titel der Veranstaltung: “Aspekte der EU in der europäischen Meinungsmache”. Auch für Erfrischungen wird gesorgt. Fremdsprachenkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenlos; das EHP bittet jedoch um vorherige Anmeldung bis Samstag, 17. Mai. Gymnasiallehrkräfte der sprachlichen Fächer sowie der Fächer Sozialkunde und Wirtschaft/Recht können die Veranstaltung als Fortbildung besuchen (sie dauert dann bis 16.30 Uhr); eine Anmeldung ist über die Akademie Dillingen oder direkt über das EHP möglich. Bei Interesse kann die Ausstellung auf Anfrage auch noch bis 23. Mai einzeln besichtigt werden.

 

06.05.14: Der EU-Lügendetektor – Satirisches zur EU-Wahl

Hat das EU-Parlament nun Macht, oder nicht? Was hat es mit der Gurkenverordnung auf sich? Wieviel zahlt Deutschland nun für die EU? Am Freitag, 9. Mai, begibt sich Joachim Grzega im EHP als Lügendetektor auf eine humoristisch-satirische Suche nach Wahrem, Halbwahrem und Unwahrem in Aussagen über die EU. Der Eintritt ist 5 EUR (Schüler und Studenten 3 EUR). Die Veranstaltung beginnt bereits um 18 Uhr (!!!), nicht erst um 19 Uhr (wie in einer früheren Pressemeldung zu lesen war).

01.05.14: Günter Grzega: Wie man die Zukunft Europas für ALLE fair gestaltet

Günter Grzega

 

Am 5. Mai um 19:00 Uhr spricht Günter Grzega im EHP zum Thema „Ökosozial und gemeinwohlorientiert – wie man die Zukunft Europas für ALLE fair gestaltet“. Günter Grzega ist der Vater von EHP-Leiter Joachim Grzega und hat die Entwicklung unserer Wirtschaft und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise kennengelernt und nicht nur in unserem Raum mitgestaltet. Er betrachtet berufliches und ehrenamtliches Engagement als gleichwertige Säulen für funktionierende Demokratien. Deshalb hat er sich selbst dann für seine Heimatstadt Treuchtlingen engagiert, als München während seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender der genossenschaftlichen Sparda-Bank sein beruflicher Mittelpunkt war. Er gründete nicht nur die Sparda-Zweigstelle Treuchtlingen. Als Mitbegründer, langjähriger Vorsitzender und nunmehr Ehren-Vorsitzender der THW-Helfervereinigung Treuchtlingen hat er einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige technische Einsatzfähigkeit des örtlichen THW geleistet. Auch als aktuell einziges Ehrenmitglied des ESV Treuchtlingen 1883 engagiert er sich weiterhin für diesen großen Verein, und zwar als Leiter des Tennisclubs mit einem aktuell weit über die Landkreisgrenzen hinaus anerkannten Konzept für eine nachhaltige Kinder- und Jugendarbeit. Neben dem Ehrenamt ist für Grzega aber auch die Wirtschaftspolitik von entscheidender Bedeutung. Seit etlichen Jahren setzt er sich überparteilich für einen europäischen Ausstieg aus der neoliberalen Wirtschaftsideologie ein. Als Finanzmarkt-Insider und Dialogpartner von Wirtschaftswissenschaftlern in seiner Eigenschaft als Mitglied im Senat der Wirtschaft Deutschland (www.senat-der-wirtschaft.de) und als Vorstandsvorsitzender des Senats-Instituts für gemeinwohlorientierte Politik (IGP) (www.igp-deutschland.de) kennt er die Profit-Maximierungs-Strategien des Neoliberalismus und deren zerstörerischen Auswirkungen für die Gesellschaft. Eine gute gesellschaftliche Zukunft erfordere laut Grzega einen Wechsel zu einem Modell, bei dem alle Beteiligten am Handeln eines Unternehmens eine faire Teilhabe erfahren. Er nennt dies „gemeinwohlorientierte ökosoziale Marktwirtschaft“. Günter Grzega verbindet in seinen Referaten Theorie und Praxis in einer allgemein verständlichen Sprache und bezeichnet die herrschende Profit-Maximierungs-Ideologie als intellektuell naiv, aber eben als gesellschaftlich hoch gefährlich. Eine Marktwirtschaft, die ökologisch, umweltbewusst und für zukünftige Generationen ausgerichtet ist, könne aber nur erreicht werden, wenn zuerst der Neoliberalismus mit demokratischen Mitteln auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen wird. Eingehen wird Grzega auch auf die Entwicklung des Euro sowie das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP-Abkommen). Bei letzteren könne es in Wirtschafts- und Umweltfragen zu einer Entmachtung der parlamentarischer Gremien und unserer unabhängigen Justiz kommen. Dann würden Schiedsgerichte sprechen, aber eben nicht mehr „im Namen des Volkes“, sondern „im Namen des Geldes“. Zur besseren Organisation bittet das EHP Interessenten um eine kurze Voranmeldung (ehp(at)pappenheim.de oder 09143/606-60).

29.04.14: EHP-Angebote zur Vorbereitung auf die EU-Wahlen

Der Mai ist der Monat, in dem über die EU-Wahlen Weichen in Europa neu gestellt werden. Aufgrund der vielen EU-Gesetzgebungen, die das Alltagsleben beeinflussen, sind die EU-Wahlen als die wohl wichtigsten Wahlen für den Alltagsbürger anzusehen. Wer nicht zur Wahl geht, unterstützt automatisch den Willen jener, die zur Wahl gegangen sind. Das EHP bietet diesbezüglich einige Veranstaltungen:


  • 01. Mai, 13-17h, Treuchtlingen: Informationsstand am Fest der Kulturen in Treuchtlingen (Fischergasse, 13-17 Uhr)

  • 05. Mai, 19-20.30h, EHP: “Ökosozial und gemeinwohlorientiert – Wie man die Zukunft Europas für ALLE fair gestaltet” (Vortrag und Diskussion mit Günter Grzega, Vorstandsvorsitzender des Senats-Insituts für gemeinwohlorientierte Politik)

  • 05. Mai bis 23. Mai, EHP: Informationsausstellung zur EU-Wahl (Besichtigung auf Anfrage)

  • 06. Mai, 19.30-21h, Stuttgart: “Willy Brandt – ein großer Europäer” mit einem Ausblick auf den Frieden in Europa (Vortrag und Ausstellung von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega, Stuttgart, Haus Degerloch)

  • 09. Mai, 18-19.30h, EHP: “Der EU-Lügendetektor – Humorvolle Blicke auf Wahres, Halbwahres und Unwahres über die EU” (Satirisches mit Joachim Grzega)

  • 18. Mai, 14-16h, EHP: “Aspekte der EU in der europäischen Meinungsmache” (Präsentation von Studierenden unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Grzega, zum Anschauen oder Mitmachen)


Außerdem ist seit gestern der Wahlomat der Bundeszentrale für politische Bildung freigeschaltet, und zwar unter http://www.wahlomat.de. Beim Wahlomat kann man seine persönliche Haltung zu 38 Thesen mit den Haltungen der einzelnen Parteien abgleichen. Das dient als Orientierung für die Wahlen. Empfehlenswert ist dabei, nicht nur die Positionen der Parteien zu prüfen, sondern sich am Ende auch die kurzen Begründungen für diese Positionen bei den jeweiligen Parteien anzusehen.

Ferner wollen wir wieder auf Internet-Plattformen hinweisen, in denen zu EU-Themen Haltungen und Begründungen zur Sprache kommen, die in den Massenmedien nur wenig Raum finden.


27.04.14: Die jüngsten EHP-Höhepunkte

 

Im April vor 450 Jahren wurde der europaweit bekannte Dichter Shakespeare geboren. Daher beginnen in diesen Tagen viele Gedenkveranstaltungen. Das EHP war dagegen eine der ersten Einrichtungen europaweit, die Shakespeare schon seit Beginn des Jahres mit einer Ausstellung bedacht haben. Diese Ausstellung haben wir nun beendet, und das EHP bedankt sich dazu noch einmal bei den Eichstätter Studierenden, die die Ausstellung unter Federführung von EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener erstellt haben.

Zur großen Shakespeare-Veranstaltung war auch ein Ehepaar knapp 600 km aus Nordrhein-Westfalen angereist, das damit unseren bisherigen Anreise-Rekord (aus dem Allgäu, knapp 200 km) überboten hatte. Auch dieser Rekord wurde nun aber beim SprachFitnessStudio Polnisch vergangenen Freitag und Samstag gebrochen. Hierzu kam ein Teilnehmer sogar über 800 km aus Flensburg angereist. Er hatte in der Presse über das spezielle Lehrkonzept im EHP gelesen und wollte dieses System für eine Reise nach Polen an der als schwer geltenden Sprache testen. Er zeigte sich überrascht, was in 2 Halbtagen mit dem Konzept der SprachFitnessStudios möglich war. Bei einem Fortsetzungskurs möchte er wieder ins EHP kommen.

Die nächsten kulturellen Veranstaltungen sind die 45-minütige Ort- und Wortwanderung, die am 12. Mai um 11 Uhr am Stadtschloss Treuchtlingen beginnt (Anmeldung über Informationszentrum Treuchtlingen 09142/9600-64) sowie der humorvolle musikgeschichtliche Abend “Europa in Dur und Moll” am 19. Mai, 18 Uhr an der VHS Donauwörth (dort auch Anmeldung).

Hingewiesen sei außerdem auf die SprachFitnessStudios Französisch 1 (16.05. abends und 17.05. vormittags an der VHS Donauwörth, dort auch Anmeldung) und Ungarisch 2 (17.05. nachmittags im EHP, Anmeldung im EHP bis eine Woche vorher).

Da im Mai auch die Europa-Wahl ansteht, wird es weitere Veranstaltungen aus dem politischen Themenfeld geben. Die nächste ist ein Informationsstand am Fest der Kulturen in Treuchtlingen (1. Mai, 13-17 Uhr, Fischergasse): Worum geht es bei dieser Wahl? Weitere EHP-Veranstaltungen im Rahmen der EU-Wahlen werden im nächsten Newsletter angekündigt.

 

 

08.04.14: Zweite internationale EHP-Tagung: Diskussion sowohl unter Fachkollegen als auch mit Bürgern

An der 2. Eurolinguistik-Tagung im EHP nahmen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus Deutschland, Österreich und Frankreich teil; Beiträge von Sprachwissenschaftlerinnen aus Italien und Algerien wurden dank moderner Technik in den Veranstaltungsraum geschaltet. Grzega freute sich, dass die Tagung mehrere Generationen von Wissenschaftlern und mehrere Fächer (Sprachwissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaft, Psychologie und Ökonomie) zusammenbrachte. Die Teilnehmer lobten die innovativen Angebote des EHP, von denen Prof. Dr. Joachim Grzega, Claudia Sand und Dr. Bea Klüsener einige Beispiele gaben. Auch Arbeiten von Studierenden der Universität Eichstätt-Ingolstadt wurden dabei wieder vorgestellt; Nora Hanusch und Robert Steinhauser hielten sogar Fachvorträge. Als nächstes wollen die Teilnehmer nun Ideen entwickeln, wie an Schulen und Universitäten ein Fach “Europasprachen” verankert werden könnte. Dies soll auch das Rahmenthema der nächsten Tagung sein. Grzega sorgte auch für ein kulturelles Programm. Nachdem letztes Jahr die europabezogene Tour durch Pappenheim selbst führte, brachte Grzega die Tagungsteilnehmer diesmal an den Karlsgraben und zur Treuchtlinger Denkmalslok als Symbole wichtiger Entwicklungen in der europäischen Geschichte. Den Abschluss bildete auch diesmal eine öffentliche Veranstaltung, in der einige der Forschungsergebnisse nun auf verständliche Weise interessierten Bürgern vorgestellt und mit diesen diskutiert wurden. Die Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen an ein Allgemeinpublikum liegt EHP-Leiter Grzega sehr am Herzen. Dabei wurde auch der Zusammenhang zwischen Sprache, Denken und Handeln in Medien und Politik erörtert. Die Veranstaltung diente somit auch der Aufklärungsarbeit für die EU-Wahlen Ende Mai. EHP-Leiter Grzega unterstrich, dass ihm ein aufgeklärter Umgang mit der Sprache von Journalisten, Politikern und Lobbyisten wichtig ist.

 

Die Teilnehmer der 2. internationalen EHP-Konferenz

26.03.14: Erste EHP-Angebote zur Vorbereitung auf die EU-Wahlen

Das EHP plant eine Reihe von Angeboten, damit sich Bürger auf die EU-Wahlen Ende Mai vorbereiten können. Am Sonntag, 06.04., 14-16 Uhr, findet im EHP die allgemein öffentliche Abschlussveranstaltung der internationalen Sprachwissenschaftler-Konferenz im EHP statt. Wie im vergangenen Jahr werden die Wissenschaftler ihre neueren Forschungsergebnisse in allgemeinverständlicher Sprache vortragen und mit den Bürgern diskutieren. Ein Aspekt wird die Rolle der Sprache in Politik und Medien sein, auch mit Blick auf Europa. Andere Gebiete sind das Unterrichten von Sprache, rassistisch klingende Wörter in älterer Literatur und der Wert der Zusammenarbeit zwischen Sprachwissenschaftlern und Nicht-Sprachwissenschaftlern. Die Moderation übernimmt EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega. Fremdsprachige Beiträge werden übersetzt. Die Veranstaltung ist frei. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

 

Grzega hat außerdem einen Aufsatz mit dem Titel “Ein anderes Europa – im Sprechen, Denken und Handeln” verfasst. Dieser steht nun sowohl in einer deutschen als auch in einer englischen Fassung auf den Webseiten des EHP. Auf Anfrage kann das EHP gedruckte Exemplare zum Selbstkostenpreis erstellen und zusenden. In seinem Aufsatz zeigt Grzega, dass Wörter unterschiedliche Blicke auf eine Sache versperren. Grzega betont, dass die Bedeutung von Wörtern nicht naturgegeben ist. Wir können entscheiden, was wir unter dem Begriff “wirtschaftlicher Erfolg” verstehen wollen. Statt dem üblichen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes untersucht Grzega die Leistung von Ländern mit Blick auf alternative Ziele: zum Beispiel ein langes gesundes Leben genießen; eine gute Schulbildung haben; ein sicheres Leben in Freiheit und ohne Armut führen. Als Abschluss werden einige Ideen für das Gespräch mit Parlamentskandidaten angeboten.

18.03.14: Sprache kann Krieg oder Frieden bewirken – auch in der Krim-Krise

Der von Willy Brandt, Helmut Kohl, Michail Gorbatschow und anderen erwirkte Ost-West-Friede ist in Gefahr. Der Mensch liebt es nämlich einfach: "wir" und "die anderen", "gut" und "böse", "schwarz" und "weiß" (ohne Graustufen). Die Einteilung geschieht subjektiv. Das gilt auch in der Krim-Krise. Dazu kommt, dass viele zeigen zu müssen glauben, dass sie stärker sind. Die EU sendet an Russland "Warnungen", "Aufforderungen", "Drohungen" -- Lautes kommt am ehesten in die Massenmedien der EU. Doch das Recht des (mutmaßlich) Stärkeren ist eigentlich etwas aus früheren Jahrhunderten. So schön einfache und subjektive Kategorisierungen in "gut" und "böse" ohne Zwischenstufen sein mögen, sie taugen nicht für internationale Politik und echt kritische Medien. Ein Gesprächsmodell wäre die Gewaltfreie Kommunikation, die Marshall Rosenberg entwickelt hat. Kern seines Modells ist die strikte Trennung zwischen (1) allen Menschen gemeinsamen Bedürfnissen und (2) Strategien, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Nachdem jemand beschrieben hat, welche Strategie des Gegenübers welches Bedürfnis stört, erbittet er dann eine konkrete alternative Strategie. Mit Rosenbergs Modell können zwei Menschen nicht nur Konflikte lösen, sondern auch vermeiden. Nun ist die Herausforderung für Politiker, dass sie nicht für sich selbst sprechen sollen, sondern für eine Gruppe, die sie repräsentieren. EU-Repräsentanten sollten also für die EU-Bevölkerung sprechen. Das heißt, dass sie die EU-Verträge kennen und Einfühlungsvermögen für alle(!) Menschen in der EU haben müssen. Sie müssen sich fragen, welche Strategien für die Erfüllung der Bedürfnisse und der EU-Ziele taugen. Gleichzeitig ist Einfühlungsvermögen für jenes Gegenüber zu entwickeln, mit dem man ein Problem hat. EU-Repräsentanten mögen ihr Bedürfnis nach Ordnung (gemäß internationaler Verträge) nicht erfüllt sehen, wenn Russland-Repräsentanten Militär in die Krim schicken. Für sie mag es eine Völkerrechtsverletzung darstellen. Möglicherweise haben Russland-Repräsentanten aber gedacht, dass sie westlichen Gepflogenheiten entsprächen, da ja auch etliche EU-Länder vor 15 Jahren ohne UN-Mandat Jugoslawien bombardiert hatten. EU-Repräsentanten mögen ihr Bedürfnis nach Ordnung (gemäß ukrainischer Verfassung) nicht erfüllt sehen, wenn Russland-Repräsentanten Unabhängigkeitserklärung und Volksentscheid in der Krim akzeptieren. Möglicherweise haben Russland-Repräsentanten aber gedacht, dass sie EU-Gepflogenheiten entsprächen, da diese ja auch die behauptete Abwahl von Janukowitsch anerkannt hat, obwohl die verfassungsgemäße Stimmenzahl nicht erreicht worden war. EU-Repräsentanten mögen ihr Bedürfnis nach Sicherheit nicht erfüllt sehen, wenn Russland-Repräsentanten Militär in die Krim schicken. Möglicherweise sahen aber zuvor die Russland-Repräsentanten ihr Bedürfnis nach Sicherheit nicht erfüllt, weil für das EU-Verhalten weder über den NATO-Russland-Rat noch über den Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat noch über Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) ausreichende Vereinbarungen erfolgten. Dies sind Mutmaßungen. Und Unrecht des einen soll nicht Unrecht des anderen entschuldigen. Aber dies soll zeigen, dass eine Situation eben unterschiedlich kategorisiert werden kann. Daher ist der Dialog auf Augenhöhe wichtig. Gerade bei staatlichen Organisationen ist nicht das Prinzip der Konkurrenz gefragt, sondern jenes der Kooperationen. Die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg ist ein Modell, bei der jedes unglückliche Vorkommnis separat aufgearbeitet wird. Die Gesprächspartner können auch ihre eigenen Kommunikationsregeln finden, wie dies etwa der UNESCO-Lehrstuhl für Friedensforschung der Universität Innsbruck vorschlägt. Langjährige Erfahrungen bieten auch das von Johan Galtung 1959 gegründete Peace Research Institute Oslo sowie das 1966 gegründete Stockholm International Peace Research Institute. Für die Europawahlen bedeutet dies, dass man bei den zu wählenden Kandidaten auch prüft, wie deren Vorstellung von der Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Ländern aussieht bzw. wie deren Vorstellung von internationalen, globalen Friedensbündnissen aussieht. Letztlich gilt dabei: auf die Sprache (einschließlich ihrer Lautstärke) kommt es an. Auch dies ist etwas, das wir im EHP untersuchen und vermitteln.

11.03.14: Rege Diskussion zur Wirtshauskultur in Bayern und Europa (Kopie 1)

Zusammen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband hatte das EHP die Idee entwickelt, das Thema “Wirtshaussterben” mit europäischem Blick zu diskutieren. Europa-Abgeordnete Kerstin Westphal hatte sich zu einer Diskussion bereit erklärt, konnte aber wegen einer Autopanne den Termin nicht wahrnehmen. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega stellte daher in Windeseile selbst eine Präsentation aus den ihm zugänglichen Informationen zusammen. Wichtig sei zunächst, dass man sich über die Begriffe bewusst sein müsse. Es gebe unterschiedliche Kategorien von Gastronomiebetrieben. Das heiße, dass das Schwinden eines rein getränkeorientierten Betriebes nicht automatisch bedeute, dass ein Gastronomiebetrieb gänzlich geschlossen habe. Er könne auch in eine andere Kategorie gerutscht sein. In diesem Zusammenhang fasste er eine Studie der Universität Eichstätt-Ingolstadt zusammen, die Prof. Dr. Hans Hopfinger gemeinsam mit Florian Kohnle und Dr. Tim Wätzold durchgeführt hatte. Die Studie zeigt, dass die Zahl der Orte, die weder getränke- noch speiseorientierte Gastronomie haben, verhältnismäßig gering geblieben sei. In der Kategorie der rein getränkeorientierten Betriebe gäbe es jedoch einen deutlichen Schwund. Dass sich auch die Gastronomie-Dichte innerhalb eines Ortes ändern könne, verdeutlichte Grzega anhand von Pappenheims Partnerstadt Coussac-Bonneval. Neben persönlichen Gründen lägen die Ursachen der Problematik in der Gesetzgebung, aber auch im veränderten Konsumverhalten. Grzega zitierte Lösungsvorschläge aus der Eichstätter Studie, einer baden-württembergischen Studie, einer britischen Reportage zum Aufkommen von Themen-Pubs und dem spanischen Kurzfilm, in dem der quadratische Teller als Symbol für die gewachsene Bedeutung der Ausstattung genannt wird. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zwischen den anwesenden Gastronomen, Tourismus-Experten, Kommunalpolitikern und Gastronomie-Kunden. Als wichtige Idee für die Gastronomie-Betriebe kristallisierte sich dabei heraus, dass man auch mit wenig Mitteln ein regionales Angebot haben könne, bei dem verschiedene Zielgruppen Wahlmöglichkeiten hätten. Dabei seien Kunden mit Lebensmittelunverträglichkeiten sowie die größer werdende Zahl der Vegetarier zu berücksichtigen. Ein Teilnehmer erinnerte daran, dass gerade die variantenreiche vegetarische Kost die ursprünglich ländliche fränkische Kost gewesen sei. Zur Bewerbung des Angebotes wurden die Gastronome ermuntert die Möglichkeiten koordinierter Werbung in der Region sowie Internet-Portale zu nutzen. Koordination und Kooperation waren auch das Stichwort bei der Bitte an Kommunen. Sie sollten zum einen für eine bessere Ausschilderung von Gastronomie-Betrieben sorgen. Zum anderen sollten sie Vereinsheime eher dort fördern, wo keine Gastronomie mehr vorhanden sei, und ansonsten Vereine und Gastronomien so koordinieren, dass sie ihre ursprünglichen Aufgaben erfüllten. Mit Blick auf die EU wurde zum einen festgehalten, dass die Teilnahme bei EU-Förderprogramme von Kleinbetrieben oft einen sehr hohen Aufwand erforderte. Zum anderen sollten Vorschriften so sein, dass sie weder Großbetriebe noch Vereinsheime bevorzügen. Diese beiden Punkte will EHP-Leiter Grzega an die EU-Abgeordnete Westphal weitergeben. Sie hatte sich gleich bei der notgedrungenen Absage bereiterklärt, in etwa vier Wochen nach Pappenheim zu kommen.

Vielfältige Diskussion zur bayerischen Wirtshauskultur...
... eingeleitet von EHP-Leiter Grzega

27.02.14: Wirtshaussterben aus bayerischer und europäischer Sicht

Kerstin Westphal, Mitglied des Europäischen Parlaments

 

Immer wieder wird der Niedergang der bayerischen Wirtshauskultur befürchtet. Wie sieht es in Bayern tatsächlich aus? Sieht es in anderen europäischen Regionen ähnlich aus? Und wie gehen andere europäische Regionen mit diesem Problem um? Zu diesen Fragen lädt das EHP Gastronomen, Hoteliers und alle Interessierten zu einer Diskussion mit der Europa-Abgeordneten Kerstin Westphal ein. Kerstin Westphal ist nicht nur Stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, sondern auch Mitglied im Ausschuss für Regionale Entwicklung. Die Veranstaltung findet am 10. März, von 13.00h bis ca. 14.30h, im EHP statt. Um vorherige Anmeldung möglichst bis 01.03. wird gebeten.

 

 

 

25.02.14: Inklusion mit dem Thema Europäischer Kurzfilm

Europäische Kurzfilme zum Lachen und Nachdenken

Das Thema Inklusion, also das gleichwertige Zusammenleben von Menschen mit und ohne irgendwelche Beeinträchtigungen, stellt für die Europäische Union ein wichtiges Ziel dar. Die Offene Behindertenarbeit (OBA) unter Federführung von Lisa Strixner sucht immer wieder nach Angeboten, um Menschen mit und ohne Lernbehinderung zusammenzubringen. Ein solches Angebot gab es nun in Gemeinschaft mit dem EHP und dem Kunst- und Kulturverein Pappenheim (KuK), und zwar in Form eines Abends zum Thema “Europäischer Kurzfilm”. Dieser Abend fand im EHP statt. Das Marketing hatten Christa Seuberth und Uschi Kreißl vom KuK übernommen. Für Getränke und Snacks hatte die OBA gesorgt. Eines der Hauptkompetenzen des EHP ist, auch größere Themen allgemeinverständlich kurz darstellen zu können. Daher eröffenete Claudia Sand, Stellvertretende EHP-Leiterin, die Veranstaltung mit einem kurzen Vortrag. Sie erklärte, dass Filme unter 30 Minuten vor 100 Jahren normal waren. Die Zuschauer wollten im Laufe der Zeit lieber eine längere Geschichte. Mit längeren Kinofilmen konnte man somit mehr Geld verdienen. Filme für das Fernsehen konnten bis in die 1960er Jahre noch kürzer sein, vor allem Comic-Filme. Von den 1960er bis zu den frühen 1980er Jahren gab es europaweite Kinderserien, die aus wöchentlichen abgeschlossenen Geschichten mit ungefähr 20 Minuten Länge bestanden. Beispiele sind Pan Tau und Pippi Langstrumpf. Manche Serien wurden später zu Filmen zusammengefasst. In heutigen TV-Serien ziehen sich die Geschichten meist über mehrere Folgen und sind ineinander verschachtelt. Um den traditionellen Kurzfilm zu unterstützen, gibt es eigene Kurzfilm-Festivals, die in Europa besonders zahlreich sind. Neun humorvolle und nachdenkliche Filme aus verschiedenen Ländern Europas gab es zu sehen, darunter auch den Oscar-Preisträger Balance.

 

Die Filme gab es in deutscher Version oder mit deutschen Untertiteln. Wer sich dagegen der Erweiterung seiner Fremdsprachenkenntnisse widmen möchte, kann dies über eines der einzigartigen EHP-Sprachangebote im März und April tun.

 

17.02.14: Europäischer Kurzfilm-Abend im EHP

Zusammen mit der Offenen Behindertenarbeit und dem Kunst- und Kulturverein veranstaltet das Europäische Haus Pappenheim einen europäischen Kurzfilm-Abend. Er findet statt am Freitag, den 21. Februar 2014. Der Beginn ist 19 Uhr. Nach einem Überblick über die Geschichte des Kurzfilms in Europa schaut man mehrere Kurzfilme aus verschiedenen europäischen Ländern. Die Filme dauern zwischen 2 und 10 Minuten. Auch Essen und Getränke gibt es. Der Eintritt zu den Filmen ist frei.

07.02.14: Dank EHP-Angebot mit 91 Jahren Englisch gelernt

Joachim Grzega und seine erfolgreichen Englisch-Schüler: Roland Dengler, Hans Navratil, Marion Maderholz, Erika Pfeiffer

Pappenheims Ehrenbürger Hans Navratil hat sich getraut und ... mit 91 Jahren im EHP erfolgreich einen Kurs “Basic Global English” abgeschlossen. Nach 16 Doppelstunden können er und die übrigen Absolventen sich nun auf einfache, aber effektive Weise über persönliche und geläufige Dinge und Erfahrungen unterhalten, typische Reise-Situationen bewältigen und in Notfallsituationen zurechtfinden und habe etliche Kenntnisse und Fertigkeiten für die internationale Kommunikation erworben. Den Beginn des Kurses empfand Kursleiter Prof. Dr. Joachim Grzega als interessante, aber große Herausforderung, da fast alle Teilnehmenden älter als seine bisherigen Englisch-Schüler waren. Er freute sich, dass sie am Ende bewiesen hätten, dass man von 55 bis 91 Jahren genauso eine erste Fremdsprache lernen kann wie in jüngeren Jahren. Freilich spricht niemand nach 16 Doppelstunden wie ein Muttersprachler. Aber darum gehe es ja auch gar nicht, wie Grzega betont. Sein Konzept sei darauf ausgerichtet, dass man sich in Basis-Situationen international verständlich machen kann. Dazu ist eine ausreichend große Zahl an Wörtern und Gesprächsstrategien notwendig, die europaweit und darüberhinaus gut funktionieren. Auch die Teilnehmer waren manchmal über sich selbst erstaunt, wenn sie sich in mündlichen Tests erfolgreich zurechtfinden oder auch in Texten über ihrem Niveau das Wichtigste verstehen konnten. Um in Übung zu bleiben, wollen sie sich im Sommer immer wieder mal zur lockeren Englisch-Konversation treffen.


Der nächste Kurs “Basic Global English” beginnt am 12. März (16-mal, mittwochs, 18.00-19.30; Basispreis: 120 EUR).


Des Weiteren bietet das EHP verschiedene Halbtagesseminare an.

  • Englisch für Leute mit mittleren Kenntnissen (Niveau B1): Advanced Global English (26.04., 13.30-17.30h)
  • Französisch SprachFitnessStudio Teil 3 (29.03., 08.30-17.30h)
  • Italienisch SprachFitnessStudio Teil 5 (08.03., 13.30-17.30h)
  • Polnisch SprachFitnessStudio Teil 1 (25.04., 12.00-16.00, & 26.04., 08.30-12.30)
  • Spanisch SprachFitnessStudio Teil 3 (29.03., 13.30-17.30)
  • Ungarisch SprachFitnessStudio Teil 1 (07.03., 17.00-21.00, & 08.03., 13.30-17.30)

(Preise: pro Halbtag bei 5-7 Teiln. 40 EUR, ab 8 Teiln. 35 EUR; Anmeldung jeweils bis eine Woche vorher).


Darüber hinaus kann man sich für Anfänger-SprachFitnessStudios Spanisch und Französisch an der VHS Gunzenhausen und für ein Anfänger-SprachFitnessStudio Französisch an der VHS Donauwörth anmelden.

 

05.02.14: EHP in der Europa-Region Saarland vorgestellt

 

Anfang der Woche hat EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega an der Universität in Saarbrücken die innovativen Angebote des EHP vorgestellt – auf Einladung von Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann und Dr. Christina Reissner (den Koordinatoren des Eurocom-Projekts zur Förderung von mehrsprachiger Lesekompetenz). Das Saarland liegt an einer europäischen Schnittstelle: Hier finden viele gemeinsame Aktionen zwischen Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich statt. Grzega stellte seine Sprachlehr-Konzepte, seine Arbeit zum Zusammenhang zwischen Sprache und Denken und seine Formen zur humorvollen und lehrreichen Vermittlung von Wissenschaft und Forschung vor. Anwesende Wissenschaftler beglückwünschten Grzega und die Stadt Pappenheim zum Europäischen Haus und seiner Arbeit. Es wurden sogar Ideen zu einer weitergehenden Zusammenarbeit entworfen. Studierende äußerten auch Interesse an einem Praktikum im EHP.

28.01.14: Sprachen-Wochenenden im EHP

Das EHP hat 07./08.03., 28./29.03. und 25./26.04. als Sprachen-Wochenenden festgelegt.

Wir bieten an:

  • Fortsetzung unserer bisherigen SprachFitnessStudios in Französisch, Spanisch und Italienisch (je 1 Halbtag)
  • Global English für Fortgeschrittene (1 Halbtag)
  • Anfänger-SprachFitnessStudios in Russisch, Ungarisch, Polnisch, Schwedisch und Niederländisch (je 2 Halbtage).

Das EHP will hier jedoch noch keine genaue Terminverteilung vorgeben, sondern seinen Interessenten die möglichen Termine mitteilen lassen.


Daher werden alle Interessenten gebeten, dem EHP unter folgender Web-Adresse mitzuteilen, welcher der angegebenen Termine für sie geeignet ist, und zwar bis 31. Januar:

http://www.doodle.com/huufh39v2q9t5xmy


Alternativ können Interessanten die Termine auch per eMail unter ehp(at)pappenheim.de mitteilen.


Ab 8 Teilnehmern kostet der Halbtag 35 EUR. Bei 5-7 Teilnehmern würde ein höherer Betrag fällig, der mit den Interessenten noch vereinbart würde.


Die endgültigen EHP-Termine werden bis 7. Februar bekannt gegeben.

(SprachFitnessStudios in Französisch Teil 1 sowie Spanisch Teil 1 & Teil 2 werden am 22./23.02. bzw. 21./22./23.03. an der VHS Gunzenhausen angeboten.)

26.01.14: Shakespeare-Tag stieß auf breites Interesse

Für manche Gäste stand gar kein Sitzplatz mehr zu Verfügung, so zahlreich waren die Besucher des Shakespeare-Tages im EHP. In seiner Begrüßung verwies EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega daraufhin, dass der bisherige Rekord eines Gastes, der extra für eine EHP-Nachmittagsveranstaltung angereist war, bislang gut 200 Kilometer Wegstrecke betragen hatte. Für die interaktive Shakespeare-Ausstellung, die sich durchs ganze EHP und den Bürgersaal des Rathauses zog, war ein Ehepaar sogar fast 600 Kilometer angereist. In einer kurzen Szene mit Grzega erklärte EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener dann, wie Shakespeare noch 450 Jahre nach seiner Geburt Spuren in Musik, Film, Literatur und Alltag hinterlässt, ohne dass man sich dessen immer bewusst ist.

 

Danach waren die Studierenden der Universität Eichstätt mit ihren selbst erwählten Themen an der Reihe. Sie führten diese abwechselnd auf Deutsch und Englisch in den verschiedenen Räumen durch. Isabel Haller beantwortete Fragen zur Welt zu Shakespeares Zeit und unterstützte bei einem Quiz. Sebastian Kaffka ließ europaweit bekannte Shakespeare-Zitate zuordnen und erläuterte, warum ausgerechnet das Werk Hamlet Quelle für so viele bekannte Zitate ist. Julia Pichler stellte den Sonett genannten Gedicht-Typ Shakespeares vor und verwies darauf, dass der erste Teil seiner Sonette einem jungen Mann gilt und im zweiten Teil eine “dunkle Dame” im Mittelpunkt steht. Katharina Schneider und Lisa Fürbacher präsentierten die verschiedenen kulturellen Formen von Liebe in der Tragödie Romeo und Julia und ließen die Besucher die Textpassagen entsprechend diesen Formen zuordnen. Kathrin Uebler veranschaulichte die Vielschichtigkeit der Komödie Ein Mittsommernachtstraum, indem sie einzelne Szenen durch spielfreudige Besucher als Standbild darstellen ließ. Um die Verpflegung zwischen den einzelnen Stationen der Shakespeare-Tour kümmerte sich EHP-Mitarbeiterin Wilma Vogel.

 

Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn, die anwesenden Lehrkräfte und die übrigen zahlreichen Gäste, die aus fünf Landkreisen Bayerns und Nordrhein-Westfalen angereist waren, zeigten sich sichtlich beeindruckt von den sowohl lehrreichen als auch unterhaltsamen Vorführungen der Studierenden und des EHP-Teams. Auch Klüsener und Grzega waren mit ihren Studierenden zufrieden: Sie hätten gezeigt, dass sie ein Thema nicht nur fachlich-inhaltlich erarbeiten können, sondern diese Kenntnisse auch einem bunt gemischten Publikum sowohl sprachlich als auch optisch souverän vermitteln können. Auch die Studierenden bedankten sich bei ihren beiden Betreuern für die Möglichkeit zu diesem Projekt.

 

450 Jahre Shakespeare
Joachim Grzega, Julia Pichler, Katharina Schneider, Isabel Haller, Lisa Fürbacher, Kathrin Uebler, Sebastian Kaffka, Bea Klüsener
Die Welt zu Shakespeares Zeit
Europaweite Shakespeare-Zitate
Shakespeares Gedichte
"Romeo und Julia"
"Ein Mittsommernachtstraum"
Bgm. Sinn (ganz links) und ein großes überregionales EHP-Publikum

15.01.14: Shakespeares Erbe -- verständlich erklärt

Bekannterweise hat sich das EHP zum Ziel gesetzt, komplexe Themen einem allgemeinen Publikum nahe zu bringen. Dazu gehört neben den Bereichen Sprachen und Politik auch die Literatur. Vor 450 Jahren wurde ein europaweit gelesener Autor geboren: William Shakespeare. Seine Lebenszeit liegt weit zurück, doch seine Werke werden noch immer gespielt und gelesen. Manches aus diesen Werken hat Eingang in heutige Filme und Bücher genommen. Manches in unserer Alltagssprache geht auf Shakespeare zurück. Das EHP möchte Besuchern Shakespeares Zeit verständlicher machen und zeigen, wie er für die heutige Welt bedeutsam ist.

 

EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega erhält dazu Unterstützung von EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener und einer Gruppe von Studierenden der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sie haben eine Ausstellung erarbeitet, die durch das ganze EHP führen wird. Themen sind das europäische Weltbild zu Shakespeares Zeiten, europaweit bekannte Shakespeare-Zitate, Gedichte Shakespeares, verschiedene Formen von Liebe in der Tragödie “Romeo und Julia” und die Komödie “Ein Mittsommernachtstraum”.

 

Die Studierenden präsentieren ihre Stationen am Sonntag, 26. Januar, von 14 bis 16 Uhr. Man kann entweder einfach nur zusehen oder zuhören oder auch mitmachen. Gäste haben die Möglichkeit, die einzelnen Stationen auf deutsch oder auf englisch zu erleben. Die Veranstaltung ist kostenlos. Interessierte werden gebeten, sich bis 20. Januar beim EHP anzumelden und dabei mitzuteilen, ob sie den deutschen oder den englischen Teil erleben möchte. Englisch-Gymnasiallehrkräfte, die diese Veranstaltung als von der Akademie Dillingen genehmigte Fortbildung besuchen wollen, erhalten dabei noch zusätzliche Informationen. Bei Interesse kann die Ausstellung auf Anfrage noch bis 3. April einzeln angesehen werden.

 

EHP-Botschafterin Bea Klüsener und ihr studentisches Team

08.01.14: Programm im Januar

Am Samstag, 11. Januar, startet das EHP seine Reihe zur Integration. Der Titel lautet “Wie ich Pappen-heimisch wurde”. Hier sollen Pappenheimer, die ihre Wurzeln in verschiedenen europäischen Himmelsrichtungen haben, von ihrem persönlichen Integrationsprozess im Ort berichten. Den Anfang macht der Gastronom Raffaele “Raffi” Luisi. Die Veranstaltung dauert von 17.00 bis 18.30 Uhr und ist kostenlos. Wer will, kann im Anschluss zum Abendessen mit in Raffis Lokal gehen.


Ein größere Veranstaltung findet am Sonntag, 26. Januar, 14 bis 16 Uhr statt. EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener und ihre Studierenden haben sich für diesen Tag eine Ausstellung zu 450 Jahre Shakespeare ausgedacht. Die Ausstellung wird durch das ganze EHP verteilt sein. Man kann entweder einfach nur zusehen oder zuhören oder auch mitmachen. Gäste haben die Möglichkeit die einzelnen Stationen auf deutsch oder auf englisch zu erleben. Themen sind das europäische Weltbild zu Shakespeares Zeiten, europaweit bekannte Shakespeare-Zitate, Gedichte Shakespeares, die Tragödie Romeo und Julia und die Komöodie Ein Mittsommernachtstraum. Die Veranstaltung ist kostenlos. Interessierte werden gebeten, sich bis 20. Januar beim EHP anzumelden. Englisch-Gymnasiallehrkräfte können diese Veranstaltung als von der Akademie Dillingen genehmigte Fortbildung besuchen.

 

 

 

04.01.14: Essay zur Vorbereitung auf die Europawahlen 2014

EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega hat zur Vorbereitung auf die anstehenden EU-Parlaments-Wahlen einen Essay verfasst: Er trägt den Titel “Ein anderes Europa – im Sprechen, Denken und Handeln”.

Sein Ausgangspunkt sind die Diskussionen um Haushalte im kommunalen Bereich, deren Argumente sich auch in Debatten um das wirtschaftliche Denken und Handeln in Europa wiederfinden. Dabei zeigt Grzega, dass Wörter und Wendungen den Blick auf die Sache und deren weiteren Zusammenhang versperren oder sehr einengen: Wörte lösen Gefühle aus – je nachdem, mit welchem Ereignis sie verbunden werden oder zu welch anderen Wörtern sie ähnlich klingen. Grzega betont, dass Definitionen von Wörtern nicht naturgegeben sind und es so möglich ist, selbst zu definieren, was wir unter dem Begriff “wirtschaftlicher Erfolg” verstehen wollen.

Statt dem üblichen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes geht Grzega daher einigen alternativen Zielen nach: als Land ein guter Partner sein; ein langes gesundes Leben genießen; eine gute Schulbildung haben; ein sicheres Leben in Freiheit und ohne Armut führen; Leistungsbilanzen erzielen, die im Gleichgewicht sind. Der Essay untersucht den diesbezüglichen Erfolg der EU-Staaten und erörtert mögliche Wege, diese alternativen Ziele besser zu erreichen. Grzega hebt insbesondere Modelle hervor, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben. Zum einen habe die westeuropäische Wirtschafts- und Sozial­ordnung der 1950er bis 1970er Jahre zu Wohlstand für alle geführt und sogar zwei internationale Ölkrisen gemeistert. Zum anderen habe eine Reihe von Studien gezeigt: Je gemäßigter die Einkommensunterschiede, desto höher der allgemeine Wohlstand und auch desto weniger Notwendigkeit zu staatlichen Eingriffen. Grzega präsentiert die Ergebnisse von Analysen, ohne den Essay mit Zahlen zu überladen. Mit Blick auf diese Ergebnisse und die Misserfolge des Wirtschaftsmodells der letzten 3 Jahrzehnte erteilt er einem schlanken, einseitig und unterernährtem Staat eine Absage und spricht sich für einen gesunden wohlgeformten Staat aus.

Als Abschluss werden einige Ideen für das Gespräch mit Parlamentskandidaten angeboten. Der Essay liegt bislang nur in Deutsch vor. Eine englische Kurzversion wird in einigen Wochen erscheinen. Ausdrucke des Essays können auch als Ringbindung zum Selbstkostenpreis zugesandt werden.

02.01.14: Neue Stellvertretende EHP-Leiterin

Claudia Sand

Das EHP-Personal ist verstärkt worden: Claudia Sand ist zur Stellvertretenden Leiterin des EHP ernannt worden. Diese Verstärkung auf einer Teilzeitstelle war durch noch freie Personalfördermittel möglich geworden. Claudia Sand ist in Ellingen und Weißenburg aufgewachsen. Nach einem Aupair-Aufenthalt in Großbritannien studierte sie in Eichstätt und Almería Englische und Spanische Philologie. Für ihre Bachelor-Abschlussarbeit verglich sie Schimpfwörter in mehreren europäischen Sprachen. Ergänzend absolviert sie derzeit das 1. Staatsexamen für das Gymnasiallehramt. Zusätzlich hat sie ein Master-Aufbaustudium in Anglistik und Hispanistik aufgenommen. In diesem Zusammenhang ist sie bereits in Aktivitäten des EHP eingebunden gewesen, da sie den Lehrerfolg der Spanisch-SprachFitnessStudios, die von Prof. Dr. Joachim Grzega konzipiert wurden, mit jenem anderer Methoden vergleicht und damit zur Verbesserung des EHP-Konzeptes beiträgt. Darüber hinaus hat sie auch Erfahrungen in “Deutsch als Fremdsprache” gesammelt und wird gerade diese im Aufbau eines weiteren innovativen Lehrprogramms im EHP einbringen. Erster Bürgermeister Uwe Sinn und EHP-Leiter Joachim Grzega freuten sich über den personellen Zugewinn und sind sich sicher, dass mit dem gestärkten EHP-Team auf die sprachlichen Bedürfnisse der Region noch besser eingegangen werden kann.

23.12.13: Jahresrückblick in Bildern 2013

Dies ist unser 65. und letzter Newsletter des Jahres 2013. Das EHP wünscht frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr. Wir danken allen, die uns unterstützt haben, vor allem unseren namhaften GastreferentInnen und jenen, die mittlerweile Stammgäste in unserem Haus geworden sind. Wir blicken auf viele interessante Veranstaltungen zurück. Und wir blicken nach vorne auf ein spannendes Jahr mit EU-Parlamentswahlen.

Februar: Seminar für die Senefelder-Schule zu rechtsradikaler Sprache in Europa
Februar/März: die ersten SprachFitnessStudios -- mittlerweile werden sie auch an andere Orte exportiert
April-Stargast: Dr. Ingo Friedrich, ehem. Vizepräsident des Europäischen Parlaments -- "Mein Europa-Fotoalbum"
April: Eurolinguistik-Tagung mit Beiträgen aus 6 Nationen und einer öffentlichen Abschlussveranstaltung
April-Stargast: Prof. Dr. Heiner Flassbeck, ehem. Chefökonom bei der UN und Betreiber von www.flassbeck-economics.de -- "Europa quergedacht"
Mai: EHP-Leiter Grzega bei Dr. Wolfgang Burtscher, Vize-Generaldirektor bei der Europäischen Kommission
Mai-Stargast: Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher, Mitglied des Club of Rome, Mitbegründer der Ökosozialen Marktwirtschaft, international Berater von Regierungen -- "Europa quergedacht"
Juni: Humorvolle Musikgeschichte mit EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega
Juli: Kurzbesuch von MdB Josef Göppel
Juli-Stargast: Christa Naaß, Mitglied des bayr. Landtages -- "Heimatvertriebene? Wozu da die EU?"
Juli-Stargast: Günter Gloser, Mitglied des Bundestages und ehem. Staatsminister für Europa -- "Mein Europa-Fotoalbum"
August: Joachim Grzega und Bea Klüsener eröffnen "Pappenheim live und grenzenlos"
September: Europa-Veranstaltung für Offene Behindertenarbeit
September: Europäischer Tag der jüdischen Geschichte im EHP
September: EHP-Leiter Prof. Dr. Grzega als Hauptredner beim Sprachentag der VHS Donauwörth
Goldener Oktober: mit Bea Klüsener, Organisatorin Eva-Maria Päckert-Iberl und Joachim Grzega
November: EHP-Leiter Joachim Grzega als Gastredner im Kunst- und Kulturverein, mit Organisatorin Raily Gräfin von der Recke
November: Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Schmunzeln und Staunen: Europäische SprachSpaß-Lektionen mit Joachim Grzega
Dezember: Ausstellung zu "100 Jahre Willy Brandt"
Dezember: EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener zu Frankenstein

17.12.13: Tagungsband macht weitere Wissenschaftler neugierig fürs EHP

Im April fand im EHP eine internationale Tagung zur Eurolinguistik statt, also zur Erforschung der Gemeinsamkeiten europäischer Sprachen. Nun hat EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega die Tagungsbeiträge herausgeben können. Um sie einem möglichst breiten Publikum leicht zugänglich zu machen, hat Grzega diese als Band 10 seiner wissenschaftlichen Internet-Zeitschrift Journal for EuroLinguistiX veröffentlicht, die an der Universität Eichstätt-Ingolstadt herausgegeben wird. Jeder Beitrag ist zu Beginn mit einer Zusammenfassung in englischer, französischer und deutscher Sprache versehen worden. Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen für die Eurolinguistik-Tagung im April des nächsten Jahres. Einige Teilnehmer der vergangenen Tagung – aus Österreich, Frankreich und Italien – haben ihre erneute Teilnahme schnell zugesagt. Durch die Veröffentlichung des Tagungsbandes sind jedoch auch andere Wissenschaftler auf die Aktivitäten im EHP neugierig geworden. Mittlerweile gibt es für die nächste Tagung sogar Anmeldungen aus Japan und Algerien. Aufgrund der positiven Resonanz sowohl der Wissenschaftler als auch des Allgemeinpublikums soll die nächste Tagung wieder mit einem Teil für die allgemeine Öffentlichkeit enden: Hier stellen die Wissenschaftler ihre neuen Forschungsergebnisse allgemein verständlich vor und stehen für Fragen zur Verfügung.

 

16.12.13: Politischer EHP-Gesprächskreis gründet sich

Vor Kurzem traf sich nun ein Dutzend interessierter BürgerInnen aus dem südlichen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, um den Politischen Gesprächskreis des EHP zu gründen. Zunächst wurde zurückgeblickt auf die Veranstaltungen mit den beiden international renommierten Ökonomen und Politikberatern Prof. Dr. Heiner Flassbeck und Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher. Ersterer kommentiert mit internationalem Blick regelmäßig das wirtschaftspolitische Geschehen auf www.flassbeck-economics.de; letzterer hat als Vizepräsident des Ökosozialen Forums Europa vor Kurzem den anregenden Aufsatz “Von der Vision zur Realität” im Buch “Zukunft als Auftrag: Die Welt gehört unseren Kindern” veröffentlicht. Die TeilnehmerInnen des Politschen EHP-Gesprächskreises einigten sich in der anschließenden Diskussion, eine Sammlung von Handlungsempfehlungen für EU-Parlamentarier zu verschiedenen Themen zu entwerfen. Das Thema kann ein Problem der grundsätzlichen Gestaltung Europas sein oder ein bestimmtes Problem, das jeden betrifft, oder ein bestimmtes Problem, das speziell kleinstädtisch-ländliche Regionen betrifft. Jedes Thema wird entweder von einer Einzelperson oder einem kleinen Team bearbeitet. Die Themen sollen im Laufe des ersten Jahresdrittel im Gesprächskreis vorgestellt und Lösungsvorschläge diskutiert werden. Danach werden die überarbeiteten Handlungsempfehlungen einer allgemeinen Öffentlichkeit präsentiert. Schließlich werden sie mit einer deutschen und englischen Zusammenfassung versehen und sollen im Juli 2014 an die neuen EU-ParlamentarierInnen versandt werden. Die AutorInnen der Handlungsempfehlungen erhalten am Ende eine Urkunde als “EHP-Aktivbürger”. Weitere interessierte BürgerInnen sind eingeladen, sich der Gruppe noch anzuschließen. Wer dies möchte, soll sich bis 30. Dezember mit einem konkreten Thema bei EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega unter grzega(at)pappenheim.de melden.

10.12.13: Dr. Bea Klüsener korrigierte Frankenstein-Mythen

Dass Europäer bei Frankenstein an ein hässliches böses Monster denken, verdanken sie Hollywood. Dass EHP-Besucher es nun besser wissen, verdanken sie Dr. Bea Klüsener. Sie ist an der Universität Eichstätt in den Bereichen Englische Literaturwissenschaft und Europastudien tätig und setzte im EHP einige Ansichten zum Thema ins rechte Licht. Erstens: Viele haben vergessen, dass Frankenstein nicht der Name des Monster ist, sondern der Name des Schöpfers. Zweitens: Viele haben vergessen, dass diese Figuren nicht eine Hollywood-Erfindung sind, sondern auf einen englischen Roman des frühen 19. Jahrhunderts zurückgehen, geschrieben von einer jungen Dame names Mary Shelley. Dazu vermittelte Bea Klüsener einen Eindruck von der damaligen Zeit. Spätere Filme, Fernsehserien und Bücher, die das Frankenstein-Thema verarbeiteten, stellten gerne Dinge ins Zentrum, die im Roman eher eine untergeordnete Rolle spielen. Viele Nachfolger des Frankenstein-Romans vernachlässigen zudem in der Regel auch die Vielschichtigkeit der Erzählung – oder es bleibt nur noch die Hässlichkeit des Monsters in Erinnerung. Im Original ist beispielsweise das Monster nicht nur böse, sondern zeigt auch Mitleid erregende Seiten. Äußere Hässlichkeit kann mit innerer Schönheit verbunden sein. Auch ist der Roman ist eine Beschäftigung mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätzen und mit der Frage, was ein Wissenschaftler tun darf. EHP-Botschafterin Bea Klüsener veranschaulichte all dies mit Zitaten, Bilder, Videoausschnitten, Büchern und Spielfiguren. Die Zuschauer, die teilweise sogar aus dem Nachbarlandkreis Donau-Ries kamen, dankten es ihr mit viel Applaus.

Vor einem aufmerksamen Publikum ...
... erklärt Dr. Bea Klüsener das Frankenstein-Thema vom vielschichtigen Original ...
... zu seiner vereinfachenden Umdeutung in Comics ...
... bis hin zu Spielfiguren

03.12.13: Dr. Bea Klüsener ist nun EHP-Botschafterin

EHP-Botschafterin Dr. Bea Klüsener

Aufgrund ihrer bisherigen umfangreichen ehrenamtlichen Arbeit wurde Dr. Bea Klüsener von Pappenheims 1. Bürgermeister Uwe Sinn nun zur EHP-Botschafterin ernannt. Dieses Ehrenamt beinhaltet laut Richtlinien eine etwa 90-minütige Veranstaltung pro Jahr, die Beratung der verschiedenen EHP-Projekte und die Vernetzung im überregionalen Bereich. Bea Klüsener hat in Essen Anglistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaft studiert und eine Zusatzqualifikation in Deutsch als Fremdsprache erworben. Seit 2007 ist sie an der Universität Eichstätt-Ingolstadt in den Bereichen Englische Literaturwissenschaft und Europastudien tätig. Hier ist sie auch mit einer Arbeit zum Bösen in englischen Romanen des 19. Jahrhundert zum Dr. phil. promoviert worden. Mit Studierenden hat sie bereits begonnen, eine EHP-Ausstellung im nächsten Januar anlässlich des 450. Geburtstags von William Shakespeare zu organisieren. Schon am kommenden Montag, 9. Dezember, um 18.30h, beleuchtet Bea Klüsener im EHP zum europäischen Klassiker “Frankenstein” Entstehungsgeschichte, Inhalt und Interpretation in späterer Literatur, Filmen und Alltagskultur. Der Eintritt beträgt 7 EUR, für Schüler und Studierende 5 EUR. Das EHP bittet um vorherige Anmeldung.

 

02.12.13: Reihe “Große Europäer” mit Willy Brandt eröffnet

Mit der Reihe “Große Europäer” will EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega Persönlichkeiten vorstellen, die sich für die Identität Europas als wichtig erwiesen haben. Eröffnet wurde die Reihe, die noch bis 20.12. auf Anfrage besichtigt werden kann, gestern mit einem Vortrag und einer Ausstellung zu einem Menschen, der in diesem Monat seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte: Willy Brandt. Der Name des Friedensnobelpreisträgers und ehemaligen deutschen Bundeskanzlers wird gerne mit dem Begriff “Ostpolitik” in Verbindung gebracht. Grzega zeigte in einem einführenden Vortrag, dass dieser Begriff irreführend ist. Brandt sei ein umfassender Europäer gewesen. Dank seines Stiefgroßvaters befasste er sich schon als Jugendlicher mit politischen Themen und ging zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands an. Diese beschloss nach Hitlers Machtergreifung, im Untergrund gegen die Nazis zu kämpfen und dazu auch Auslandszellen aufzubauen. Brandt wurde mit dem Aufbau einer Zelle in Oslo beauftragt, wo er zusätzlich als Journalist tätig wurde. Er schrieb auf Deutsch, Englisch, Norwegisch, Schwedisch und Dänisch. Später erwarb er sich noch Kenntnisse in Spanisch, Französisch und Niederländisch. Seine Arbeit wurde durch den Überfall der Nazis auf Norwegen zerstört; er musste nach Schweden fliehen, wo er der Exil-SPD beitrat. In Skandinavien erwarb Brandt eine multikulturelle Identität, was Brandt unter den deutschen Spitzenpolitikern der Nachkriegszeit besonders auszeichnete. Als Regierender Bürgermeister von Berlin, dann als deutscher Außenminister und schließlich als deutscher Bundeskanzler suchte er zum einen die Aussöhnung und gute Beziehung zum Osten, machte sich aber auch für die westliche Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft (EG) stark: 1973 kamen nicht zuletzt durch seinen Einsatz Großbritannien, Irland und Dänemark zur EG hinzu. Brandt hegte jedoch immer die Hoffnung einer echt gesamteuropäischen Lösung mit vom Volk gewählten Institutionen. Nach dem Vortrag mit Bildern und kurzen Videoausschnitten bot sich den Besuchern eine Ausstellung mit unterschiedlichen Materialien: Fotos, Informationstafeln, Zeitungsausschnitte, ein Video, Bücher von und über Brandt sowie eine Liste mit Brandt-Zitaten aus 7 Lebensjahrzehnten. Aus 7 Lebensjahrzehnten kamen auch die Besucher an diesem Tag -- darunter einige lokale SPD-Vertreter, wie etwa Ute Grimm (Solnhofen), Stefan Fischer und Manfred Albert (Treuchtlingen), Manfred Kreißl und Karlheinz Hoechstetter (Pappenheim) sowie Wilfried Seuberth (früher Pappenheim, dann Treuchtlingen, jetzt Stuttgart).

 

Die nächste politische Veranstaltung findet bereits heute abend um 18.30h statt, nämlich der politische Gesprächskreis des EHP. Es soll dabei vor allem erörtert werden, welche Ideen engagierte BürgerInnen aus den beiden Veranstaltungen der Reihe "Europa quergedacht" (Prof. Radermacher und Prof. Flassbeck) für die Region weiterentwickeln können.

 

EHP-Leiter Grzega erörtert Willy Brandt ...
... vor generationenübergreifendem Publikum ...
... mit Fotos, Informationstafeln, ...
... Büchern und Videos

27.11.13: Politische Veranstaltungen Anfang Dezember

Willy Brandt - ein großer Europäer

Die nächsten Veranstaltungen im EHP sind der Politik gewidmet. Am Sonntag, 1. Dezember, 14-15h, wird die Reihe “Große Europäer” mit einer Ausstellung zu Willy Brandt eröffnet, der im Dezember seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Willy Brandt wird gern als jener gesehen, der sich für die Ostintegration einsetzte, nachdem sich Vorgänger um die Westintegration gekümmert hätten. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega möchte mit einem kurzen Vortrag und der Ausstellung darlegen, dass dieses Bild verzerrt und bei weitem unvollständig ist.


Am 2. Dezember findet um 18.30h der Politische Gesprächskreis des EHP statt. Hier wollen wir vor allem die Veranstaltungen mit unseren Stargästen Prof. Dr. Heiner Flassbeck und Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher Revue passieren lassen und überlegen, welche Ideen wir für bürgerliches Engagement in unserer Region aufnehmen können. Prof. Radermacher ist übrigens diesen Monat von der Universität von Thessaloniki die Ehrendoktorwürde verliehen worden.

 

Beide Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos. Zur besseren Organisation wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten.

 

 

14.11.13: Sprachbesonderheiten zum Schmunzeln

Lustige Laute -- Joachim Grzega präsentiert seine erste SprachSpaß-Lektion

Im EHP hat eine neue Reihe begonnen: Europäische SprachSpaß-Lektionen. EHP-Leiter Joachim Grzega stellt dabei ganz die Unterhaltung ins Zentrum (auch wenn das eine oder andere Aha-Erlebnis für den einzelnen Zuhörer durchaus hinzukommen mag). Bisweilen dürfen die Zuhörer sogar über Antwortmöglichkeiten abstimmen. Außerdem baut Grzega musikalische Elemente mit ein. Im ersten Teil wurde das Thema Laute und Schriftzeichen humorvoll betrachtet. Die nächsten beiden Veranstaltungstitel lauten “Frauen, Fräulein, Frauchen und die Grammatik” (18.11.) und “Wort-und-Kopf-Salat” (25.11.). Die Veranstaltungen bauen nicht aufeinander auf, sie können ohne jegliche Vorkenntnisse besucht werden. Beginn ist um 18.30 Uhr; der Eintritt ist 7 EUR (für Schüler und Studierende 5 EUR). Das EHP bittet um vorherige Anmeldung.

 

 

 

13.11.13: EHP vor Würzburger Studenten der Sprachwissenschaft vorgestellt

Joachim Grzega an der Universität Würzburg

 

Im Rahmen von Gastlehrstunden an der Uni Würzburg hat EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega gestern Englisch-Studierenden einige Projekte des EHP vorgestellt. Grzega betonte vor allem seinen Anspruch, zufriedene Lerner zu haben. Im Zentrum stand Grzegas Sprachlehr-Konzept “Basic Global English”, das im EHP auch aktuell wieder unterrichtet wird. Grzega berichtete, dass er hier gerade seinen bislang ältesten Schüler habe. Dieser sei 91 und komme mit der Methode sehr gut zurecht. Selbst witzige Bemerkungen könne er nach nur 5 Lektionen schon auf englisch machen.

 

 

10.11.13: Europäische SprachSpaß-Lektionen – eine neue Reihe zu humorvoller Wissenschaft

Deutschlandweit bekannt sind die komödiantischen Darbietungen von medizinischen Inhalten durch Eckart von Hirschhausen. Die Unterhaltung steht im Vordergrund, das Lernen ist Nebeneffekt. Von diesem Prinzip hat EHP-Leiter Joachim Grzega sich inspirieren lassen, um dies nun in drei Veranstaltungen zum Thema Europäische Sprachen zu versuchen. Dabei beleuchtet er an drei Montagabenden jeweils einen anderen Aspekt von Sprache:


  • 11.11.: Hals-, Nasen-, Zungen-Praxis für R und andere Laute

  • 18.11.: Frauen, Fräulein, Frauchen und die Grammatik

  • 25.11.: Wort-und-Kopf-Salat


Die Veranstaltungen sind jeweils von 18.30 bis 20.00. Sie bauen nicht aufeinander auf. Der Eintritt ist 7 EUR (für Schüler und Studenten 5 EUR); wer gleich alle drei Veranstaltungen bucht, zahlt nur 18 EUR (für Schüler und Studenten 12 EUR). Zur Organisation des Raumes wird um vorherige Anmeldung gebeten.

09.11.13: Rückblick auf Konflikte im Kulturvergleich

Joachim Grzega zu Gast in der Kommunikationsreihe des Kunst- und Kulturvereins Pappenheim

Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim hat in den vergangenen Wochen unter Federführung von Raily Gräfin von der Recke Vorträge zum Thema Kommunikation und Konflikte organisiert. Gestern war EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega Gastreferent. Im Pappenheimer Haus der Bürger sprach er zum Thema “Konflikte im Kulturvergleich”. So gäbe es auf der einen Seite Kulturen, in denen es in Diskussionen vorwiegend um die Darstellung gesicherter, nachprüfbarer, für die Sache relevante Tatsachen ginge. Auf der anderen Seite stünden Kulturen, in denen jedoch auch viel mehr Aspekte bei den Diskussionen wichtig seien: Körpersprache sowie Gefühle, Status und Herkunft der Beteiligten. Während viele West- und Mitteleuropäer zum ersten Typ zählten, seien östlich und südlich davon viele Kulturen des zweiten Typs zu finden. Darin liege bereits eine Konfliktquelle. Auch einzelne Wörter können kulturell sehr unterschiedliche Assoziationen auslösen. Je nach Kultur erwartet man beispielsweise Unterschiedliches von jemandem, den man als “Freund” bezeichnet. Oder: Die Leber ist nicht nur ein Körperorgan, sondern in der Türkei auch ein Symbol für den Sitz von Gefühlen, ähnlich wie in Deutschland das Herz. Wer darf zu einem Geschäftstermin “um 8” auch eine halbe Stunde später kommen? Antwort: beispielsweise die Süditaliener und die Polen. Wer darf zu einem Geschäftstermin “um 8” auch eine halbe Stunde zu spät kommen? Antwort: Niemand, denn halb neun gilt ja in Süditalien und Polen nicht als “zu spät”. Anhand solcher Feinheiten sowie Bezügen zu Verwaltung, Arztbesuchen, Schulen, Betrieben und Kauf- bzw. Mietsituationen konnten die Besucher ein Bewusstsein für unbewusste Konfliktquellen entwickeln und auch über eigene Erfahrungen berichten. Schließlich gab Grzega noch einige allgemeine Tipps zum sprachlichen Verhalten in Konfliktsituationen. Zum Abschluss unterstrich er, dass ihm die Verknüpfung von Unterrichten und Unterhalten ein großes Anliegen sei. An diesem Abend sei das Unterrichten im Zentrum gewesen. Er lud jedoch alle ein, sich an den nächsten 3 Montagabenden im EHP von seinen europäischen SprachSpaß-Lektionen einfach unterhalten zu lassen.

26.10.13: Erste erfolgreiche Kooperation zwischen EHP und VHS Gunzenhausen

EHP-Leiter Prof. Grzega bei einer SprachFitness-Pause an der VHS Gunzenhausen

Im Februar begann das EHP in Kooperation mit zwei Studentinnen und der Firma ASEcoLi die Erprobung eines neuen Sprachlehrkonzeptes von Prof. Dr. Joachim Grzega. Dieses wurde unter dem Titel SprachFitnessStudio durchgeführt. Zwar sind noch nicht alle Daten ausgewertet, doch das Konzept ist mittlerweile in einem Stadium, dass es auch extern angeboten werden kann. Die Geschäftsführerin der Volkshochschule Gunzenhausen, Dipl.-Verwaltungswirtin Dagmar Wombacher-Hohlheimer, hatte selbst eines der SprachFitnessStudios im EHP besucht und schlug vor, das Konzept versuchsweise auch in Gunzenhausen anzubieten. An den letzten beiden Wochenenden wurden dort nun Spanisch und Französisch nach der neuen Methode unterrichtet. Da die Rückmeldungen der Teilnehmer sehr positiv waren, wollen Wombacher-Hohlheimer und Grzega die Zusammenarbeit fortsetzen.

23.10.13: Zusatzangebot Englisch, Italienisch, Spanisch

Das EHP hat zusätzliche Angebote aufnehmen können:

  • Sa., 09.11., 08.30-12.30 – SprachFitnessStudio Italienisch Teil 4
  • Sa., 09.11., 13.30-17.30 – Global English für mittlere Fortgeschrittene
  • Sa., 30.11., 08.30-12.30 – SprachFitnessStudio Spanisch Teil 3

Kursgebühr: jeweils 35 EUR incl. Verpflegung

Anmeldungsfrist: 31.10.

21.10.13: EHP beim Goldenen Oktober

Organisatorin Eva-Maria Päckert-Iberl (Mitte) dankt Bea Klüsener und Joachim Grzega für ihre Europa-Songs (Foto: PP)

Letzten Freitag fand in Pappenheim der mittlerweile traditionelle “Goldene Oktober” statt -- eine Veranstaltung, die federführend von Eva-Maria Päckert-Iberl organisiert wird. Die Veranstaltung bot neben geöffneten Geschäften eine Reihe von unterhaltsamen Darbietungen. Unter anderem zeigte András aus Pappenheims ungarischer Partnerstadt Iszkaszentgyörgy anspruchsvolle Tanzeinlagen -- sowohl solo als auch zusammen mit Stadträtin Anette Pappler. Auch das EHP war vertreten: Joachim Grzega und Bea Klüsener sangen noch einmal ihre Europa-Songs, und in der Tourist-Information gab es neben einer EHP-Ausstellung ein Quiz. Zu gewinnen gab es Gutscheine für die nächsten Abendveranstaltungen im EHP (Europäische SprachSpaß-Lektionen am 11.11., 18.11. und 25.11. und Goldblaue G’schichten zu Frankenstein am 09.12.). Die Gutscheine gingen an Annemarie Kattinger (3 Gutscheine), Sylvia Stengl (2 Gutscheine) und Inge Dannhäuser-Gehring (1 Gutschein).

 

08.10.13: Kommende Veranstaltungen

Der EHP-Flyer für das 4. Quartal steht unter “Aktuelles” auf unserer Webseite. Darüber hinaus sind unter dem Punkt “Termine/Veranstaltungen” noch zusätzliche Angebote aufgenommen, die sich erst nach Redaktionsschluss ergaben. Das EHP bittet um Beachtung der Anmeldefristen!

02.10.13: Politische, didaktische, kulturelle und geschichtliche Aspekte zu Sprachen in Europa

Die letzten drei Veranstaltungen des EHP waren verschiedenen Aspekten von Sprachen in Europa gewidmet. Am Europäischen Tag der Sprachen präsentierte EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega verschiedene Modelle für die europäische Sprachpolitik (viele Sprachen, wenige Sprache oder eine Sprache – etwa Esperanto, Latein oder Englisch). Er selbst empfahl eine Sprachpolitik, die jedem EU-Bürger ermögliche, seine Muttersprache, eine selbstgewählte Sprache und ein Global English. Unter Global English versteht Grzega dabei ein Englisch, das nicht einfach Gesprächsstrategien für Briten und Amerikaner vermittelt, sondern Wörter und Gesprächsstrategien, die weltweit gut funktionieren. Grzega sagte jedoch auch, dass die Ausbildung der Fähigkeiten in der Muttersprache nicht zu kurz kommen dürfen – insbesondere das Verstehen bestimmter Stile wie Marketing-, Politiker- und Mediziner-Sprache. Zu letzterer führte er mit den Besuchern auch ein Experiment durch, bei dem gezeigt wurde, dass es uns oft schwer fällt, Prozentzahlen richtig zu bewerten. Grzega ermutigte die Zuhörer, sich auch Grundkenntnisse in anderen Sprachen anzueignen und keine Angst vor mangelhaften Kenntnissen zu haben. Selbst diese können im Ausland weiterhelfen. Grzega bot dazu ein kleines mehrsprachiges Rätsel anhand eines Zitats aus dem vor genau 70 Jahren verfassten Buch “Der kleine Prinz”. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer noch Asterix-Bände in verschiedenen Sprachen ansehen, in Grzegas eigenen Büchern schmökern und bei einem Schnupperkurs “Ungarisch” nach Grzegas SprachFitnessStudio-Methode mitmachen.

Am vergangenen Samstag war das EHP zu Gast bei der Monheimer Gewerbemesse und verknüpfte Fremdsprachen mit Musik und Humor: Joachim Grzega und Bea Klüsener präsentierten Europa-Songs. Am Sonntag wurde im EHP des Europäischen Tags der jüdischen Geschichte gedacht. Neben einer Ausstellung und einer Broschürenpräsentation von Renate Prusakow und Stephan Reuthner gab es von Joachim Grzega einen Vortrag zum sprachkulturellen Erbe in Europa, Deutschland und Pappenheim. Zunächst ging er auf grundlegende Begriffe ein, die im Alltag oft verwechselt oder vermischt werden. Zum einen erklärte er den Unterschied zwischen “Juden” (kultureller-religiöser Begriff), “Israeliten” (historischer Begriff), “Israelis” (Begriff zur Staatsangehörigkeit). Zum anderen verdeutlichte er den Unterschied zwischen Hebräisch und Jiddisch. Ersteres ist eine semitische Sprache, die mit dem Arabischen und dem Aramäischen (der Muttersprache Jesu) verwandt ist. Das Hebräische war als Alltagssprache viele Jahrhunderte schon ausgestorben, bevor es Ende des 19. Jahrhunderts wiederbelebt worden ist und 1948 auch Staatssprache Israels wurde. Das Jiddische hingegen ist eine Sprache, die sich im Laufe des 13. Jahrhunderts als vom Deutschen abspaltete und verselbstständigte – bedingt durch die gesellschaftlich erzwungene Abspaltung. Das Jiddische hat dabei eine dem Deutschen sehr ähnliche Grammatik, viele Wörter sind aber später aus dem Hebräischen und anderen Sprachen entlehnt worden. Sowohl Hebräische und Jiddisch werden in hebräischer Schrift geschrieben, wofür Grzega ein Beispiel zeigte. Welche hebräischen und jiddischen Spuren sind dabei in weiten Teilen Europas zu finden? Grzega nannte als Hebraismus etwa die Wendung tohu wa bohu ‘wüst und leer’ (aus der Bibel) und Jubel ‘Widderhorn’ (aus dem das noch heute in der Synagoge verwendete Schofarhorn gemacht wird). Als europäische Jiddismen erwähnte er unter anderem Mazeltov, Mischpoke und Chuzpe. Unter den deutschen Wörtern hebräischen und jiddischen Ursprungs kamen viele über die Gruppensprachen der Gauner in die Allgemeinsprache (beispielsweise Moos und Kies für ‘Geld’). Grzega verglich dies mit heute allgemein bekannten Wörtern englischen Ursprungs, die es zunächst nur in der Gruppensprache der Jugend gab (etwa cool und checken). Viele Hebraismen und Jiddismen sind bei diesem Entlehnungsprozess auch umgedeutet worden. Ein Beispiel war Hals- und Beinbruch!, das eigentlich von jidd. hazloche u broche ‘Glück und Segen’ stammt. Spezifische Pappenheimer oder fränkische Hebraismen und Jiddismen hatte Grzega bei seinen Recherchen nicht mit Sicherheit finden können. Hier gäbe es noch Forschungsarbeit zu leisten. Bei einigen fränkischen Wörtern, deren Ursprung noch nicht ausreichend geklärt sei, könnte gemäß Grzega eine jiddische Herkunft in Betracht kommen. So bestehe bei dem Wort Sell? ‘Wirklich?’ möglicherweise ein Zusammenhang mit dem jiddischen śelo, das am Ende von Psalmen gesprochen wird.

Europäischer Tag der jüdischen Geschichte im EHP: (v.l.n.r.) Stadtarchivar Stephan Reuthner, EHP-Leiter Joachim Grzega, Bezirksheimatpflegerin Julia Krieger, Heimatvereinsvorsitzende Renate Prusakow, Stadtarchivar Hans Navratil, Bürgermeister Uwe Sinn

25.09.13: Gunzenhausens Partnerstadt Isle besuchte EHP

Gäste aus Isle samt Betreuern und Gunzenhausens Bürgermeister Federschmidt (2. Reihe, 1. von links)

In der französischen Region Limousin verbreitet sich mittlerweile auch außerhalb von Pappenheims Partnerstadt Coussac-Bonneval, dass in Altmühlfranken das EHP entstanden ist. Vor Kurzem kam nun eine Delegation der Stadt Isle mit Betreuern aus Gunzenhausen samt 1. Bürgermeister Joachim Federschmidt nach Pappenheim. Die Gruppe war zu einem Informationsbesuch im EHP, zeigte sich von dem Projekt beeindruckt und diskutierte mögliche Kooperationen. Anschließend ging es noch in einige Pappenheimer Geschäfte sowie auf die Burg. Mit solchen Begegnungen erweitert das EHP schrittweise sein internationales Netzwerk.

 

 

23.09.13: Offene Behindertenarbeit im EHP

Grzega präsentiert das EHP in der traditionellen Tracht der Partnerstadt Coussac-Bonneval.

Rund 20 Betreute und Betreuer aus dem Bereich der Offenen Behindertenarbeit ließen sich von Prof. Dr. Joachim Grzega die Arbeit des EHP vorstellen. Grzega berichtete über die Entstehungsgeschichte des EHP und die Zusammenarbeit mit Pappenheims Partnerstädten und verschiedenen Institutionen. Danach berührte er die Themen Volkstracht, Musikgeschichte und Ort- und Wortgeschichte. Bei der anschließenden Diskussion kam man überein, dass die prinzipiellen EHP-Angebote in Sprachen, Kulturen und Politik auch für die Offene Behindertenarbeit interessant könnte. EHP-Leiter Grzega erklärte, dass diese Zielgruppe für ihn Neuland wäre. Er sei aber bereit, sich an diese Aufgabe zu wagen, um so einen Beitrag zum EU-Ziel der Inklusion zu leisten.


Grzega entwickelt und erprobt gerne neue Lehrmethoden. Die Veranstaltung am nächsten Donnerstag, 18.30h, im EHP gibt einen Einblick in seine Vorstellungen von Unterricht in Fremd- und Muttersprache sowie in die Methode seiner SprachFitnessStudios.

 

18.09.13: Die nächsten EHP-Veranstaltungen

Am Samstag, 21.09.13, ist EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega Gastreferent beim Spracheninformationstag der VHS Donauwörth. Um 11:30h hält er den Eröffnungsvortrag “Sprachen, das Tor zur Welt – auch wenn es quietscht”. Um 14.00h stellt er unter dem Thema “Die Muttersprache beim Fremdsprachenlernen sinnvoll einsetzen” seine Modell Basic Global English (BGE) und die SprachFitnessStudios des EHP vor. Veranstaltungsort: Forum für Bildung und Energie, Spindaltal 5, Donauwörth.


Am Donnerstag, 26.09.13, 18.30h, stellt Joachim Grzega im EHP anlässlich des Europäischen Tags der Sprachen seine Ziele eines europaweiten Sprachunterrichts vor (sowohl für die Muttersprache als auch für Fremdsprachen). Wer will, kann außerdem noch an einem Sprachlernversuch teilnehmen. Der Eintritt ist frei.


Wer im August die Veranstaltung “Europa-Songs mit Joachim Grzega und Bea Klüsener” verpasst hat, kann diese am Samstag, 28.09.13, um 15.30h bei der Gewerbeausstellung in der Stadthalle Monheim erleben.


Am Sonntag, 29.09.13, gestaltet das EHP unter Federführung des Pappenheimer Heimat- und Geschichtsverein den Europäischen Tag der jüdischen Geschichte mit. Der Tag beginnt um 11 Uhr vor dem EHP mit Führungen durch Pappenheim. Ab 13 Uhr wird im EHP dann eine Ausstellung zu jüdischen Spuren in Pappenheim geöffnet. Ab 14 Uhr gibt EHP-Leiter Grzega einen Überblick zum sprachkulturellen jüdischen Erbe in Pappenheim, Deutschland und Europa. Des Weiteren stellen Stephan Reuthner und Renate Prusakow ihr Heft “Juden in Pappenheim” vor, das sie zusammen mit Pappenheims Ehrenbürger Hans Navratil erstellt haben.

 

 Am 02.10. beginnt dann der nächste Kurs "Basic Global English".

 

 

13.09.13: Welche Wirtschaftspolitik Länder groß gemacht hat: Wirtschaftsgeschichte als Comic

Noch ein Buchtipp zur Vorbereitung auf Wahlen: Michael Goodwin stellt im Buch Economix: Wie unsere Wirtschaft funktioniert (oder auch nicht) (ISBN 978-3-942787-03-1) die Geschichte der Wirtschaft als Comic dar. Sein Hauptschwerpunkt sind zwar die USA, doch gibt es auch immer wieder Hinweise auf Europa. Insbesondere hilft das Buch, dass wir uns – je nach unserem Alter – erinnern oder zum ersten Mal bewusst werden, welche wirtschaftspolitischen Konzepte die europäischen Demokratien nach dem 2. Weltkrieg bis in die späten 1970er und frühen 1980er Jahre hinein groß gemacht haben (und die US-amerikanische Nation von den 1930er bis in die 1960er/1970er). Es stellt also vor allem die solidarische Leistung von Staat und Staatsverbünden und die positiven Effekte von Schulden, Defiziten und ähnlich genannten Investitionen heraus. Das Buch ist dabei eine ernsthafte Warnung vor der Idee, staatliche Investitionen über Schulden verbieten zu wollen. Wieder geht es also um Solidarität innerhalb eines Staates ebenso wie innerhalb einer Staatengemeinschaft wie Europa. Das Buch liest sich recht schnell. Einige Probeseiten der englischen Originalausgabe und Zusatzinformationen auf Englisch gibt es auf http://www.economixcomix.com.

 

09.09.13: EHP-Leiter Grzega in der dolomitenladinischen Wochenzeitung

Aus der Usc di Ladins Nr. 34/2013, S. 2

Aufgrund seiner Erlebnisse in den Dolomiten hat EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega einen Leserbrief an die ladinischsprachige Wochenzeitung Usc di Ladins verfasst. Dieser ist nun abgedruckt worden. Hier die deutsche Übersetzung:

 

Die Ladiner und ihre Sprache -- Sichtweise auf den Kommentar “Uff ... wieder ohne Ladinisch”, veröffentlicht in der Usc di Ladins vom 23. August 2013 -- Pablo Palfrader hat in der UdL 33/2013 beklagt, dass in der Informationsbroschüre zum Südtirol-Pass eine ladinische Version fehlt. Vielleicht ist dies auch ein “Problem” der Rolle, die die Ladiner ihrer Sprache selbst geben. Vielleicht möchte die Mehrheit der Ladiner das Ladinische nur unter sich selbst verwenden. Ein Beispiel: Meine Lebensgefährtin und ich sprechen nur ein wenig Ladinisch, natürlich mit Akzent und mit Fehlern. Aber wir wollten stets das Ladinische im Hotel, in den Gasthütten, in Instituten und in Geschäften während unseres Besuches im Gadertal diese Woche anwenden. Jedoch: keiner antwortete auf Ladinisch. Einige konnten offenbar kein Ladinisch, andere antworteten automatisch auf deutsch, ohne weitere Reaktion. Nur zweimal war jemand bereit, Ladinisch mit uns zu sprechen, nach unserem zweiten Satz auf Ladinisch. Schade. Vielleicht wäre es für die Berücksichtigung des Ladinischen gut, wenn die Ladiner es zumindest am Anfang eines Gespräches mit einem Touristen verwendeten. Dies wäre ein weiteres Zeichen eines "Europa der Regionen".

 

 

 

06.09.13: Joachim Grzega im Deutschland-Radio

EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega wurde im Rahmen einer Reihe für effektiveres Studieren vom Deutschland-Radio interviewt. Thema war das Modell Lernen durch Lehren (LdL), das auch im EHP eine zentrale Rolle spielt. Das Interview ist für die Vorstellungs eines Lehrmodells relativ kurz (6 Min.), sodass nur ein paar Aspekte von LdL angesprochen werden. Es kann über folgende Seite abgerufen werden (Beitrag 2 “Besser unterrichten”):

http://www.dradiowissen.de/mein-studium-mentor-tutor-doktorvater.100.de.html?dram:article_id=259880

(Oder direkt hier: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/09/03/dradiowissen_tutorenunterricht_geht_20130903_550d0858.mp3)


Mehr zu LdL auf http://www.ldl.de oder im Buch LdL für Pepe, Pfeiffer und die Pauker


05.09.13: Anmeldungen für Eurolinguistik-Tagung und für Basic Global English

An alle Wissenschaftler, die sich mit dem Thema Europa befassen, ergeht die Einladung, sich bis 15.09. für die nächste Eurolinguistik-Tagung im EHP vom 4. bis 6. April 2014 mit dem Vorschlag für einen Vortrag anzumelden. Das Rahmenthema ist “Eurolinguistik interdisziplinär”. Wie die 1. Tagung, wird auch diese Tagung mit einer Veranstaltung für die Allgemeinheit abgeschlossen werden.


An alle, die nie richtig Englisch gelernt haben, ergeht die Einladung, sich bis 15.09. für den nächsten Kurs “Basic Global English” anzumelden, der ab Oktober mittwochabends stattfinden wird.

 

02.09.13: Europa-Themen beim TV-Duell

 

Im gestrigen TV-Duell der Kanzlerkandidaten auf ARD, ZDF, RTL und Pro7 haben die vier Journalisten das Thema Europa im Kern leider nur auf die sogenannten “Hilfspakete für Griechenland” beschränkt. Die einschlägigen Fragen waren auf die übliche Weise gestellt: es wurden nicht einmal im Ansatz mögliche Fehler Deutschlands im Vorfeld der Krise beleuchtet, um daraus eventuelle Lehren für die Zukunft zu ziehen. Ähnlich ist dies bislang bei ähnlichen Formaten in Österreich der Fall. Was mit Europa geschieht, ist jedoch zentral für das Leben der Menschen in den einzelnen Ländern und Regionen. Daher scheint es umso wichtiger, Ideen für das Zusammenleben in Europa zu vergleichen: Ideen der Parteien, der Wissenschaftler und Experten in den Massenmedien und der Wissenschaftler und Experten abseits der Massenmedien. Zu letzteren nochmal meine Buch- und Internet-Hinweise:


  • Flassbeck, Heiner: Zehn Mythen der Krise. Berlin: Suhrkamp 2012.

  • Flassbeck, Heiner, u.a.: Handelt Jetzt! -- Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft. Frankfurt (Main): Westend 2013. (Vor allem das letzte Kapitel).

  • Menasse, Robert: Der europäische Landbote – Die Wut der Bürger und der Friede Europas. Wien: Paul Zsolnay 2012.

  • BEIGEWUM [Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen]: Mythen des Sparens – Antizyklische Alternativen zur Schuldenbremse. Hamburg: VSA 2013. (dazu: http://www.beigewum.at/)

  • Zeise, Lucas: Euroland wird abgebrannt – Profiteure, Opfer, Alternativen. Köln: PapyRossa 2012. (Vor allem Kap. 7).

 

 

 

01.09.13: EHP bei der Donau-Ries-Ausstellung

LAG-Regionalmanager Eckmeier + EHP-Leiter Grzega

Noch bis morgen, 2. September, 18h, präsentiert sich das EHP auf der Donau-Ries-Ausstellung in Donauwörth als eines der Projekte, die im Rahmen des europäischen LEADER-Programmes durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Monheimer Alb unterstützt wird. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega und LAG-Regionalmanager Friedrich Eckmeier stehen noch morgen nachmittag den BesucherInnen auf dem Messegelände (Stauferplatz) in Halle B für Fragen zur Verfügung.


29.08.13: Wahl-O-Mat: Parteiprogramme und Europa

Seit heute 11.30h steht der Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl 2013 zur Verfügung. Hier kann man seine Einstellung zu 38 Thesen eingeben und erhält dann eine Rückmeldung darüber, wie stark die einzelnen Parteien zu den eigenen Einstellungen passen. Thesen mit direktem Europa-Bezug sind 4, 19, 23, 26 und 32. Andere Thesen haben zumindest indirekten Bezug zu Europa-Politik. Der Wahl-O-Mat findet sich hier:

Auf der angegebenen Seite ist auch ein Wahl-O-Mat für Bayern zugänglich.


Darüber hinaus stehen ebenso in Österreich Nationalratswahlen an. Hier ist eine ähnlich funktionierende Seite unter dem Namen “Wahlkabine” eingerichtet worden (darunter finden sich allerdings keine Thesen mit direktem Europa-Bezug):


22.08.13: Basic Global English – neue kostenlose Downloads

Gute Nachrichten für Grundschulen und Erwachsenenbildungsstätten: Dank der Kooperation zwischen EHP und der Academy for SocioEconomic Linguistics (www.asecoli.com) ist es nun möglich geworden weitere Lernmaterialien zu unserem mehrfach ausgezeichneten Konzept Basic Global English kostenlos zur Verfügung zu stellen – und zwar

  • (1) für Grundschüler das Arbeitsbuch Hello World! Learner Materials (Lehrkräfte bzw. Schulen brauchen sich dann nur noch Hello World! Teacher Handbook über den Buchhandel bzw. direkt über den BoD-Verlag besorgen)
  • (2) für Erwachsenengruppen das Lehrwerk Welcome, Global Players, das für Dozenten auch Hinweise für den Stundenaufbau enthält (Lernerhinweise gibt es derzeit nur in deutscher Version).


Die Materialien können heruntergeladen werden auf:

http://www.basicglobalenglish.com

oder

http://ehp.pappenheim.de/angebot/

 

19.08.13: Internet-Tipps zur Vorbereitung auf die nächsten Wahlen

Wie im letzten Newsletter gesagt, spielt in den gängigen Medien selten eine Rolle, wie gut Kandidaten und Parteien die europäischen Interessen vertreten, also die Interessen der europäischen Gemeinschaft. Was sind eigentlich europäische Interessen? Wer hat sie bislang wie vertreten? Wir sind in einer Zeit, wo es Mode zu werden scheint, Solidaritäten immer wieder in Frage zu stellen (zwischen Europäern ebenso wie zwischen Deutschen). Daher scheint es besonders wichtig, sich zu erkundigen, wer sich wie für die europäische Gemeinschaft einsetzt und wer wie den anderen Mitgliedern der EU-Familie begegnet. Heute einige Internet-Tipps:

 

1. Bereits seit etlichen Jahren verfasst eine Gruppe von Wirtschaftswissenschaftlern jährlich eine wohl begründete Empfehlung an alternativen wirtschaftspolitischen Konzepten. Die neueste Fassung (“Memorandum 2013”) ist hier zu finden:


2. Alternative Ideen, oft mit Kommentaren zu anderen Medienberichten, bieten auch die folgenden Seiten:


3. Mythen zur Arbeit in den EU-Institutionen werden hier entkräftet:

Letztere Seite stammt zwar aus Österreich, dennoch sind darin auch viele Fehlansichten aus Deutschland enthalten, mit entsprechend einschlägigen Aufklärungen.


4. Ein Wahlprogrammvergleich ist möglich unter:

Einfach in das Feld “Thema suchen” die Stichwörter “Europa” und “europäisch” eingeben, danach auf die jeweiligen Parteifelder klicken. Dann kann man die Fundstellen im Original lesen.


5. Eine Prüfung des Abstimmungsverhaltens bisheriger Bundestags- und Landtagsabgeordneter zu europäischen Themen ist möglich unter:

Hier einfach auf die entsprechende Überschrift des Abstimmungsthemas klicken. Dann auf den Reiter “Abstimmungsverhalten” klicken. Dann geben Sie Ihre Postleitzahl ein. Danach sieht man, wie die eigenen Abgeordneten abgestimmt haben.

 

12.08.13: Buch-Tipps zur Vorbereitung auf die nächsten Wahlen

Demnächst stehen in Deutschland die Bundestagswahl und zwei Landtagswahlen an. In den gängigen Medien wird diskutiert, wie gut Kandidaten und Parteien National- oder Regionalinteressen vertreten. Selten spielt dabei eine Rolle, wie gut Kandidaten und Parteien die europäischen Interessen, also die Interessen der europäischen Gemeinschaft vertreten können. Was sind eigentlich europäische Interessen? Wer hat sie bislang wie vertreten? Welche Maßnahmen wären für Politiker in Zukunft angemessen? Hierzu einige Buchtipps, um Ideen abseits der großen Massenmedien kennen zu lernen.


Wer sich bislang wenig mit Wirtschaftspolitik beschäftigt hat, dem sei als erstes folgendes Buch des EHP-Gastreferenten Heiner Flassbeck empfohlen:


  • Flassbeck, Heiner: Zehn Mythen der Krise. Berlin: Suhrkamp 2012.


Etwas ausführlicher erhält man die Vorschläge für zukünftige wirtschaftspolitische Maßnahmen hier:


  • Flassbeck, Heiner, u.a.: Handelt Jetzt! -- Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft. Frankfurt (Main): Westend 2013. (Vor allem das letzte Kapitel).


Mit vielen Meinungen über die EU-Bürokratie und die Zusammenarbeit der EU-Länder – nicht nur mit Bezug auf Wirtschaftspolitik – räumt das folgende, recht schnell zu lesende Büchlein auf:


  • Menasse, Robert: Der europäische Landbote – Die Wut der Bürger und der Friede Europas. Wien: Paul Zsolnay 2012.

Wer schon wirtschaftspolitische Vorkenntnisse hat, seien die folgenden Buch empfohlen, die jeweils 142 Seiten umfasssen:


  • BEIGEWUM [Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen]: Mythen des Sparens – Antizyklische Alternativen zur Schuldenbremse. Hamburg: VSA 2013.

  • Zeise, Lucas: Euroland wird abgebrannt – Profiteure, Opfer, Alternativen. Köln: PapyRossa 2012. (Vor allem Kap. 7).


Wer es recht ausführlich (und mit vielen Beispielen) haben will, dem sei ein Buch des Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz empfohlen:


  • Stiglitz, Joseph: Der Preis der Ungleichheit – Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht. München: Siedler 2012. (Besonderer Bezug auf die EU nimmt Stiglitz auf den Seiten 279, 289-291, 303, 307-308, 329-331, 363; ansonsten stammen die Beispiele aus den USA und dem Rest der Welt).

 

 

 

05.08.13: EHP-Vorstellung mit Musik und Ausstellung

Europa-Songs mit Humor: Bea Klüsener + Joachim Grzega
Ausstellung von Viertklässlern
EHP-Leiter Grzega + Mitarbeiterin Wilma Enser luden zum EHP-Quiz ein

Unter Federführung der Werbegemeinschaft Pappenheim wurde letzten Freitag das Straßenfest “Pappenheim live und grenzenlos” veranstaltet. Das ursprüngliche Thema “Spanien” war auf Vorschlag von EHP-Leiter Joachim Grzega erweitert worden, sodass sich auch der Pappenheimer Städtepartnerschaftsverein und das EHP vorstellen konnten.

Das EHP eröffnete die Veranstaltung mit dem Programmpunkt “Europa-Songs”. Joachim Grzega und Bea Klüsener begannen mit “Volare” und einem Medley aus weiteren Liedern vergangener Grand-Prix-Wettbewerbe (heute Eurovision Song Contest). Mit Franz Lehárs “Dein ist mein ganzes Star” sang Joachim Grzega dann das erste europaweit bekannte Lied, das sogar in den USA ein Schlager wurde. Bea Klüsener hingegen stellte mit dem Disney-Lied “Some Day My Prince Will Come” und mit “Somewhere Over the Rainbow” zwei frühe US-Songs vor, die in Europa zu Hits wurden. Dabei sangen die beiden die Lieder in verschiedensprachigen Versatzstücken. Dazu präsentierte Joachim Grzega eine sprachdidaktische Eigenkomposition, die den Satz “I am John, and you?” in verschiedenen europäischen Sprachen aufführte. Zum Abschluss gab es ein humorvolles Medley aus Liedern zu bekannten Orten sowie das Wort “Dankeschön” in verschiedenen Sprachen zur gleichnamigen Melodie von Bert Kaempfert.

Danach konnten die Besucher im EHP auf Plakaten erkunden, wie Schüler der vierten Klasse von Lehrerin Eva Beringer verschiedene europäische Länder sehen.

Des Weiteren konnten die Besucher in den Büchern der EHP-Bibliothek schmökern. Außerdem informierte das EHP über seine vielseitigen Aktivitäten seit der Eröffnung im Oktober. Dazu konnte man auch bei einem Quiz teilnehmen und einen EHP-USB-Stick gewinnen. Die Gewinner waren: Julia Hönig, Margaretha Habermeyer und – aus Frankreich – Patrice Fougère.

 

02.08.13: Nächste EHP-Programm-Punkte

 

Heute ist der letzte Tag für die Anmeldung zum EHP-Ferienprogramm für Kinder (Europa-Quiz 13.30-15.00) und Jugendliche (Ort- und Wort-Wanderung 11.00-12.00, Europa-Quiz 15.30-17.00).


Morgen, 03.08.13, nimmt das EHP an der Veranstaltung “Pappenheim live und grenzenlos” in der Deisinger Straße teil. Von 17.00 bis ca. 17.30 präsentiert Joachim Grzega mit Bea Klüsener Europa-Songs neben dem EHP. Danach können sich im EHP Besucher Plakate von Pappenheimer Grundschulkindern sehen: wie sehen Viertklässler verschiedene europäische Länder. Außerdem wird ein Einblick in die bisherigen Aktivitäten des EHP gegeben. Auch die EHP-Bibliothek ist dabei zugänglich und hält Informationsmaterialien zu Europa bereit. Zusätzlich gibt es ein EHP-Quiz, bei dem 3 USB-Sticks verlost werden (Verlosung 20.00h im EHP).

30.07.13: Joachim Grzega diskutierte mit 80 Schülern über die Wirtschaftskrise

EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega war neulich zu Gast im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Pappenheim (EBZ). Unter Federführung von Pfarrer Walter Engeler war hier ein Seminar für Jugendliche zum Thema “Währungskrise” organisiert worden. Rund 80 GymnasiastInnen waren aus Weißenburg, Donauwörth und Augsburg nach Pappenheim gekommen. Als Gastredner hatte Pfarrer Engeler EHP-Leiter Grzega eingeladen.

Grzega beschrieb Parallelitäten zwischen der Wirtschaftskrise der 1920er und der Jetzt-Zeit, erklärte die Prinzipien des wohlstandsfördernden Wirtschaftsmodells im Westeuropa der Nachkriegszeit, veranschaulichte grundsätzliche wirtschaftliche Zusammenhänge und die Missachtung dieser Erkenntnisse in den letzten 30 Jahren. Die Vertreter des neoliberalen Wirtschaftsmodells mussten entgegen ihrer eigenen Prinzipien nun letztlich doch auf den Staat als Rettungsanker zurückgreifen. Daher könne man deren striktes Modell als gescheitert erklären. Als Gefahr für den europäischen Frieden sah Grzega das Aufgeben von Solidaritäten -- nicht nur den Solidaritäten zwischen verschiedenen Europäern, sondern auch den Solidaritäten unter den Deutschen selbst. Verschiedentlich ging Grzega auch auf die Meinungsmache durch rhetorische Kniffe ein.

Mit Hinweis auf wissenschaftliche Erkenntnisse empfahl Grzega letztlich die Neu-Orientierung an dem Modell, das ab Ende der 1970er ohne erkennbaren ökonomischen Grund schrittweise aufgegeben worden war. Wichtig seien dabei eine ausgewogenere Einkommens- und Vermögensverteilung, die Berücksichtigung ökologischer Belange und internationale Finanzweltregeln. Außerdem empfahl er den Schülern einseitige Lehrmaterialien abzulehnen und nicht nur die weit verbreiteten Massenmedien zu konsumieren.

Grzega traf auf gut informierte und äußerst diskussionsfreudige Jugendliche, für die er sogar 1 Stunde länger als geplant zur Verfügung stand. Betroffen war Grzega allerdings, dass ein Schüler ihm erzählte, dass ein Schüler allein gegen einseitige Lehrmaterialien nichts ausrichten könnte; er habe es versucht und gelte seitdem als Querulant...

 

25.07.13: Weltpolitiker Günter Gloser sprach von seinen Europa-Erfahrungen

Der ehemalige Staatsminister Günter Gloser erzählte von seinen Europa-Erlebnissen und lobte die Arbeit des EHP.

Er war protokollarisch der bislang ranghöchste Gastredner einer Abendveranstaltung beim EHP: der ehemalige deutsche Staatsminister für Europa Günter Gloser. Anhand von Bildern und Zeitungsausschnitten berichtete er über die Anfänge seiner bald 20 Jahre langen bundesparlamentarischen Arbeit: Zunächst konnte er wegen Quotenregelungen gar nicht in den Arbeitskreis kommen, für den er sich eigentlich kompetent fühlte. Dies gab ihm jedoch die Gelegenheit, sich in das für ihn neue Gebiet der internationalen Politik zu vertiefen.

Sein politischer Höhepunkt war die Ernennung zum Staatsminister für Europa im Bundesaußenministerium. In diese Zeit fiel auch Deutschlands EU-Ratspräsidentschaft, und Gloser durfte hier die Kanzlerin mehrfach vertreten. Lange Jahre wenig beachtet blieben nach Glosers Aussagen seine Erfahrungen mit Nordafrika und dem Nahen Osten, die erst mit dem arabischen Frühling plötzlich gefragt waren. Dabei lobte er Jordaniens Vorbildstellung bei der erfolgreichen Aufnahme von Flüchtlingen. Gemessen an der Gesamtbevölkerung hätte Deutschland 8 Millionen Flüchtlinge aufnehmen müssen, um die gleiche Leistung zu erbringen. Deutschland und Europa könnten hier noch lernen. Danach ging Gloser auf seine prägenden Begegnungen mit Franzosen ein. Von Frankreich wurde er 2009 auch zum Offizier der Ehrenlegion ernannt.

Sehr deutlich wurde auch Glosers Bestreben, Wissen und Informationen an die junge Generation weiterzugeben. Zunächst begann er dies 2003 mit einem Europa-Newsletter für Schulen, seit 2006 organisierte er dann gänzlich mit eigenen Mitteln seine Sommerakademie “Europa macht Schule!”

Gloser erzählte, dass viele Gerüchte über angebliche, unsinnige Pläne in der EU-Bürokratie sich letztlich als unwahr erwiesen. Er machte deutlich, dass die EU-Bürokratie und das EU-Parlament ganz allgemein zu Unrecht kritisiert würden. Letztlich seien es ja meist die Staatsoberhäupter und die nationalen Minister, die die EU-Politik bestimmten. Er selbst habe dies im Bereich der Außenpolitik regelmäßig erlebt. Außerdem beobachte er, dass europäische Offenheit umso schwieriger und seltener sei, je höher man die EU-Hierarchie emporgehe. Für die nahe Zukunft wünscht sich Gloser daher mehr gesamteuropäisch denkende Politiker wie die beiden Luxemburger Jean-Claude Juncker und Jean Asselborn. Sie hätten es verstanden, das kleine Luxemburg zwischen den großen Ländern in Balance zu halten und gesamteuropäische Visionen zu entwickeln.

Das Publikum zeigte sich höchstinteressiert, und Gloser stand den Zuschauern sogar länger als geplant für Fragen zur Verfügung. Zum Abschluss machte Günter Gloser deutlich, dass er das Europäische Haus Pappenheim für eine einzigartige und wichtige Einrichtung halte. Er beglückwünschte Pappenheim zu dieser Idee, sprach EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega ein Lob für das bisher erarbeitete Programm aus, wünschte dem Haus ein langes Leben und sagte, dass er nach seiner bald zu Ende gehenden Zeit als Bundestagsabgeordneter mit dem EHP in Verbindung bleiben wolle.

 

18.07.13: Ehemaliger Europa-Staatsminister Günter Gloser kommt ins EHP

Der ehemalige Europa-Staatsminister Günter Gloser

Am 23. Juli findet um 18.30 Uhr im EHP eine weitere Veranstaltung in der Reihe „Mein Europa-Fotoalbum” statt. Zu Gast ist diesmal der Bundestagsabgeordnete Günter Gloser. Er war von 2005 bis 2008 im Bundesaußenministerium Staatsminister für Europa. Schon zuvor war er europapolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Mitglied des Deutschen Bundestages ist der Jurist bereits seit 1994. Zudem ist Gloser Präsidiumsmitglied der überparteilichen Europa-Union. Außerdem ist er Vorstandsmitglied in der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft. Bereits in seiner Jugend wurde Gloser, angeregt durch Willy Brandts Friedenspolitik, politisch aktiv: zunächst im Ortsverein und im Bezirkstag, sodann als Vorsitzender der SPD Mittelfranken. Derzeit ist er unter anderem Stellvertretender Vorsitzender der deutsch-französischen Parlamentariergruppe und des Kreisverbands Nürnberg der Europa-Union sowie Mitglied der Europapolitischen Kommission beim SPD-Parteivorstand, der evangelischen Landessynode Bayern und des Kuratoriums des Instituts für Europäische Politik.

Für seine Verdienste um die Völkerverständigung ist Günter Gloser national und international ausgezeichnet worden: 2006 erhielt er die Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa, 2009 den Bayerischen Verdienstorden, das Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens und den Offiziersrang der französischen Ehrenlegion.

Gloser hat das EHP bereits mit einem Grußwort im Eröffnungsfestprogramm sowie mit einer Bücherspende unterstützt. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega freut sich, dass er Gloser nun auch als Gastredner einer öffentlichen Veranstaltung begrüßen kann. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund des begrenzten Platzes ist jedoch eine vorherige Reservierung unter ehp(at)pappenheim.de oder 09143/606-60 nötig.

 

17.07.13: EHP-Vortrag von Prof. Radermacher nun online

Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermachers EHP-Vortrag vom Mai ist nun auf YouTube zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=EANDQhKvmNY&hd=1.

 

16.07.13: Landtagsabgeordnete Naaß verband Vertriebenenpolitik und Europa

Prof. Dr. Joachim Grzega und MdL Christa Naaß im Gespräch mit dem EHP-Publikum

 

Am vergangenen Montag sprach die bayerische Landtagsabgeordnete Christa Naaß im Europäischen Haus Pappenheim (EHP) zum Thema Heimatvertriebene – einem Thema, mit dem sie bislang nicht allgemein verbunden war. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega wollte eine überraschende Verbindung aus Thema und Redner herstellen, um Neugierde zu wecken. Und er wollte bewusst ein Thema wählen, das auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas mit Europa zu tun hat. So ermunterte er in seiner Einführung die Zuschauer auch, bei den Ausführungen von Naaß stets aktuelle Europa-Fragen im Hinterkopf mitzubehalten.

Christa Naaß, selbst Kind sudetendeutscher Heimatvertriebener, Mitglied in mehreren Vertriebenenorganisationen und Vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, beschrieb Geschichte an Hand von Geschichten und Zitaten. Dabei knüpfte sie auch an die europäische Idee und europäische Themen der Gegenwart an. Sie wies auf das vielfältige Engagement der Sozialdemokraten in der Aussöhnung zwischen Deutschland und dem Osten hin. Insbesondere erinnerte sie an die auf die Westintegration Adenauers folgende Ostpolitik von Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt. Sie ermahnte dabei zum “Entlügen” der Geschichte auf beiden Seiten und ermunterte dazu, mehr Geschichtsbewusstsein in der jungen Generation entstehen zu lassen. Sie beschrieb zahlreiche modellhafte Beispiele, in denen Schüler in Polen und Tschechien deutsche Geschichte erforschten. Dabei stelle sich allerdings nicht selten heraus, dass kulturelle deutsche Zeugnisse wie etwa Friedhöfe komplett zerstört wurden. Schließlich machte Naaß noch darauf aufmerksam, dass zum ersten Mal in einem SPD-Wahlprogramm für den bayerischen Landtag die Vertriebenenpolitik mitaufgenommen worden sei, damit auch ihre Nachfolger sich der Thematik bewusst blieben. Christa Naaß wird im Herbst nämlich nicht mehr für den Landtag kandidieren. Sie möchte ihre Arbeit noch mehr der Region widmen und kandidiert daher diesmal für den Bezirkstag.

Im Anschluss an den Vortrag erzählten Besucher von eigenen Erlebnissen und Aktivitäten zur Aussöhnung zwischen Deutschen, Polen und Tschechen. Einen neutralen Blick auf Geschichte, so schien man übereinzustimmen, werde es wohl nie geben. Jeder wird darauf durch seine eigene Brille blicken, aber man könnte zumindest seine Brille einmal abnehmen und versuchen jene des anderen aufzusetzen. Darüber hinaus wurden mögliche Lehren zum Umgang unter den Nationen in der aktuellen Europa-Krise angesprochen: Ist diese Krise nicht schon eine Art Wirtschaftskrieg, bei dem der Erhalt der kulturellen Vielfalt in Gefahr ist und Leute gezwungen, ihr Überleben fern der Heimatregion zu suchen?

Grzega dankte Naaß für die Verbindungen aus geschichtenreicher Geschichtsstunde und zahlreichen Anknüpfungen an Europa-Themen. Das EHP-Publikum verabschiedete sich auch nach dieser Veranstaltung mit Applaus und positiven Rückmeldungen.

 

10.07.13: MdB Josef Göppel stattete dem EHP einen Besuch ab

MdB Göppel (re.) lässt sich von EHP-Leiter Grzega (1.li.hinten) und Bgm. Sinn (2.li.hinten) zum Bildungsstandort Pappenheim informieren

Im Rahmen seines Besuchs in Pappenheim kam MdB Josef Göppel unter anderem ins EHP. Er hatte auch schon an der EHP-Eröffnungsfeier teilgenommen. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega stellte dem Bundestagsabgeordneten die bisher geleistete Arbeit kurz vor, verwies aber auch auf Rahmenbedingungen, die den Aufbau eines solchen für die Region gedachten Hauses in einer Kleinstadt nicht immer leicht machen: das Denken in Landkreisen, das Prinzip der Ko-Finanzierung (das eine hohe Zahl an Stunden für die Suche nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte erfordere) und die Gleichbehandlung von Groß- und Kleinstädten bei der Bewertung von Projektanträgen (es werden dieselben Maßstäbe angesetzt). MdB Göppel zollte Grzega für die geleistete Arbeit Respekt und kündigte an, an den Stellen seines Einflussbereiches ein entsprechendes Bewusstsein zu fördern.

 

 

 

08.07.13: MdL Christa Naaß demnächst zu Gast im EHP

MdL Christa Naaß

Der Leiter des EHP, Prof. Dr. Joachim Grzega, möchte am 15. Juli, 18.30 Uhr, eine neue Reihe beginnen. Bei dieser Reihe soll es jeweils um ein Thema gehen, bei dem man sich auf den ersten Blick fragt, wo man da die Europäische Union bräuchte. “Wozu da die EU?” nennt Grzega die Reihe. Im Laufe der Veranstaltung soll dann deutlich werden, auf welche Weise das Thema dann doch mit europäischen Belangen zu tun hat beziehungsweise auf welche Weise die Erfahrungen mit dem regionalen Thema für ein europaweites Thema nützlich sein können.

 

Auch dafür hat Grzega wieder eine prominente Persönlichkeit gewinnen können: Die Landtagsabgeordnete Christa Naaß wird zum Thema “Heimatvertriebene” sprechen. Sie hatte den Aufbau des EHP bereits in der Konzeptionsphase tatkräftig unterstützt. Christa Naaß ist seit 1994 Mitglied des bayerischen Landtages. Sie ist ferner Mitglied in Vorstand und Präsidium der BayernSPD sowie Vorsitzende der MittelfrankenSPD. Bis letztes Jahr war sie außerdem SPD-Kreisvorsitzende für Weißenburg-Gunzenhausen, bis vor zwei Jahren Stellvertretende Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion. Bis 2008 war sie darüber hinaus Mitglied im Präsidium des Bayerischen Landtags. Sie war in einer Reihe von unterschiedlichen Gremien tätig. Expertise zum Thema “Heimatvertriebene” erwarb sich Naaß als Mitglied im Beirat des Hauses des Deutschen Ostens, im Stiftungsrat der Sudetendeutschen Stiftung und im Sudetendeutschen Rat sowie als Vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Für ihre zahlreiche Aktivitäten wurde Christa Naaß unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden und der Goldenen Verfassungsmedaille ausgezeichnet.

 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund des begrenzten Platzes ist aber eine vorherige Reservierung unter ehp(at)pappenheim.de oder 09143/606-60 nötig.

05.07.13: Neue Rubrik auf den EHP-Webseiten

Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, der am 29.05.13 unser Gaststar war, bleibt dem EHP auch weiterhin verbunden und hat uns und unseren Besuchern nun einen Text mit dem Titel “Das Trilemma der modernen Welt” zugesandt. Er fasst die derzeitige Situation der Welt noch einmal aus seiner Sicht zusammen. Wir nehmen dies zum Anlass, damit eine neue Rubrik “Schriften” auf den EHP-Webseiten aufzunehmen.


04.07.13: Morgen Ende der Anmeldefrist für Juli-SprachFitnessStudios

An alle Sprachinteressierte: Morgen endet die Anmeldefrist für die SprachFitnessStudios im Juli (Russisch, Polnisch, Schwedisch), die wir diesmal sehr streng beachten müssen.

 

Der Rest unseres Programmes für Juli/August/September steht auf unserer Webseite (www.ehp-online.eu) unter “Aktuelles” und “Termine”.


26.06.13: Joachim Grzegas humorvoll-lehrreicher Blick auf die europäische Musikgeschichte

Mit "Bruder Jakob" durch die Musikepochen
Blick auf die Orchestergeschichte
Grzega "dirigiert" sein Publikum durch Hörbeispiele

In der Reihe “Goldblaue G’schichten” gab gestern der Leiter des Europäischen Hauses Pappenheim, Prof. Dr. Joachim Grzega, einen humorvoll-lehrreichen Streifzug durch die europäische Musikgeschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Die Musikgeschichte war der letzte noch offene Wunsch der Teilnehmer an der Fragebogenaktion bei der EHP-Eröffnung. Die Zuschauer sollten dabei vor allem ihr Hörempfinden trainieren, damit sie am Ende des Abends Hörbeispiele besser in die Epochen Barock, Klassik, Romantik, Nachromantik und Moderne einordnen konnten. Wenn etwas vertraut wird, so Grzega, kann man es auch besser genießen. Nach ersten Höreindrücken bot Grzega einen Überblick über die Geschichte der Orchesterbesetzungen. Im Barock etwa betrachtete man Pauken und Trompeten als eine Gruppe. Deswegen kann man auch heute noch “mit Pauken und Trompeten” durchfallen. Danach ging es um die in Europa entstandenen Tongeschlechter Dur und Moll und die zentralen Kompositionstechniken in den verschiedenen Epochen. Dies versuchte der Referent so verständlich zu machen, dass auch jemand ohne musikalische Vorkenntnisse es verstehen konnte. Zur Veranschaulichung spielte Grzega auf seinem Piano selbsterdachte Versionen von “Bruder Jakob”, einem europaweit bekannten Lied. Verschiedentlich waren aber auch die Zuhörer aufgerufen, Hörbeispiele einzuordnen. Immer wieder verband Grzega die Musikgeschichte auch mit Kultur- und Sprachgeschichte. Beispielsweise lag die tragende Melodie zunächst beim männlichen Tenor, ein Wort von lateinisch “tenere = tragen, halten”. Später ging die Melodie auf die Oberstimme über, oft von der ersten Geige gespielt. Vogelstimmen wurden durch bestimmte Tonfolgen wiedergegeben, wie etwa die beiden Kuckuckstöne, die man auch aus “Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald” kennt. Mit der Erfindung des Grammafons versuchte man sogar Tonaufnahmen fest in Kompositionen einzubauen. Und mit neuen Instrumenten im größer werdenden Orchester und den ersten Mikrofonen änderten sich auch die Gesangstechniken. Diese veranschaulichte Joachim Grzega abschließend anhand eines europäischen Operettenliedes, das weltweit bekannt wurde: Franz Lehárs “Dein ist mein ganzes Herz”. Die EHP-Zuschauer bedankten sich mit viel Applaus und nahmen gleich das Programm fürs nächste Quartal mit. Dieses ist auch unter www.ehp-online.eu unter “Aktuelles” zu finden.

 

 

16.06.13: SprachFitnessStudios jetzt auch mit externen Sprachtrainern

Im März startete das EHP das Forschungsprojekt “SprachFitnessStudios”, bei dem im Rahmen eines Ganztagesseminars Sätze für die wichtigsten Situationen für Privatreisen ins Ausland vermittelt werden. Mit jedem neuen Seminar wird die Methode weiter verbessert. Bei den bisherigen SprachFitnessStudios (Französisch, Italienisch, Spanisch) gab es sogar ausreichend Nachfrage nach Fortsetzungsseminaren. Um dies organisatorisch zu bewältigen, will EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega nun auch externe Sprachtrainer ins Boot holen. Zum ersten Mal leitete daher eine Studentin einen Teil des gestrigen Spanisch-SprachFitnessStudios. Die Studentin untersucht das Lehrkonzept auch im Rahmen ihrer Master-Arbeit. Das nächste SprachFitnessStudio findet kommenden Samstag statt: Ungarisch für absolute Anfänger – vor allem ein Angebot für die Städte der Region, die eine Partnerschaft zu ungarischen Kommunen pflegen. Es sind noch Plätze frei, für die man sich aber bis 18.06., 8:00h, unter ehp(at)pappenheim.de anmelden muss.

02.06.13: Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher begeisterte EHP-Besucher

Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher fesselte das EHP-Publikum
Die stolzen Gastgeber, Bgm. Uwe Sinn und EHP-Leiter Joachim Grzega, umrahmen ihren Stargast: Prof. Dr. Dr. Radermacher

Zur letzten Veranstaltung der Reihe “Europa quergedacht” war der Saal des Europäischen Hauses Pappenheim (EHP) wieder voll besetzt. Zu Gast war Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, Mitglied im elitären Club of Rome, Berater von Bundes- und Landesregierungen und einer der geistigen Väter der Ökosozialen Marktwirtschaft. Die Ökosoziale Marktwirtschaft ist eine Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft, die ökonomische und ökologische Ziele in Einklang bringen will, indem sie Umweltschutz mit marktwirtschaftlichen Mitteln durchzusetzen versucht.

 

Bereits bei Betreten des Saals erhielten die Besucher zur Einstimmung ein von Radermacher erstelltes Blatt “Was kann jeder Einzelne tun? 30 Anregungen”. Der Abend begann auf neue Weise. Zunächst wurde nämlich gemäß dem Prinzip "Lernen durch Lehren (LdL)" die Ökosoziale Marktwirtschaft von Besuchern zusammengefasst, die auch am vorbereitenden Seminar zu dieser Veranstaltung teilgenommen hatten. Sie formulierten außerdem einige Fragen an den Referenten, die sie im Rahmen des Seminars erarbeitet hatten. Ergänzt wurde dies durch EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega, der das Vorbereitungsseminar durchgeführt hatte und an diesem Abend als Moderator fungierte. Danach ergriff der Stargast des Abends das Wort.

 

Auf anspruchsvolle, aber auch verständliche und humorvolle Weise beschrieb Prof. Radermacher seine Arbeit und seine Ideen für die Zukunft der Welt. Dabei ging er auch auf die eingangs gestellten Fragen und Kommentare ein und regte mit eigenen Fragen zum Nachdenken an. “Würden Sie lieber heute oder vor 50 Jahren leben wollen?” Dass die meisten lieber heute leben wollten, zeige, dass das System der Marktwirtschaft prinzipiell viel Gutes hervorgebracht habe. Es sei daher gemäß Radermacher dieses System nicht zu ersetzen, sondern weiterzuentwickeln, um damit entstandene Probleme einzudämmen, ohne dass durch einen Bumerang-Effekt viele neue Probleme entstünden. Insbesondere bemängelte er, dass mit der wirtschaftlichen Globalisierung keine politische Globalisierung einhergegangen sei. Selbst insgesamt reiche Staaten seien von einer Art Brasilianisierung bedroht: einer kleine Schicht von Reichen steht eine Masse an wenig verdienenden Armen gegenüber. Es fehle eine Weltdemokratie, bei der jeder Mensch durch je 1 Stimme repräsentiert sei. Radermacher verwies darauf, dass dies jedoch natürlich bedeute, dass Europäer dann in der Minderheit seien und das Rufen nach weltdemokratischen Entscheidungen oft kleiner werde, wenn diese nicht europäische Ergebnisse brächten – bei Politikern wie bei Bürgern gleichermaßen. Radermacher sagte ferner, dass viele von Staaten unterschriebene Absichtserklärungen wie die UN-Millenniumsziele oft bloße Worte blieben, aber dass nicht-staatliche Aktionsgruppen sich wenigstens auf sie berufen könnten.

 

Radermacher zeigte sich insgesamt pessimistisch und hielt es für unwahrscheinlich, dass die UN-Millenniumsziele und eine echte ökosoziale Veränderung des Wirtschaftssystems erreicht würden. Unwahrscheinlich hieße jedoch nicht, dass es nicht Hoffnung gebe. Auch der Normalbürger und Kommunalpolitiker könnten hier beitragen. Er betonte, wie wichtig es dazu sei, sich des Zusammenhangs zwischen Sprache und Denken bewusst zu werden, und verwies dabei auch auf die Arbeiten von EHP-Leiter Grzega. Ein Umdenken setze viel leichter ein, wenn sprachliche Bilder nicht einfach verneint, sondern neue gebildet werden. Die kostengünstigste Bildungsmaßnahme dazu sei, viel Unterschiedliches zu lesen.

 

Abschließend dankte Grzega dem Mathematiker und Ökonomen Franz Josef Radermacher und verwies auf dessen Buch “Welt mit Zukunft”, das von der Global-Marshall-Plan-Initiative herausgegeben wird und an diesem Abend zum Verkauf angeboten wurde. Einige Besucher blieben noch eine ganze Weile im EHP, um die Ideen zu diskutieren.

 

Die nächsten Veranstaltungen im EHP sind am Dienstag: von 11 bis 12 Uhr die Ort- und Wort-Wanderung (bitte bis zum Vortag 17.45h anmelden) und der EHP-Quiz-Abend (18.30-20.00h).

25.05.13: Neue Bücher zur Europasprachenforschung von Joachim Grzega

Joachim Grzega und seine neuen Veröffentlichungen

Vor Kurzem erschienen sind zwei neue Werke von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega. Während sein im vergangenen Jahr erschienenes Buch Europas Sprachen und Kulturen im Wandel der Zeit sich an ein breites Publikum wendet, sind Grzegas neue Bücher für ein eingeschränkteres Publikum gedacht. Mit dem einen Werk, Studies in Europragmatics, präsentiert Grzega für Fachkollegen seine methodischen Ideen für einen neuen Bereich der Europasprachenforschung, auch Eurolinguistik genannt. In diesem neuen Bereich geht es vor allem um Verwendungen von Wörtern und Wortkombinationen und um rhetorische Merkmale von europäischen Politikern, Journalisten, Internet-Nutzern und Menschen allgemein. Das andere Werk richtet sich an Studierende. Sie erhalten darin eine Einführung in die Eurolinguistik und einen Überblick über die bislang wichtigsten Veröffentlichungen. Mit 57 Seiten ist das Buch verhältnismäßig dünn. Doch es zeigt damit, dass die Eurolinguistik ein vergleichsweise wenig erforschtes Gebiet ist. Das EHP ist unter anderem als wissenschaftliche Einrichtung gedacht, die die Eurolinguistik voranbringen soll. Und also solche wird das EHP den studentischen Lesern auch vorgestellt. Bei den EHP-Veranstaltungen spielt das Thema Sprachverwendung ebenfalls eine Rolle – sogar bei den politischen Angeboten, wie sich auch bei der Abendveranstaltung mit dem international bekannten Ökonomen und Informatiker Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher am Mittwoch, den 29. Mai, zeigen wird.

17.05.13: Weltsprache und Weltwirtschaft

Weltsprache Spanisch
Weltökonom Prof. Dr. Dr. Radermacher

 

Wir erinnern an unsere nächsten beiden Veranstaltungen, für die auch noch Plätze frei sein.

  • Unser SprachFitnessStudio Spanisch für Anfänger findet am Samstag, 25.05., 8.30h-17.00h, statt. Kursleiter: Prof. Dr. Joachim Grzega. Bitte bis 22.05. anmelden.
  • Unser nächster prominenter Redner in der Reihe “Europa quergedacht” kommt am Mittwoch, 29.05., 18.30h-20.00h, zu uns: Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, Mitglied im Club of Rome, einer der geistigen Vätern der Global-Marshall-Plan-Initiative und der Ökosozialen Marktwirtschaft, Berater von Landes- und Bundesregierungen, Mitglied im Deutschen Nationalkomittee der UNESCO. Plätze bitte bis einen Tag vor Veranstaltung reservieren. 

 

 

15.05.13: EHP-Leiter Grzega bei der Europäischen Kommission

EHP-Leiter Prof. Dr. Grzega mit Dr. Burtscher, Stv. Generaldirektor der Forschungsabteilung der Europäischen Kommission

Neben seinen Vortrags- und Seminarkonzepten hat Prof. Dr. Joachim Grzega in den letzten Monaten eine Reihe von Forschungsideen für das Europäische Haus Pappenheim (EHP) entwickelt, um Pappenheim und Altmühlfranken als Bildungsregion mit Europa-Projekten stärken zu können. Auch interessierte Projektpartner hat er schon gefunden. Nun geht es darum, weitere Finanzierungsquellen dafür zu finden. Daher fuhr EHP-Leiter Grzega vor Kurzem nach Brüssel, wo er von Vertretern aus dem Verwaltungsapparat der Europäischen Kommission empfangen wurde, um verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zu besprechen. Neben Mitarbeitern aus der Abteilung für Bürgerprojekte traf er sich sogar mit dem Stellvertretenden Generaldirektor der Forschungsabteilung, Dr. Wolfgang Burtscher. Dieser nahm sich viel Zeit, um zu erörtern, wo die besten Chancen für die kleine Pappenheimer Forschungs- und Bildungseinrichtung lägen, das letztlich bei den EU-Wissenschaftsprogrammen mit großen Universitäten und Unternehmen im Wettbewerb stünde. Mit den neuen Informationen macht Grzega sich nun an die konkrete Auswahl von Programm­ausschreibungen und eine entsprechende Ausgestaltung seiner Kernideen, um möglichst aussichtsreiche Anträge auf Förderung zu stellen.

 

09.05.13: Europa-Woche beim EHP – Abschluss

Die EHP-Aktivitäten in der Europa-Woche enden mit der Veröffentlichung der englischen Version zu Joachim Grzegas Aufsatz zum Zusammenhang zwischen Sprache und ökonomischen Denken.

 

 

 

 

05.05.13: Europa-Woche beim EHP

Das EHP hat anlässlich der beiden Europa-Tage (5. Mai als Europa-Tag des Europarates und 9. Mai als Europa-Tag der Europäischen Union) einige Angebote bereitgestellt: Am 5. Mai hat EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega auf der EHP-Internetplattform unter dem Punkt “Aktuelles” einen kleinen Aufsatz zum Zusammenhang zwischen Sprache und wirtschaftlichem Denken veröffentlicht – auch mit Vorschlägen, mit welchen sprachlichen Mitteln wir unser ökonomisches Verständnis überdenken können. Am 6. Mai findet um 18.30 Uhr das Vorbereitungsseminar für den Abend mit Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher am 29. Mai statt. Anmeldung ist für beide Veranstaltung notwendig; die Hauptveranstaltung kann jedoch auch ohne den Vorbereitungsworkshop besucht werden. Am 7. Mai findet um 11.00 Uhr eine europäische Ort- und Wort-Wanderung durch Pappenheim statt und um 18.30 Uhr der nächste EHP-Quiz-Abend. Am 8. Mai besteht bei vorheriger Anmeldung um 18 Uhr die Möglichkeit, für einige Minuten in den Kurs “Basic Global English” hineinzuschnuppern. Am 9. Mai schließlich wird Joachim Grzegas Essay in einer englischen Version veröffentlicht, um den Text auch Pappenheims internationalen Partnern zugänglicher zu machen.

 

30.04.13: Mitglied des Club of Rome kommt ins EHP

Prof. Dr. Dr. Radermacher

In der Europa-Woche vom 5. bis 9. Mai wird neben einer Ort- und Wort-Wanderung und einem Quiz-Abend auch das Vorbereitungsseminar für den nächsten Redner in der Reihe „Europa quergedacht” stattfinden. In diesem Seminar am Montag, 6. Mai, 18.30h-20.00h, werden kurze Texte gelesen und Fragen für die Hauptveranstaltung am 29. Mai erarbeitet. Als Redner konnte Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher gewonnen werden.


Radermacher, der sowohl in Mathematik als auch in Wirtschaftswissenschaften promoviert ist, war von 1983 bis 1987 Professor an der Universität Passau. 1987 wechselte er an die Universität Ulm und wurde dort auch Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung. Er gehört zu den geistigen Vätern der Global-Marshall-Plan-Initiative und der Ökosozialen Marktwirtschaft – eine Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft, die ökonomische und ökologische Ziele in Einklang bringen will, indem sie Umweltschutz mit marktwirtschaftlichen Mitteln durchzusetzen versucht. Radermacher ist ein weltweit gefragter Experte für die ökonomisch-ökologisch-sozial verträgliche Entwicklung einer globalen Gesellschaft und ist vielfach geehrt worden. Unter anderem war Radermacher Mitglied des Information Society Forums der EU und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Expo 2000. Außerdem war er als Berater der Landesregierungen von Baden-Württemberg und Kärnten tätig. Seit 1997 dient er der Bundesregierung in unterschiedlichen Funktionen als Berater. Seit 2000 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, seit 2001 Vizepräsident des Ökosozialen Forums Europa. 2002 wurde Radermacher Mitglied des Club of Rome, eines weltweit beachteten Gremiums von ausgesuchten Ökonomen, Industriellen, Wissenschaftlern und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Seit 2005 ist er Mitglied im Deutschen Nationalkomittee der UNESCO. 2005 erhielt Radermacher ferner sowohl den Planetary Consciousness Prize des Club of Budapest als auch den Salzburger Landespreises für Zukunftsforschung. 2007 wurde er mit dem Vision Award des Global Economic Network ausgezeichnet. Seit 2010 steht er dem Senat der Wirtschaft vor.


Radermacher ist Autor von über 300 wissenschaftlichen Schriften. Zu seinen Werken zählen “Globalisierung gestalten”, “Welt mit Zukunft – Überleben im 21. Jahrhundert” und “Welt mit Zukunft – Die ökosoziale Perspektive”. Mit etlichen seiner Bücher macht Radermacher seine Ideen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme auch einem breiteren Publikum verständlich.


Die Hauptveranstaltung mit Prof. Radermacher beginnt am 29. Mai um 18.30 Uhr. Dort wird auch ein Teil seiner Werke ausgestellt sein. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Aufgrund des begrenzten Platzes ist aber für beide Veranstaltungen eine vorherige Reservierung nötig.

 

 

27.04.13: Prof. Heiner Flassbeck emotionalisierte Publikum

Querdenker Prof. Dr. Heiner Flassbeck im Austausch mit dem EHP-Publikum

Das EHP präsentierte gestern seinen ersten Prominenten-Redner der Reihe “Europa quergedacht”: Prof. Dr. Heiner Flassbeck, ehemals Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und Chef-Volkswirt der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung. Quergedanken können bereits entstehen, wenn man grundlegende Dinge einfach mal wieder logisch durchdenkt – so führte EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega den Redner ein. Und in der Tat legte Heiner Flassbeck erst einmal anhand anschaulicher Grafiken dar, dass eine volkswirtschaftliche Sichtweise nicht mit der eines Einzelunternehmens oder Einzelhaushaltes verglichen werden kann. Volkswirtschaftlich seien Schulden kein Übel, sondern das notwendige Mittel zu Investitionen. Investitionen wiederum seien der Kern der Zukunftssicherung. Ohne Investitionen und ohne Nachfrage werden Ersparnisse wertlos. Flassbeck kritisierte heftig, dass die derzeitige deutsche Wirtschaftspolitik fast ausschließlich auf Gewinne aus Exporten baue. Da volkswirtschaftlich die Höhe von Gewinnen auf der einen Seite immer einer gleichen Höhe an Verlusten auf der anderen Seite gegenüber steht, habe Deutschland seine südlichen EU-Partner tief in die Verschuldung getrieben. Diese Situation wurde dadurch geschaffen, dass Deutschland mehr als die gescholtenen Südländer das für die Währungsunion vereinbarte Inflationsziel von knapp 2 Prozent missachtet habe, etwa durch nicht-vereinbartes Lohndrücken. Wenn Deutschland auch noch verlange, die Südländer sollen sparen und auf mehr als die Hälfte ihrer Löhne verzichten, gingen die eigentlichen Kunden Deutschlands zu Grunde. Als Folge müsste Deutschland sein Geld verschenken, damit die Kunden weiterhin deutsche Produkte kaufen könnten. Aufgrund fehlender Investitionen für die Zukunft würde das System aber dennoch kurz darauf zusammenbrechen. Flassbeck stellte den meisten Wirtschaftspolitikern ein schlechtes Zeugnis aus. Er sah zwei Alternativen. Die eine sei, dass Deutschland schnellstmöglich die Binnennachfrage ankurbelt und seinen EU-Partnern ermöglicht, Gewinne in Deutschland zu machen. Dazu müsste der Staat investieren oder Privathaushalte und Unternehmen durch Maßnahmen wie Lohnsteigerung und Gewinnbesteuerung zu Investitionen bewegen. Die andere Alternative sei ein geordneter Ausstieg mancher Länder aus dem Euro, um ihnen die Abwertung ihrer Währung wieder zu ermöglichen.


Das Thema emotionalisierte und das Publikum im gut besuchten EHP wollte rasch in den Dialog eintreten, was Flassbeck auch ermöglichte. Kritischen Anmerkungen trat er immer wieder mit Grafiken entgegen, die aufzeigten, wo es tatsächliche volkswirtschaftliche Probleme und wo es nur Schein-Probleme gibt. Immer wieder betonte er den Verknüpfung zwischen Inflationsrate und den sogenannten Lohnstückkosten, also dem Verhältnis zwischen Löhnen und Produktivität. Gefragt, wie sich denn Kommunalpolitiker verhalten sollten, meinte Flassbeck, dass schon viel gewonnen wäre, wenn diese rasch die Verschiedenartigkeit von Einzel- und Volkswirtschaft verstünden und dieses Verständnis ihren übergeordneten Gremien vermittelten. Grzega schloss den Abend mit dem Hinweis, dass dies dadurch erreicht werden könne, indem diese Zusammenhänge immer wieder durch Grafiken vor Augen geführt würden und indem auch eine geeignete Sprache gewählt würde, wozu auch das EHP beitragen wolle.


Das Publikum dankte Heiner Flassbeck mit viel Applaus, schmökerte im Anschluss noch ein wenig in seinen ausgestellten Werken und notierte sich die Adresse seiner Internet-Plattform: www.flassbeck-economics.de.

10.04.13: Ehemaliger Chef-Ökonom bei der UN kommt ins EHP

Prof. Dr. Heiner Flassbeck

Im April startet das EHP noch eine weitere Reihe: „Europa quergedacht”. Dabei werden in einem Vortrag kreative Ideen für die europäische Gesellschaft präsentiert – und zwar unter besonderer Berücksichtigung kleinstädtischer/ländlicher Regionen in Europa. Der Querdenker-Gast legt dar, welche Gesellschaft er sich für Europa wünscht und welchen Weg er dafür vorschlägt. Dabei soll auch gesagt werden, was der Normalbürger dazu tun kann. So soll den Zuhörern deutlich werden, dass sie selbst Europa mitgestalten können. Die Ideen werden mit dem Publikum diskutiert. Doch bereits im Vorfeld wird  ein vorbereitender Workshop angeboten, in dem die Teilnehmer mit wichtigen Thesen des Querdenkers vertraut gemacht werden, um tiefgehendere Fragen für die Diskussion am Hauptabend zu erarbeiten.

Die Reihe startet mit einem ökonomischen Spitzenprominenten: Prof. Dr. Heiner Flassbeck. Bereits nach seinem Volkswirtschaftsstudium wurde Flassbeck rasch in eine Reihe von wirtschaftspolitischen Expertengruppen berufen, zum Teil in leitender Funktion. Von 1998 bis 1999 war er sogar Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Von 2003 bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden mit Beginn 2013 schließlich war er Chef-Volkswirt der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD). 2005 wurde er zudem Professor an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. Zu seinen Werken zählen “Das Ende der Massenarbeitslosigkeit”, “Zehn Mythen der Krise” und “Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts”. Mit seinen Büchern macht Flassbeck wirtschaftspolitische Vorgänge und seine Ideen zur Lösung wirtschaftlicher Probleme auch einem breiteren Publikum verständlich, wie etwa der Titel “50 einfache Dinge, die Sie über unsere Wirtschaft wissen sollten”. Auf seiner Internet-Plattform www.flassbeck-economics.de bietet er kritische Studien und Kommentare zu Wirtschaft und Politik. In den letzten Jahren erreichten vor allem seine Analysen zur derzeitigen globalen Finanzkrise und ihrem Zusammenhang mit den Krisen im Euro-Raum große Aufmerksamkeit.

Die Hauptveranstaltung mit Prof. Flassbeck ist am 26. April um 18.30 Uhr. Dort wird auch ein Teil seiner Werke ausgestellt sein. Besonders Interessierte können zusätzlich den vorbereitenden Workshop mit EHP-Leiter Grzega am 16. April um 18.30 Uhr besuchen. Die Teilnahme an der Hauptveranstaltung ist kostenlos. Für den Workshop wird ein kleiner Unkostenbeitrag für Kopien erhoben. Aufgrund des begrenzten Platzes ist für beide Veranstaltungen eine vorherige Reservierung unter ehp@pappenheim.de oder 09143/606-60 nötig.

09.04.13: Unterhaltsamer Abend mit dem ehemaligen Vizepräsidenten des Europaparlaments

 

Der Abend mit Dr. Ingo Friedrich im vollen EHP-Saal darf als gelungen bezeichnet werden. Sogar 1 Oberbürgermeister (Jürgen Schröppel, Weißenburg), 3 Bürgermeister (Joachim Federschmidt, Gunzenhausen; Werner Baum, Treuchtlingen; Uwe Sinn, Pappenheim) und 1 Landrat-Stellvertreter (Peter Krauß) waren gekommen. Hier der Bericht im Weißenburger Tagblatt:

 

http://www.nordbayern.de/region/weissenburg/mein-europa-fotoalbum-1.2814960

 

 

 

 

Hoher Besuch im EHP: Bgm. Joachim Federschmidt (Gunzenhausen), Bgm. Uwe Sinn (Pappenheim), Dr. Ingo Friedrich, EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega, Oberbgm. Jürgen Schröppel (Weißenburg), Landrat-Stv. Peter Krauß

08.04.13: Gelungene internationale Eurolinguistik-Tagung -- auch für Allgemeinpublikum

 

Für vergangenes Wochenende hatte EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega verschiedene Wissenschaftler aus dem Bereich der Sprachwissenschaft, auch Linguistik genannt, eingeladen. Im Zentrum der Tagung standen Wortbedeutungen bzw. die Gedanken, die Europäer mit Wörtern und Wendungen verbinden. Dies wurde vor allem aus Sicht der Sprachkulturforschung und der Sprachlehrforschung beleuchtet. Den Freitag nutzte Grzega, um die Aktivitäten des EHP sowie studentische Arbeiten vorzustellen und seine Kollegen gleich selbst in ein kleines Sprachexperiment einzubauen. Der Samstag wurde von den akademischen Gästen bestritten. Beginn und Ende wurden von den Präsidenten der zwei großen Vereinigungen von Eurolinguisten gestaltet: Prof. Dr. Sture Ureland (Mannheim) und Prof. Dr. Giuseppe Gaetano Castorina (Rom). Beide sind mittlerweile pensioniert, aber weiterhin bemüht, ihre eurolinguistischen Ideen weiterzutragen. Ureland bedauerte in seiner Rede das allgemein sinkende Interesse für den Zusammenhang zwischen Identität, Denken und Sprachen in Europa und die geringe politische Bereitschaft, die Eurolinguistik im Vergleich zu den einzelsprachlichen Fachgebieten entsprechend zu unterstützen. Er schätzte das EHP daher als eine bedeutende Einrichtung ein und wünschte Grzega viel Kraft, der innerhalb seiner Generation derzeit vermutlich der einzige sei, der so umfassend europasprachlich arbeite. Zwischen den Vorträgen der beiden altgedienten Eurolinguisten gab es Beiträge von einem Dutzend Wissenschaftlern aus 5 Nationen (Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Finnland). Die Teilnehmer zeigten sich allesamt vom EHP-Konzept beeindruckt. Einige unterstützten das Haus gleich mit einer Buch- oder Geldspende. Für jene, die auch am Sonntag noch anwesend waren, hatte Grzega etwas vorgesehen, das für den Abschluss einer wissenschaftlichen Tagung ungewöhnlich ist. Die Wissenschaftler sollten ihre Ergebnisse am Vormittag so aufbereiten, dass sie auch für ein allgemeines Publikum verständlich sind und mit diesem am Nachmittag diskutiert werden können. Die Tagung endete dann auch mit der Begegnung zwischen den Wissenschaftlern und einem Publikum, das sich unerwartet diskussionsfreudig zeigte, sowie der Vorstellung von Arbeiten, die von Studenten unter Betreuung von Joachim Grzega und Bea Klüsener (Eichstätt) erstellt worden waren. Auch die Wissenschaftler empfanden den Nachmittag als angenehme Erfahrung.

 

 

Nächste Veranstaltung: EHP-Quiz-Abend, 09.04., 18.30h

 

 

 

5 Professoren im Gespräch mit Bürgern: Laura Ferrarotti (Rom), Jacques François (Paris+Caen), Joachim Grzega (EHP+Eichstätt), Ernst Kretschmer (Modena), Wolfgang Pöckl (Innsbruck)
Besucher betrachten studentische Arbeiten
Prof. Dr. Sture Ureland (Mannheim; Präsident der Eurolinguistic Association)
Dr. Christina Reissner + Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann (Saarbrücken)
Prof. Dr. Wolfgang Pöckl (Innsbruck)
Prof. Dr. Jacques François (Paris+Caen)
Prof. Dr. Ernst Kretschmer (Modena)
Prof. Dr. Laura Ferrarotti (Rom)
Prof. Dr. Manuela Ciprì + Prof. Dr. Giuseppe Gaetano Castorina (Rom, Präsident von Eurolinguistica-Sud)

28.03.13: Frohe Ostern!

Das EHP hat sich an der Frühjahrsaktion des Pappenheimer Gewerbevereins beteiligt und ein europäisches Oster-Quiz erstellt. Es ist noch bis 06.04. in den meisten Pappenheimer Geschäften zu erhalten (zusammen mit einigen Informationen, die die Beantwortung erleichtern). Viel Erfolg! Hier nochmal ein Hinweis auf unsere nächsten 3 Anmeldefristen:


  • 01.04.: für das spannende Literatur-und-Kultur-Seminar Monster oder Medienstar? Dracula und andere Vampire verstehen lernen, mit Text- und Filmausschnitten aus Europa und der Welt früher und heute – keine Fremdsprachenkenntnisse notwendig (Dozentin: Bea Klüsener; Termin: Sa., 13.04., 9-16)

  • 03.04.: für die interessante Veranstaltung Mein Europa-Foto-Album mit Dr. Ingo Friedrich (ehem. Vizepräsident des EU-Parlaments) – Dr. Friedrich spricht darüber, was Europa für ihn ausmacht und geht dabei für allem auf die Emotionen rund um den Euro ein (Termin: Do., 04.04.. 18.30-20)

  • 06.04.: für die aufschlussreiche Veranstaltung Sprachforschung allgemein verständlich gemacht – zum Ende einer Tagung wollen Sprachforscher aus fünf Nationen ihre Forschungsergebnisse in allgemeinverständlicher Sprache vorstellen und mit dem Publikum ins Gespräch kommen (Termin: 07.04., 14-15)


Frohe Ostern!


 

 

25.03.13: Letztes SprachFitnessStudio + Hinweise zu unseren weiteren Veranstaltungen

Unser zweites SprachFitnessStudio (diesmal für Italienisch) hatte dank der Werbung der Teilnehmer aus dem ersten SprachFitnessStudio (Französisch) eine gute Teilnehmerzahl. Und das Seminar scheint ebenfalls gut verlaufen zu sein. Jedenfalls wünschten auch diesmal die TeilnehmerInnen eine Fortsetzung. Die Teilnehmer haben am Ende auch einen Fragebogen ausgefüllt, mit Hilfe dessen eine Studentin die Methode in ihrer Master-Arbeit erforschen wird. Das SprachFitnessStudio Italienisch war das letzte Angebot im 1. Quartal. Im 2. Quartal wird es mit anderen Sprachangebot nach der neuen EHP-Sprachlehrmethode sowie unseren EHP-Quiz-Abenden weitergehen. Daneben werden auch unsere anderen Veranstaltungen für April bereits beworben.

 

Wir wollen besonders darauf hinweisen, dass mit Ausnahme der EHP-Quiz-Abende eine vorherige Anmeldung zu unseren Veranstaltungen notwendig ist (selbst dann, wenn der Eintritt frei ist). Daher hier die Reihenfolge der Anmeldeschlüsse für die April-Veranstaltungen:


  • 01.04.: für das Seminar Monster oder Medienstar? Dracula und andere Vampire verstehen lernen, mit Text- und Filmausschnitten aus Europa und der Welt früher und heute – keine Fremdsprachenkenntnisse notwendig (Dozentin: Bea Klüsener; Termin: 13.04.)

  • 03.04.: für die Veranstaltung Mein Europa-Foto-Album mit Dr. Ingo Friedrich (ehem. Vizepräsident des EU-Parlaments) – Dr. Friedrich spricht darüber, was Europa für ihn ausmacht und geht dabei für allem auf die Emotionen rund um den Euro ein (Termin: 04.04.)

  • 06.04.: für die Veranstaltung Sprachforschung allgemein verständlich gemacht – zum Ende einer Tagung wollen Sprachforscher aus fünf Nationen ihre Forschungsergebnisse in allgemeinverständlicher Sprache vorstellen und mit dem Publikum ins Gespräch kommen

  • 08.04.: für die Ort- und Wort-Wanderung am 09.04. (mit Prof. Dr. Joachim Grzega)

  • 14.04.: für das Vorbereitungstreffen am 16.04. für den Abend mit Prof. Dr. Heiner Flassbeck – Wir sehen uns Auszüge aus den Schriften des prominenten Gastredners an und erarbeiten dazu Fragen, die vor allem für unseren Raum relevant sind (die Teilnahme an beiden Veranstaltungen wird zertifiziert)

  • 25.04.: für die Veranstaltung Europa quergedacht mit Prof. Dr. Heiner Flassbeck (ehemals Staatssekretär und Chefvolkswirt bei der UN-Organisation UNCTAD) – Prof. Flassbeck stellt uns seine Ideen zum Zusammenleben in Europa vor und wird dabei auch diskutieren, inwiefern seine Ideen kleinstädtische-ländliche Regionen wie die unsrige betreffen (Termin: 26.04.).


Weitere Informationen zu den Veranstaltungen incl. Zeiten und Gebühren stehen auf unseren Webseiten unter Termine/Veranstaltungen.

 

 

08.03.13: Programmüberblick für 2. Quartal 2013

Das EHP hat auf der Seite “Termine/Veranstaltungen” seine Programmpunkte für das 2. Quartal online veröffentlicht. Darauf findet man weiterführende Informationen.


Geboten werden neben den EHP-Quiz-Abenden (der nächste ist bereits am 12.03.) und den Ort-und-Wort-Wanderungen weitere eurokulturgeschichtliche Veranstaltungen an, so wie diese nach den beiden EHP-Umfrageaktionen von den BürgerInnen der Region gewünscht wurden. Ende Juni gestaltet EHP-Leiter Grzega eine humorvolle Abendlektion zur europäischen Musikgeschichte. Bereits am 13. April wird ein Ganztages-Seminar im Bereich Literaturgeschichte angeboten: Bea Klüsener, die an der Univ. Eichstätt-Ingolstadt in den Bereichen Englische Literaturwissenschaft und Europastudien tätig ist, bearbeitet mit TeilnehmerInnen das Thema “Monster oder Medienstar? Dracula und andere Vampire verstehen lernen”. Am Ende des Seminars werden die TeilnehmerInnen aktuelle Vampir-Geschichten aus Filmen, Fernsehserien und Romanen vor dem kulturgeschichtlichen Hintergrund, mit dem Autoren spielen, besser verstehen und somit auch besser genießen können. Anmeldungen für das Seminar sind ab sofort möglich.


Im Bereich Sprache/Kommunikation wird es mit SprachFitnessStudios zu Spanisch und Ungarisch weitergehen. Außerdem findet am 7. April zum Ende einer Konferenz eine öffentliche Präsentation zu den wichtigsten Tagungsergebnissen aktueller Sprachforschung statt.


Beim Bereich Politik ist das EHP stolz, drei internationale Persönlichkeiten als Referenten gewonnen zu haben. In der Reihe “Europa quergedacht” wird am 26. April Prof. Dr. Heiner Flassbeck seine Ideen zu einem wirtschaftlich erfolgreicheren Zusammenleben in Europa darlegen. Flassbeck ist ehemaliger Staatssekretär im Bundesfinanzministeriums und war bis Ende 2012 Chef-Volkswirt bei der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung. In Rahmen derselben Veranstaltungsreihe präsentiert am 29. Mai Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher seine Konzepte für die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung. Radermacher ist Mitglied des Club of Rome, einer weltweit beachteten Organisation, die einen globalen Gedankenaustausch zu verschiedenen internationalen politischen Fragen betreibt; außerdem ist er einer der geistigen Väter der ökosozialen Marktwirtschaft und der Global-Marshall-Plan-Initiative. Beide Redner werden darauf eingehen, welche Rolle Kommunen und BürgerInnen im kleinstädtisch-ländlichen Raum bei ihren Konzepten spielen. Zu beiden Veranstaltungen wird es ferner einen vorbereitenden Arbeitskreis geben, bei dem man sich mit zentralen Thesen der prominenten Redner vertraut machen kann und gezielt Fragen erarbeiten kann. Bereits am 4. April startet die Reihe “Mein Europa-Fotoalbum”, in der ein Gast Fotos präsentieren soll, die für Erlebnisse stehen, die seine europäische Identität geprägt haben; in einem zweiten Schritt soll dann diskutiert werden, was Fotos zeigen können, die für die Identität bzw. das europäische Bewusstsein der gesamten europäischen Bevölkerung stehen könnte. Diese Reihe starten wir mit Dr. Ingo Friedrich, dem ehemaligen Vizepräsidenten des EU-Parlaments. Für die Veranstaltungen mit den drei prominenten Rednern ist eine Platzreservierung notwendig. Dies ist ab sofort möglich.


Unsere nächste Veranstaltung ist der EHP-Quiz-Abend am kommenden Dienstag, 12.03., um 18.30h.

 

 

01.03.13: Neues Sprachlehrkonzept erfolgreich angelaufen

Die Kursteilnehmer bitten auf Französisch um fehlende Gegenstände im Gedeck

Joachim Grzega hat in den vergangenen Monaten verschiedene Ergebnisse seiner eigenen Studien und denen anderer Sprachlehrforscher zusammengetragen und ein neues Konzept zur Vermittlung von Fremdsprachen in der Erwachsenenbildung erstellt. Die Methode nennt Grzega “Language Workout”. Dieses Konzept ist nun zum ersten Mal im EHP unter dem Titel SprachFitnessStudio an einer Lernergruppe in einem ganztägigen Intensiv-Seminar erprobt worden. Der Name ergibt sich aus dem Vergleich der sprachlichen Übungstypen mit sportlichen Trainingseinheiten. Bei Grzegas Konzept kommt im Gegensatz zur derzeit herrschenden Lehrmeinung, nach welcher der Unterricht rein in der Fremdsprache ablaufen soll, die Muttersprache ganz bewusst zum Einsatz. Die Muttersprache soll aber so genutzt werden, dass sie der “Freund des Fremdsprachenlerners” ist, wie Grzega sagt, dass sie also schneller zu Fremdsprachenkompetenzen führt. Dies sieht so aus, dass neue Wörter und Sprachstrukturen sofort in Sätze eingebettet werden. Die Lerner müssen dabei zunächst einfache, später immer komplexere Sätze vom Deutschen in die Fremdsprache übersetzen. Dabei wird eine Zeitlang Neues mit Altem verknüpft, bis wieder eine reine Wiederholungsphase eingeschoben wird. Zum Teil müssen die Teilnehmer gemäß dem didaktischen Modell Lernen durch Lehren selbst neue Wörter vermitteln. Damit neue Wörter besser erinnert werden können, werden den Lernern gleich Eselsbrücken mit angeboten. Ein Beispiel: Die Lerner beherrschen bereits die Wendung “Ici manque ...” für “Hier fehlt ...”. Dann fährt der Dozent wie folgt fort: “... ‘Ein Teller’ heißt ‘une assiette’. Eselsbrücke: Der Teller ist ‘An der Seite der ServIETTE’. Also: ‘une ASS-IETTE’. Was heißt dann ‘Hier fehlt eine Serviette’?”. Der zweite Übungstyp ist der Austausch von kurzen Frage-Antwort-Spielen, die dann rein in der Fremdsprache ablaufen, zum Beispiel das Fragen nach dem Namen, dem Beruf, dem Wohnort, der Telefonnummer, dem Geburtstag und dem Alter. Um das Mittagessen zu erhalten musste jeder Teilnehmer sagen, welcher Gegenstand bei seinem Gedeck fehlt. Grzega gab darüber hinaus einige Informationen zum Verhalten beim Mittagessen in Frankreich und Belgien. Nach dem Mittagessen konnte man auf der Empore des EHP entspannen, im Gruppenraum ein Lied oder ein Video auf französisch ansehen und in der Bibliothek Sprachrätsel lösen oder durch ein französisches Asterix-Heft blättern. Bei der Durchführung erhielt das EHP ferner Unterstützung von Ludwig Schütz und Marianne Pappler vom Europäischen Städtepartnerschaftsverein. Diese Zusammenarbeit soll auch vertieft werden. Der ganze Tag wurde darüber hinaus zur späteren wissenschaftlichen Analyse aufgezeichnet. Wenngleich Grzega noch Verbesserungsbedarf im Detail sieht, ist seine erste Einschätzung, dass sehr viele Teilnehmer am Ende des Tages eine ganze Menge an Sprachkenntnissen erworben hatten. Auch die Teilnehmerrunde selbst gab zu verstehen, dass sie gern eine Fortsetzung wünschte. Die Mund-zu-Mund-Propaganda hat ferner bewirkt, dass in den darauf folgenden Tagen Anmeldungen für das Italienisch-SprachFitnessStudio am 23. März eintrudelten. Für das zweite Quartal sind derzeit außerdem entsprechende Veranstaltungen in Spanisch, Ungarisch, Schwedisch und Russisch geplant.

 

25.02.13: Bewusstsein für Rhetorik rechtsradikaler Parteien in Europa vermittelt

EHP-Leiter Joachim Grzega und Stud.Dir. Martin Stehr

Für den Projekttag der Senefelder-Schule hatte Studiendirektor Martin Stehr einen Besuch im Europäischen Haus Pappenheim organisiert. Zum Thema ihres Projekttages, Rechtsradikalismus, erhielten die Schüler von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega eine entsprechende Einführung in politische Rhetorik mit etlichen Aufgaben zum Mitdiskutieren. Dabei wurde den Schülern zunächst ein Bewusstsein für den Einfluss von Sprache auf das Denken vermittelt. In einem zweiten Schritt wurden dann allgemeine Merkmale der Sprachbilder von Politikern und Medien aufgezeigt. Grzega zeigte etwa die drei bewussten Verwendungen des generell positiv besetzten Wortes “Freiheit” auf: frei von Abhängigkeiten (eher linke Parteien), frei von Abgaben (eher rechtskonservative Parteien) und frei von Deutschen. Letzteres führte dann zu den Besonderheiten rechtspopulistischer und rechtsradikaler Sprache. Grzega verwies des Weiteren auf den rechtspopulistischen Anstrich des letztlich menschenverachtenden Wortes “PIIGS”, das Medien für eine Reihe europäischer Staaten verwenden, die von der globalen Finanzkrise besonders betroffen sind. Ferner verglichen die Schüler Zitate von Rechtspopulisten aus verschiedenen europäischen Ländern, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede von rechtem Gedankengut in Europa aufzudecken. Abschließend erarbeiteten sie mit Grzega Strategien für die Begegnung mit rechtspopulistischen Äußerungen. Mag auch das Aufzeigen der Schwächen von rechtspopulistischen Argumenten bei dem Gesprächspartner selbst kein komplexeres Denken bewirken, so sei gemäß Grzega die Auseinandersetzung doch für Mithörer wichtig, die in ihrer Meinung noch nicht gefestigt und noch “auf der Suche” nach überzeugenden Antworten für gesellschaftliche und persönliche Fragen seien.

 

08.02.13: Neue Angebote im Februar und März

Nachdem im EHP nun der Einbau einer eigenen Küche abgeschlossen ist, wollen wir gleich mit einer neuen Form von Ganztagessprachkurs aufwarten, bei dem die Küche mit genutzt wird. Der Kurs wird unter dem Namen "SprachFitnessStudio" angeboten. Er wendet sich an Lerner ohne Vorkenntnisse. Nach einem wissenschaftlich ausgeklügelten System an Übungen trainieren Teilnehmer innerhalb eines Tages die Sprachstrukturen für wichtige Situationen eines Privat- oder Geschäftsaufenthaltes im Gastland – auch mit Bezug auf ihre persönlichen privaten und beruflichen Gegebenheiten. Das Mittagessen dient sowohl der Vertiefung der Fremdsprache als auch Einblicken in eine damit verbundene Kultur. In der anschließenden Pause können die Teilnehmer sich gänzlich erholen, ein Lied in der Fremdsprache kennenlernen, Übungen bearbeiten oder verschiedene Bücher und Filmausschnitte ansehen. Am Ende sollen sich die Teilnehmer bereits so gut in der Sprache auszukennen und deren Aussprache und Grammatiksystem so zu beherrschen, dass sie die Sprache auf leichtere Art und Weise selbstständig vertiefen können. Die Methode wird gerade erst erprobt, sodass der Kurs gleichzeitig als Forschungsprojekt dient. Das erste SprachFitnessStudio am 23. Februar widmet sich dem Französischen. Am 23. März wird Italienisch angeboten.

 

Das zweite Angebot ist das bereits prämierte Konzept "Basic Global English", das Englisch als europäisches bzw. weltweites Verständigungsmittel lehrt und damit nicht nur Wortschatz und Grammatik, sondern auch interkulturelle Fähigkeiten vermittelt. In 16 Unterrichtseinheiten erreichen Lerner kommunikative Kompetenzen auf einem mittleren Niveau. Es werden ein Vormittagskurs und ein Abendkurs angeboten.

 

Ein weiteres neues Konzept ist der EHP-Quiz-Abend. Ein EHP-Quiz-Abend ist als humorvoller Abend für Quiz-Freunde jeden Alters gedacht. Allein oder als Team aus bis zu vier Personen gilt es, in drei Frage-Runden möglichst viele richtige Antworten zu geben. Jede Frage-Runde bezieht sich auf einen anderen thematischen Schwerpunkt des EHP: politische Themen; Kultur in Geschichte und Gegenwart; Kommunikation und Sprachen. Bei der Auflösung der Fragen werden auch allgemeinere Zusatzinformationen gegeben, damit die Teilnehmer mit einem Plus an Wissen nach Hause gehen. Dem Siegerteam winkt ein Preis.

 

Näheres zu den Angeboten unter "Termine". Insbesondere wird auf die Anmeldungsmodalitäten hingewiesen.

23.01.13: Sprachwissenschaftliche Konferenz im EHP

Vom 5. bis 7. April richtet das EHP eine sprachwissenschaftliche Konferenz aus. Die Themen, die dort behandelt werden, sind Fragen der Bedeutung von Wörtern und der damit verbundenen Gedanken sowie Fragen der Gesprächsgepflogenheiten. Wie sehen diese in unterschiedlichen europäischen Sprachen aus? Wie haben sich diese entwickelt? Wie können solche Unterschiede im Sprachlernprozess besser vermittelt werden? Denn solche Unterschiede zwischen Ländern, die meist nicht offensichtlich sind, haben schon des Öfteren zu Missverständnissen geführt. Daher hat EHP-Leiter Grzega dieses bislang wenig beleuchtete Thema innerhalb der Eurolinguistik (= Wissenschaft der europäischen Sprachen) ausgewählt. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch studentische Projekte vorgestellt. Außerdem wird es am 7. April, um 14.00h, eine öffentliche Abschlussveranstaltung geben. Titel: “Eurolinguistische Forschung – allgemein verständlich gemacht”. Hier werden wichtige Ergebnisse der Tagung vorgestellt und mit den Besuchern diskutiert.

22.01.13: Eine Anmerkung zu 50 Jahre Élysée-Vertrag

Heute feiern Deutschland und Frankreich 50 Jahre Élysée-Vertrag, in dessen Folge es zahlreiche kommunale und schulische Partnerschaften gab. Sicher war dies ein wichtiger Baustein, um im Zentrum Europas für Frieden und Freundschaft zu sorgen. Von Frankreich aus war dieser Vertrag auch gedacht, Europa gegenüber den USA zu stärken. Gerade als EHP, das das Konzept eines “europäischen” Blinkwinkels sehr ernst nimmt, sollten wir dabei freilich nicht Gefahr laufen, Europa in Länder erster Klasse (vor allem Deutschland und Frankreich) und Länder zweiter Klasse einzuteilen. Die europäische Idee braucht möglichst alle Länder, in denen sich die BürgerInnen zu den europäischen Werten bekennen – aus all seinen Himmelsrichtungen und kulturellen Regionen. Dennoch kann freilich auch ein Vertrag, der nur zwischen zwei Ländern unterschrieben worden ist, als Vorbild für “internationalere” Verträge sein. Daher: Glückwunsch!

 

22.01.13: Ein Anmerkung zu 50 Jahre Élysée-Vertrag

Heute feiern Deutschland und Frankreich 50 Jahre Élysée-Vertrag, in dessen Folge es zahlreiche kommunale und schulische Partnerschaften gab. Sicher war dies ein wichtiger Baustein, um im Zentrum Europas für Frieden und Freundschaft zu sorgen. Von Frankreich aus war dieser Vertrag auch gedacht, Europa gegenüber den USA zu stärken. Gerade als EHP, das das Konzept eines “europäischen” Blinkwinkels sehr ernst nimmt, sollten wir dabei freilich nicht Gefahr laufen, Europa in Länder erster Klasse (vor allem Deutschland und Frankreich) und Länder zweiter Klasse einzuteilen. Die europäische Idee braucht möglichst alle Länder, in denen sich die BürgerInnen zu den europäischen Werten bekennen – aus all seinen Himmelsrichtungen und kulturellen Regionen. Dennoch kann freilich auch ein Vertrag, der nur zwischen zwei Ländern unterschrieben worden ist, als Vorbild für “internationalere” Verträge sein. Daher: Glückwunsch!

 

14.01.13: EHP von DFG als Forschungseinrichtung anerkannt

Das EHP ist nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Forschungseinrichtung anerkannt worden. Die DFG ist die größte Einrichtung zur Förderung von Wissenschaft in Deutschland. Sie wird überwiegend von Bund und Ländern finanziert. Das EHP ist nun berechtigt, in einer Vielzahl von DFG-Programmen Anträge auf Forschungsförderung zu stellen, ohne eine universitäre Einrichtung sein zu müssen.

31.12.12: Rückblick in Bildern 2012

Das EHP blickt auf 2012 zurück dankt allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Tourismus-Vereins sowie allen sonstigen Bürgern, die uns beim Aufbau so tatkräftig unterstützt haben. Allen Lesern und Freunden des EHP alles Gute für 2013! Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!

19.09.: Besuch von MdB Günter Gloser bei den Vorbereitungen zur EHP-Eröffnung
06.10.: Festakt - Klaus Bucka & die Stadtkapelle Pappenheim
06.10.: Festakt - Tänzer aus Iszkaszentgyörgy
06.10.: Festakt - Christa Seuberth & Grundschulkinder
06.10.: Festakt - Bea Klüsener & Joachim Grzega als Moderatoren
06.10.: Festakt - Ansprache Bgm. Uwe Sinn
06.10.: Festakt - Ansprache Staatsminister Joachim Herrmann
06.10.: Festakt - Ansprache EU-Parlamentarierin Kerstin Westphal
06./07.10.: Eröffnung: Schnupperkurse mit Prof. Dr. Joachim Grzega
06./07.10.: Eröffnung: die fleißigen Helferinnen Susanne Huschik, Wilma Enser, Andrea Bickel, Christa Link
07.10.: Eröffnung: Verlosung mit Joachim Grzega, Bea Klüsener, Uwe Sinn
18.11: kirchliche Einweihung mit Dekan Wolfgang Popp und Pfarrer Jürgen Poppe
24.11.: erstes Seminar "Sprachen selbst lehren"
01.12.: "Ausländisch für Anfänger" mit Joachim Grzega: Unterhaltung + Unterricht
08.12.: Jubiläumsfeier "30 Jahre LdL" - Joachim Grzega & Bea Klüsener
08.12.: Jubiläumsfeier "30 Jahre LdL" - Renate Gegner & Prof. Dr. Jean-Pol Martin

10.12.12: 30 Jahre LdL gefeiert

Das zentrale Unterrichtskonzept im EHP soll LdL sein – die Abkürzung für “Lernen durch Lehren”. Bei LdL bekommen Lerner möglichst oft Lehraufgaben übertragen. Dabei sollen sie jedoch nicht einfach Referate halten, sondern den Stoff so vermitteln, dass es auffallend ist und dennoch die Inhalte im Zentrum stehen und die übrigen Lerner aktiviert werden. Die Methode ist besonders geeignet, um Lernern nicht nur Fachwissen, sondern gleichzeitig auch allgemeine Qualifikationen zu vermitteln. Vor 30 Jahren hatte Jean-Pol Martin, pensionierter Professor der Universität Eichstätt, den ersten Aufsatz zu LdL veröffentlicht. Zum Jubiläum veröffentlichten zwei von Martins geistigen Nachfolgern nun ein neues Grundlagenbuch mit dem Titel “LdL für Pepe, Pfeiffer und die Pauker”. Die Autoren sind Prof. Dr. Joachim Grzega, Leiter des Europäischen Hauses Pappenheim (EHP), und Bea Klüsener, Dozentin in den Bereichen Englische Literaturwissenschaft und Europastudien der Uni Eichstätt. Neben ihrer rein fachwissenschaftlichen Leidenschaft zeigen die beiden von jeher starkes Interesse für Fragen der Vermittlung ihrer Forschungsgebiete.


Im EHP fand nun zum runden Geburtstag eine Jubiläumsfeier statt, auf der vor allem LdL-Anhänger und Lehrkräfte, aber auch interessierte Bürger zusammenkamen. Auf dieser Feier gaben Grzega und Klüsener in musikalischer und kabarettistischer, aber auch in ernster Form einen Über-, Rück- und Ausblick zu LdL. Einige ehemalige Schüler und Studierende sowie LdL-Lehrkräfte hatten zudem Grußworte geschickt, die gezeigt wurden. Auch das neue Buch von Grzega und Klüsener wurde präsentiert. Es richtet sich an alle an Lernprozessen beteiligten Menschen, einschließlich Selbstlerner, und verbindet den theoretischen Hintergrund von LdL mit zahlreichen Erfahrungsberichten, Lerneräußerungen, praktischen Beispielen und Bausteinen für den Unterricht. Zusammen haben die beiden Autoren langjährige LdL-Lern- und LdL-Lehr-Erfahrungen in verschiedenen Themenbereichen mit Lernern vom Grundschul- bis zum Seniorenalter im In- und Ausland gesammelt. Einen weiteren Höhepunkt der Jubiläumsfeier bildete die Ansprache von LdL-Vater Jean-Pol Martin. Dieser blickte auf die Anfänge zurück und beschrieb mit Blick auf Grzega und Klüsener die Eigenschaften einer LdL-Persönlichkeit: einfühlsam, sozial, unaggressiv, kreativ und zu Grenzübertretungen bereit. Er freute sich vor allem, dass das Menschenbild, das von vielen LdL-Lehrkräften als nebensächlich erachtet wird, im neuen LdL-Buch eine so zentrale Rolle in der Begründung von didaktischen Maßnahmen spiele. In der Diskussion unterstützten die anwesenden Lehrkräfte LdL. Beim abschließenden Umtrunk konnten die Besucher auch eine Ausstellung zu LdL besichtigen, die von Joachim Grzega und Bea Klüsener sowie Gymnasiallehrerin Renate Gegner, langjährige LdL-Anhängerin, aufgebaut worden war.

Eine Vorschau auf das Buch gibt es hier.

Bea Klüsener + Joachim Grzega
Renate Gegner + Jean-Pol Martin

04.12.12: Humorvolle Sprach- und Kulturreise

Unter dem Titel “Ausländisch für Anfänger” nahm Joachim Grzega sein Publikum mit auf eine zweistündige Reise durch die Welt der Höflichkeitsfloskeln. Den Zuschauern wurden auf humorvolle Weise Unterschiede zwischen Deutschen und anderen Europäern, aber auch zwischen Europäern und Nicht-Europäern präsentiert. Grzega führte etwa aus, dass ein Chinese mit der Frage “Hast du schon gegessen?” nicht ein gemeinsames Essen beabsichtige, sondern dass dies der europäischen Grußformel “Wie geht’s?” entspreche und man darauf stets mit “Ja” antworte. Gesprächsgepflogenheiten wurden dabei nicht nur einfach gegenübergestellt, sondern es wurde auch deren Herkunft erklärt. Geschockt war das Publikum, als Grzega einer Frau sagte, sie habe die Augen einer Kuh, bevor er aufklärte, dass dies in zentralafrikanischen Kulturen wegen des hohen Wertes einer Kuh ein großes Kompliment wäre. Als international effektive Anmachstrategie empfahl Grzega den anwesenden Männern einfach ein “Hi!”. Auch für andere Gebiete versuchte Grzega Tipps zur Umgehung von Fettnäpfchen zu geben, mal für Reisen in Europa, mal für Reisen weltweit. Grzega verknüpfte sogar kurz die Geschichte von Musikinstrumenten mit Kommunikationsgeschichte. Dazu streute er Zwischenspiele auf seinem Vibraphon ein. Immer wieder mussten auch die Zuhörer aktiv werden und das eine und andere Quiz lösen. Grzega versuchte so zu erreichen, dass die Zuschauer sich nicht nur unterhalten fühlen, sondern auch Dinge behalten. Nach dem Schlusslied “White Christmas”, dessen Zeilen Grzega in unterschiedlichen europäischen Sprachen sang, besuchten die Teilnehmer auf Einladung des EHP noch die Pappenheimer Bugweihnacht.

 

Am Samstag, den 8. Dezember, von 15 bis 18 Uhr, findet dann die 30-Jahr-Feier zum Unterrichtsmodell “Lernen durch Lehren (LdL)” statt. LdL ist ein Konzept, bei dem Lerner möglichst oft die Rolle des Lehrers übertragen bekommen. Dieses Konzept soll auch im EHP einen wichtigen Platz einnehmen. Die Jubiläumsfeier gibt einen Überblick über das Modell, zeigt konkrete Beispiele und stellt das neue Buch “LdL für Pepe, Pfeiffer und die Pauker” von Joachim Grzega und Bea Klüsener vor. Auch LdL-Erfinder Prof. Dr. Jean-Pol Martin, der sich nach seiner Pensionierung ehrenamtlich in Ingolstadt engagiert, wird ein Grußwort sprechen. Der Eintritt ist frei. Um sich einen Platz und ein Glas zum Umtrunk zu sichern, müssen sich Interessenten jedoch zur Veranstaltung über ehp(at)pappenheim.de anmelden. Auch hier gibt es für angemeldete Teilnehmer außerdem einen Gutschein für die Pappenheimer Burgweihnacht.

Joachim Grzega: Unterrichten + Unterhalten

26.11.12: EHP-Veranstaltungen erfolgreich angelaufen

Letzten Samstag fand das erste Seminar im EHP statt. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega zeigte in der ausgebuchten Veranstaltung, wie man Sprachen effektiv und effizient im Selbststudium lernen kann. Grzega versuchte erst einmal ein Bewusstsein für sprachliche Unterschiede überhaupt zu vermitteln und lenkte bei jedem Abschnitt die Aufmerksamkeit der Teilnehmer zunächst auf das Deutsche und seine Dialekte. Danach waren die Teilnehmer gefordert, bestimmte Dinge zur jeweils individuellen Zielsprache selbst zu untersuchen. Grzega gab ferner Gelegenheit, Techniken zum Sprachenlernen gleich einmal im Ansatz anzuwenden. Die Teilnehmer äußerten, dass sie noch nie so über Sprache nachgedacht hätten und dass sie dies sowie die konkreten Lerntipps sehr hilfreich fanden.


Die nächsten Veranstaltungen im EHP:

 

Samstag, 1. Dez, 16-18 Uhr: Joachim Grzegas humorvoller Vortrag “Ausländisch für Anfänger” zu den Gesprächsgepflogenheiten in verschiedenen Ländern. Teilnehmer werden mit eingebunden und sollten zur Veranstaltung einen Stift mitbringen. Der Eintritt beträgt 7 EUR.

 

Samstag, 8. Dez., 15-18 Uhr: 30-Jahr-Feier zum Unterrichtsmodell “Lernen durch Lehren (LdL)” statt. Es handelt sich um ein Konzept, bei dem Lerner oftmals die Rolle des Lehrers übertragen bekommen. Die Jubiläumsfeier gibt einen Überblick über das Modell und stellt das neue Buch “LdL für Pepe, Pfeiffer und die Pauker” von Joachim Grzega und Bea Klüsener vor. Auch der pensionierte LdL-Erfinder Prof. Dr. Jean-Pol Martin hat sich angekündigt. Der Eintritt ist frei. Um sich einen Platz und ein Glas zum Untrunk zu sichern, sollten sich Interessenten jedoch zur Veranstaltung anmelden.

 

Gerne können Sie das angehängte Informationsblatt verteilen.

Bei beiden Veranstaltungen gibt es außerdem einen Gutschein für die Pappenheimer Burgweihnacht.

Seminar "Sprachen selbst lehren"

11.11.12: Veranstaltungen im November und Dezember

Die nächsten Veranstaltungen im EHP sind:


So., 18.11., 19.30h: Ökumenische Einweihung des EHP durch Dekan Wolfgang Popp und Pfarrer Jürgen Poppe (nach ökumen. Gottesdienst in evang. Kirche um 19.00h)


Sa., 24.11., 09.00h-16.30h Seminar „Sprachen selbst lernen“ mit späterem Einzelcoaching – mit Prof. Dr. Joachim Grzega (Teilnahmegebühr nur 50€, Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung per eMail oder telefonisch bis 19.11. erforderlich – Bitte bei Anmeldung auch die Wunsch-Zielsprache angeben; Hinweise zu den Materialien, die zum Workshop mitzubringen sind, stehen auf der EHP-Webseite unter >Termine >Seminar “Sprachen selbst lernen” )


Sa., 01.12, 16.00h-18.00h Vortrag „Ausländisch für Anfänger“: Sprachwissenschaftliches Edutainment – mit Prof. Dr. Joachim Grzega (Eintritt 7€; Teilnehmer erhalten einen Gutschein für den Pappenheimer Burgweihnachtsmarkt)


Sa., 08.12., 15.00h-18.00h Jubiläumsfeier „30 Jahre LdL“: Überblick, Rückblick, Ausblick und Buchvorstellung zum lerneraktivierenden Unterrichtskonzept LdL (Lernen durch Lehren), das auch im EHP wichtig ist – mit Joachim Grzega und Bea Klüsener sowie „LdL-Vater“ Jean-Pol Martin (Eintritt frei, Spenden erbeten; Bitte um Anmeldung zur besseren Organisation des Umtrunks; Teilnehmer erhalten einen Gutschein für den Pappenheimer Burgweihnachtsmarkt)


Gerne können Sie das angehängte Informationsblatt verteilen.

22.10.12: Fragebogen beim 6-Nationen-Treffen

 

Für die Abschlussveranstaltung des 6-Nationen-Treffens – nach den beiden Städtepartnerschaftsfeiern zwischen Pappenheim und Coussac-Bonneval bzw. Iszkaszentgyörgy sowie der Eröffnung des Europäischen Hauses Pappenheim (EHP) – hatte EHP-Leiter Joachim Grzega einen Fragebogen entwickelt.

 

Der Fragebogen ermittelte vorwiegend, ob die Teilnehmer glaubten, dass es für bestimmte Bereiche lokale, nationale oder europäische Lösungen brauche. Die abgefragten Bereiche waren, jeweils mit Bezug auf kleinstädtische Regionen,

(1) Wirtschaften mit Tierzucht,

(2) gutes Nebeneinander von Mensch und Natur,

(3) Bauen energiesparender Häuser und

(4) das Überstehen der Finanzkrise.

 

Die Teilnehmer waren im Schnitt der Meinung, es brauche eine Mischung aus lokalen, nationalen und europäischen Lösungen. Europäische Lösungen wurden besonders stark bei den Themen 2, 3 und 4 befürwortet, wobei für Thema 2 auch lokale Lösungen als sehr zielführend erachtet wurden.

 

Zu allen drei Themen wurde auch gefragt, ob eine Kleinstadt Austausch mit einer Kleinstadt in einem anderen europäischen Land braucht, um sich Ideen für die eigenen Probleme zu holen. Dies wurde von allen stark bejaht.

 

Zum Schluss des Fragebogens sollten die Teilnehmer sagen, ob ihrer Einschätzung nach

(A) eine europäische Kleinstadt Eigenschaften mit einer Großstadt im gleichen Land teile oder

(B) ob sie Eigenschaften mit einer Kleinstadt in einem anderen europäischen Land teile.

Aussage A wurde von den Teilnehmern im Gesamtschnitt eher verneint, Aussage B eher bejaht.

 

Wenngleich die Ergebnisse des Fragebogens im statistischen Sinne nicht aussagekräftig sind, so sind sie doch ein Indiz dafür, dass weitere internationale Begegnungen zwischen BürgerInnen von Kleinstädten sinnvoll sind und dabei auch Lösungen entwickelt und diskutiert werden sollten.

 

Der Fragebogen wurde nach Herkunft, Geschlecht und Alter ausgewertet. Einige spezifische, zum Teil auch überraschende, Beobachtungen seien hier noch angeführt:

* Franzosen befürworteten europäische Lösungen in allen Bereichen mehr als nationale Lösungen.

* Rumänen sahen nationale Lösungen bei Thema 1 und lokale Lösungen bei Thema 4 nicht als zielführend an.

* Die Deutschen, Ungarn und Rumänen stimmten sowohl Aussage A als auch Aussage B zu, wobei B etwas stärker war.

* Die Männer sahen europäische Lösungen nie stärker an als nationale oder lokale Lösungen.

* Die Männer stimmten sowohl Aussage A als auch Aussage B zu.

* Die jungen Teilnehmer (unter 30 Jahre) sahen lokale Lösungen bei Thema 1 und Thema 4 nicht als zielführend an.

* Die jungen Teilnehmer stimmten sehr stark Aussage B zu und lehnten Aussage A ab.

* Aussage A wurde – im Gegensatz zur Mehrheit – von folgenden Gruppen eher bejaht: Deutsche, Ungarn, Rumänen, Männer, Menschen unter 30.

 

Das EHP dankt allen Fragebogen-TeilnehmerInnen. Es sieht sich in dem Konzept bestärkt, vor allem Themen kleinstädtischer und ländlichen Gebiete europäisch anzugehen, weitere Austauschmöglichkeiten zu organisieren und dabei auch politisch umsetzbare Problemlösungen entwickeln und diskutieren zu lassen.

 

Hier nochmals die Links zu Berichten zur EHP-Eröffnung:

http://www.pappenheim-aktuell.info/index.php?option=com_content&task=view&id=2384&Itemid=159

 

http://www.joachim-grzega.de/Stadtzeitung_EHP.pdf.

15.10.12: Bericht zur EHP-Eröffnung

Hier der Bericht zur EHP-Eröffnung in der Stadtzeitung:

http://www.joachim-grzega.de/Stadtzeitung_EHP.pdf.

12.10.12: Friedensnobelpreis an EU

Beim EHP-Eröffnungsfestakt sangen Bea Klüsener und Joachim Grzega “Oh right at the EHP we’re gonna build Europe, and this means promoting peace...” (‘Ja hier im EHP bauen wir Europa, und das heißt Fördern von Frieden ...’). Heute hat nun die Europäische Union den Friedensnobelpreis verliehen bekommen. Das EHP gratuliert.

08.10.12: Pressebericht zum Eröffnungsfestakt

Hier der Pressebericht zum Eröffnungsfestakt im “Skribent”:

http://www.pappenheim-aktuell.info/index.php?option=com_content&task=view&id=2384&Itemid=159

23.09.12: Innovative Ungarisch-Lektionen für die erste Begegnung

 

Während Französisch-Kenntnisse durch das Bildungssystem in Deutschland einigermaßen verbreitet sind, ist das Ungarische bei uns eine wenig gelernte Sprache. Auf Grund der bevorstehenden neuen Partnerschaft zwischen Pappenheim und der ungarischen Kleinstadt Iszkaszentgyörgy, die am Wochenende der EHP-Eröffnung beurkundet wird, bietet das EHP daher nun ein von EHP-Leiter Joachim Grzega (in Kooperation mit der Firma ASEcoLi und der Universität Eichstätt) entwickeltes Lernangebot für die erste Begegnung mit Ungarn. Das innovative Lernkonzept hat er vorab mit Studierenden erprobt. Es besteht aus einem kleinen Textbuch und 99 Audio-Dateien, die kostenlos auf den Internet-Seiten des EHP heruntergeladen werden können.

20.09.12: MdB Gloser zu Gast im EHP

 

Da er zum offiziellen Festakt der EHP-Eröffnung aus terminlichen Gründen nicht anwesend sein kann, kam Günter Gloser, Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemaliger Staatsminister für Europa, gestern zu einem separaten Besuch nach Pappenheim. Er besichtigte die EHP-Baustelle und informierte sich bei EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega und Bürgermeister Uwe Sinn ausführlich über das EHP-Konzept. Er zollte der Kleinstadt Pappenheim Respekt für den Mut zu einem solch großen Projekt, zeigte sich beeindruckt von den Zielen des EHP, gab wertvolle Tipps zur Umsetzung und bot seine weitere Zusammenarbeit an. Des Weiteren will Gloser einen Teil seiner Arbeitsbibliothek dem EHP vermachen. Neben der Presse waren auch 2. Bürgermeister Friedrich Obernöder und Landrat-Stellvertreter Peter Krauß zu Gast.

Bgm. Sinn, MdB Gloser, EHP-Leiter Grzega

05.09.12: EHP-Eröffnung mit Politprominenz

Das Programm für die EHP-Eröffnung am Samstag, dem 6. Oktober, und Sonntag, dem 7. Oktober, steht weitgehend. Zum einen wird es ein Europa-Quiz für Erwachsene und Kinder geben (Preisverleihung am Sonntag um 16.30 vor dem EHP). Zum anderen haben wir ein Schnupperangebot vorbereitet: eine europäische Ort- und-Wort-Wanderung durch Pappenheim, eine Sequenz zu alternativem Sprachenlernen und eine Präsentation zu Sprache in Politik und Wirtschaft. Jeder Teil des Schnupperangebots dauert 15 bis 20 Minuten. Das Schnupperangebot wird mehrfach durchgeführt. Am Sonntag wird es auf deutsch stattfinden, und zwar ab 10.45 Uhr, ab 13.15 Uhr und ab 15.15 Uhr. Da am Samstag internationale Gäste aus mindestens fünf Nationen erwartet werden, wird das Schnupperangebot an diesem Tag in einfachem Englisch durchgeführt, und zwar ab 16.15 Uhr und ab 17.30 Uhr. Der eigentliche Festakt wird am 6. Oktober um 14 Uhr vor dem EHP stattfinden (Marktplatz von Pappenheim). Eine Reihe von prominenten Politikern hat ihr Kommen zugesagt, darunter Bundestagsabgeordneter Josef Göppel und Landtagsabgeordnete Christa Naaß. Als Grußredner konnten wir Staatsminister Joachim Herrmann und EU-Parlamentarierin Kerstin Westphal gewinnen.

23.08.12: EHP in "Pappenheimer Skribent"

 

Dank dem Ehepaar Prusakow wird über das EHP jetzt auch in der Online-Zeitschrift Pappenheimer Skribent berichtet.

21.08.12: Europäisches Städteprojekt nimmt weiter Gestalt an

 

Das von EHP-Leiter Joachim Grzega konzipierte europäische Städteprojekt nimmt weitere Formen an. Es hat mittlerweile folgenden lateinisch-englischen Projektnamen erhalten: “Verbum Intellegere Pro Europa - Awareness of Word-Associations For the Benefit of Europe” -- kurz VIP-EU. Grzega und Bürgermeister Uwe Sinn konnten jetzt auch mit Andrea Nagy, einer Lehrerin aus dem ungarischen Iszkaszentgyörgy, über das geplante Projekt sprechen. Sie sagte zu, bei der Vorbereitung und Durchführung des Projektes in ihrem Heimatort aktiv mitzuwirken. Iszkaszentgyörgy und Pappenheim werden einige Stunden vor dem Festakt zur EHP-Öffnung am 6. Oktober eine offizielle Städtepartnerschaft eingehen.

03.08.12: Vorbereitungen für europäisches Kommunalprojekt

Auf der Grundlage sprachvergleichender Vorstudien will das EHP ein europäisches Projekt durchführen, bei denen Bürger ein Gespür dafür entwickeln sollen, dass Wörter mit gleichen Bedeutungen nicht immer die gleichen Gedanken und Emotionen auslösen. In einem zweiten Schritt sollen dann Lösungen für gesellschaftliche Fragen erarbeitet werden, wobei die Hürde der unterschiedlichen Grundansichten dann besser überwunden werden könne. Der Austausch soll sowohl über das Internet als auch über echte Begegnungen ablaufen. Wir wollen das Etikett “europäisch” sehr ernst nehmen und alle geografisch-kulturellen Großregionen Europas vertreten wissen. Das EHP bildet das Zentrum. Aufgrund bestehender Kontakte konnten bereits sehr rasch Städte aus dem europäischen Westen (Frankreich), Süden (Italien) und Osten (Ungarn) als Projektpartner gewonnen werden. Vor Kurzem konnte Bürgermeister Uwe Sinn dank privater Kontakte nun auch zwei Vertreter der finnischen Kleinstadt Savukoski mit dem EHP zusammenbringen. Kaikfanden Gefallen an der Idee und kündigten an, sich in ihrem Stadtrat für eine Projektteilnahme stark zu machen.

 

26.07.12: EHP erweitert Angebot

Das EHP hat sein Angebot erweitert: Für Schulen bietet es zum einen nun auch inhaltliche Unterstützung bei der Durchführung von Projekten, die im EHP-Sinne europabezogen sind (insbesondere COMENIUS-Projekten). Zum anderen bietet es einen Kurs ELITE-Kompetenzen (Europa-, Lern-, Internet-, Team- und  Expertenkompetenzen). Für Firmen und öffentliche Institutionen bietet das EHP  firmen- bzw. institutionsbezogene Studien zur Optimierung von interkultureller Kommunikation mit Schwerpunkt Europa.

25.07.12: Personelle Verstärkung fürs EHP

Das EHP begrüßt seine neue Mitarbeiterin– Wilma Enser. Frau Enser ist eine Expertin in Kundenbetreuung und der Organisation von Veranstaltungen.

13.07.12: EHP im EU-Parlament

Die Stadt Pappenheim mit dem EHP war vor Kurzem von Kerstin Westphal, Mitglied des Europäischen Parlaments, nach Brüssel eingeladen worden. Bürgermeister Uwe Sinn, EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega, EHP-Initiator Helmut Selzer, Reiseorganisator Ludwig Schütz und eine Delegation der Stadt Pappenheim (darunter einige Schüler) besuchten Brüssel nun am 11. und 12. Juli. Neben Informationsbesuchen beim Europabüro der bayerischen Kommunen, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Bosch GmbH traf sich die Delegation mit Kerstin Westphal und zwei weiteren EU-Parlamentariern, Norbert Neuser und Ismail Ertug, tauschte sich über die Ideen des EHP aus. Grzega hatte dabei die Leitfragen so ausgewählt, dass beide Seiten profitieren sollten: Wie können die EU-Parlamentarier das EHP unterstützen? Aber auch: Wie kann das EHP die EU-Parlamentarier in ihrer Arbeit unterstützen. Die EU-Parlamentarier zeigten sich von dem EHP-Konzept beeindruckt, gaben wertvolle Tipps und boten ihre weitere Zusammenarbeit an.

 

 

10.07.12: Joachim Grzega wird Leiter des EHP - Webseite geht online

Bürgermeister Uwe Sinn hat Prof. Dr. Joachim Grzega zum Leiter des EHP ernannt. Eine der ersten Aktivitäten von Grzega: eine erste Version der EHP-Webseiten geht online.